Bestens vorbereitet auf das neue Familienmitglied

Du hast die Entscheidung getroffen, einen Hund bei dir aufzunehmen. Vielleicht bist du nun ein bisschen unsicher, wie es so sein wird mit einem Tier im eigenen Reich. Womöglich sind noch ein paar Fragen offen, die geklärt werden wollen. Zum Beispiel dazu, was ein Hund so alles braucht und welche wichtigen Rahmenbedingungen geschaffen sein sollten.

INHALT
Passt ein Hund wirklich in dein Leben? Welcher Hund soll es sein? Das braucht ein Hund zum Einzug Schönes neues Leben – ein paar Tipps zum neuen Miteinander
Passt ein Hund wirklich in dein Leben?

Prüfe vor dem Einzug des Tieres bitte kritisch, ob alle Familienmitglieder hinter der Entscheidung für die Aufnahme des Hundes stehen. Ist diese Entscheidung auch nicht in einem „schwachen“ Moment oder aus einer Not heraus entstanden, sondern bist du dir aller Konsequenzen bewusst? Und vor allem: Stimmen die Rahmenbedingungen bei dir zu Hause auch für den Hund? Hast du dir darüber nicht ausreichend Gedanken gemacht, kann das Projekt “Eigener Hund” schnell auch Probleme bereiten. Etwa dann, wenn du berufstätig bist und dein Hund täglich acht oder mehr Stunden allein bleiben soll. Da der Hund von Natur ein Rudeltier ist, wird ihn das nicht besonders glücklich machen, zudem fehlt ihm auch der Ausgleich und die entsprechende Beschäftigung. Wenn dem Hund langweilig ist, kann er zu Hause auch so einiges anstellen.

Daher, noch einmal die Frage: Passt ein Hund wirklich in dein Leben? Hier noch einige weitere hilfreiche Fragen, die du dir vorab stellen solltest:

  • Kannst du dort, wo du wohnst, einen Hund halten (auch rechtliche Fragen bedenken und wenn nötig, den Vermieter fragen)?
  • Gibt es genug Auslauf für deinen Hund? Gibt es Plätze in Ihrer Nähe, an denen dein Hund auch frei herumlaufen kann?
  • Kannst du und alle anderen Personen im Haushalt auch aus gesundheitlichen Gründen mit einem Hund leben oder gibt es Allergien, körperliche Beeinträchtigungen, andere Ausschlusskriterien?
  • Ein Hund kostet Geld, in der Anschaffung, aber vor allem auch in der Versorgung – und das über viele Jahre: Sind diese Mittel vorhanden?
  • Bist du bereit, dir Wissen anzueignen, dich zu informieren, um eine gute Erziehung und Betreuung deines Hundes zu gewährleisten?
  • Hast du genügend Zeit und auch Lust, deine Freizeit mit dem und für den Hund zu gestalten?
  • Lässt dein Beruf genug Freiraum für den Hund, kannst du die Zeit, die du für das Tier aufwenden wirst, mit anderen Familienmitgliedern teilen?
  • Wird dein Hund mit in Urlaube reisen oder wirst du dann einen Hundesitter benötigen?
  • Ein Hund macht auch Schmutz – kannst du damit leben?
  • Falls du einen Welpen aufnimmst: Kannst du in den ersten Wochen besonders viel Zeit aufwenden, um dem Tier einen behüteten Start in das Leben bei dir zu geben?
  • Hast du dir bewusst gemacht, dass ein Hund 15 Jahre oder auch länger leben kann und du ihn auch durch Krankheiten und durchs Alter begleiten wirst?

Welcher Hund soll es sein?

Wenn alle Fragen geklärt sind, dann ist es Zeit, sich zu überlegen, welcher Hund es sein soll. Schau dabei bitte nicht nur nach dem Äußeren, sondern überlege dir gut, welchem Tier du mit den vorhandenen Lebensumständen gerecht werden kannst. Wohnst du in einem Haus mit Garten oder in einer Mietwohnung ohne Grünfläche? Bist du ein Stadtmensch oder ein Naturmensch, der sich gern draußen aufhält?

Die verschiedenen Hunderassen unterscheiden sich nämlich nicht nur in Größe und Optik. Die verschiedenen Rassen haben auch typische Charakterzüge. Schau dir an, welcher Typ Hund von seinem Wesen her zu dir passt. Bist du eher ein gemütlicher Mensch oder sportlich ambitioniert? Hast du das Nervenkostüm für keckere Wesen oder möchtest du lieber ein Tier, das ruhig und kuschelig ist? Es wäre fatal, wenn du dir für viele Jahre ein Familienmitglied ins Haus holst, dessen Wesen total gegensätzlich zu deinem eigenen ist. Das würde dich permanent auf die Probe stellen und fordern.

Frage dich außerdem, ob du einen Welpen holen möchtest – oder ob es auch ein älteres Tier aus dem Tierheim sein darf. Welcher Hund dein neuer Gefährte sein soll, erfordert gute Recherchearbeit, um die für dich beste Entscheidung zu treffen.

Wichtig ist dabei, dass alle Personen, die sich mit dem Hund beschäftigen werden, in die Entscheidung und sämtliche Überlegungen miteinbezogen werden.

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Das braucht ein Hund zum Einzug

Bevor der Hund einzieht, darf auch geshoppt werden. Schließlich soll sich der neue Mitbewohner wohlfühlen. Die folgende Liste zeigt, was eingekauft werden sollte:

  • Hundekorb oder Decke als Liegeplatz
  • Hundehalsband
  • Hundeleine
  • Eventuell ein Hundegeschirr
  • Wasser- und Futternapf
  • Ein erster Vorrat an Hundefutter, passend zur Rasse, dem Alter und so weiter
  • Spielzeug
  • Leckerlis
  • Bürste, Kamm (je nach Rasse und Fell)
  • Hundebox oder Hundegurt für Autofahrten

Selbstverständlich gibt es noch so viel mehr, das du vielleicht irgendwann brauchen könntest, doch für den Start bist du mit diesem Einkauf aber erst einmal gerüstet.

Schönes neues Leben – ein paar Tipps zum neuen Miteinander

Dann ist es soweit: dein neues Familienmitglied ist eingezogen! Die Freude ist groß. Nun heißt es, Vertrauen aufbauen und zusammenfinden. Damit das gut gelingt, widme deinem Hund gerade zu Beginn möglichst viel Zeit. Vor allem einen Welpen solltest du während der ersten Wochen wenig alleine lassen. Verlängere die Zeiten, in denen der Hund allein ist, erst nach und nach.

Eine Hundeschule kann dabei helfen, eine gute Verbindung zwischen dir und deinem Hund aufzubauen. Außerdem kann dein Hund dort viel für sein Sozialverhalten lernen. Sei liebevoll mit deinem Hund, aber setze unbedingt auch klare Grenzen. Stell von Anfang an Regeln auf, an die sich dein Hund halten muss – und du auch. Andernfalls ist dein Hund verunsichert und wird seine Grenzen immer wieder austesten. Sei das „Leittier“: aus der Ruhe handelnd, aber mit aller Präsenz.

Halte ruhig alle wichtigen Regeln schriftlich fest, wenn du den Hund mit mehreren Familienmitgliedern erziehst, dann entstehen keine Missverständnisse. Dein Hund wird es dir nach der Eingewöhnung danken, dass er immer weiß, woran er ist. Hier ein paar Gedankenanstöße zu möglichen Regeln:

  • Leckerlis zwischendurch: ja oder nein?
  • Essen vom Tisch: ja oder nein?
  • Ins Bett und aufs Sofa: ja oder nein?
  • In jeden Raum im Haus oder in der Wohnung: ja oder nein?
  • Welche festen Essenszeiten gelten?
  • Welche Zeiten zum Gassigehen?
  • Was ist Spielzeug – darf er auch alte Schuhe und Ähnliches zerkauen?
  • Ist ständig freies Bewegen im Haus erlaubt - oder gibt es feste Ruhezeiten im Körbchen?
  • Bellen lassen oder „abrufen“?
  • Wie viel Zeit allein ist vertretbar?

Diese Liste kannst du ganz nach deinen Bedürfnissen erweitern und verändern.

Und vergiss nicht, je konsequenter und selbstbewusster du in deinen Handlungen und Entscheidungen bist, umso vertrauensvoller wird dein Hund seinen Platz in der Familie finden.