Unter einer Bronchitis versteht man eine Entzündung der Bronchien (=luftleitende Anteile der Lunge). Sie gehört zu den häufigsten Atemwegserkrankungen des Hundes.
Eine Bronchitis kann durch vielfältige Auslöser verursacht werden. In den meisten Fällen sind es primär Viren, die die Entzündung hervorrufen. Sind das Gewebe und das Abwehrsystem einmal geschwächt, kommen meistens noch bakterielle Erreger hinzu. Ein typisches Beispiel ist der Zwingerhusten-Komplex. Zu den weiteren Ursachen einer Bronchitis gehören Allergien, ausgelöst durch Pollen oder Luftverschmutzung, Pilze, Parasiten oder auch Fremdkörper wie Gräser, Grannen oder Holzstückchen, die versehentlich eingeatmet werden.
Hinsichtlich der Lokalisation der Entzündung spricht man von einer Tracheobronchitis, wenn Luftröhre und Bronchien beteiligt sind und von einer Bronchopneumonie, wenn die Entzündung der Bronchien sich mit auf die Lunge ausgebreitet hat. Weiterhin können akute und chronische sowie obstruktive (=verengende) und nicht-obstruktive Entzündungen unterschieden werden. Eine Bronchitis, die länger als zwei Monate bestehen bleibt, wird als chronisch angesehen.
Leitsymptom einer Bronchitis ist ein kräftiger Husten, der je nach Erkrankungsform und Ursache trocken oder feucht sein kann. Liegt nur eine leichte Bronchitis vor, ist das Allgemeinbefinden des Tieres meist nicht gestört. Bei einer akuten, schwerwiegenden Bronchitis zeigt der Hund zusätzlich zum Husten ein deutlich reduziertes Allgemeinbefinden, Bewegungsunlust, Appetitmangel, Müdigkeit und Fieber.
Atembeschwerden sind bei nicht-obstruktiven Entzündungen kaum zu hören. Bei einer Obstruktion, das heißt Verlegung oder Verengung der kleinen Bronchien, sind zum Teil starke Atem- oder auch Würgegeräusche zu hören. Es kann zu anfallsartigem Husten, Atemnot und Leistungseinbußen kommen.
Hält die Bronchitis eines Hundes länger als acht Wochen an oder kommt es regelmäßig zu Rückfällen, spricht man von einer chronischen Bronchitis. Der Übergang ist schleichend. Betroffene Hunde zeigen meist einen chronischen Reizhusten, der mit Würge- oder Schluckgeräuschen einhergeht. Hierbei wird versucht, die zähen Verschleimungen abzuhusten. Die Tiere leiden unter deutlich gestörtem Allgemeinbefinden mit Leistungsminderung und Atembeschwerden.
Gefährlich wird es, wenn sich eine chronisch-obstruktive Bronchitis entwickelt, da es zu Zerstörungsprozessen in den Atemwegen kommt, die nicht mehr rückgängig zu machen sind. Eine solche Bronchitis ist daher nicht mehr heilbar.
Stelle deinen Hund bei Atemwegsproblem bitte immer zeitnah bei einem Tierarzt vor. Auch ein anfangs harmlos wirkender Husten kann unbemerkt zu schwerwiegenderen Problemen führen.
Der Tierarzt kann meist schon nach allgemeiner Untersuchung und Auskultation (=Abhören) der Lunge eine Verdachtsdiagnose stellen. Mit Hilfe der Bronchoskopie, einer endoskopischen Untersuchung der Luftwege, kann er Informationen über die Beschaffenheit der Bronchialschleimhaut als auch über das eventuell vorhandene Sekret erhalten. Während der Untersuchung hat er überdies die Möglichkeit, eine Sekretprobe zu entnehmen und diese labordiagnostisch untersuchen zu lassen. Die Untersuchungsergebnisse können wichtige Hinweise hinsichtlich Ursache und Therapiemöglichkeiten liefern.
Im Rahmen der Diagnostik von Atemwegserkrankungen wird der Tierarzt immer auch das Herz abhören. Bei länger bestehendem Husten und Verdacht eines chronischen Geschehens kann es sinnvoll sein eine spezielle Herzuntersuchung mit EKG (=Elektrokardiogramm, siehe entsprechender Artikel) vorzunehmen.
Grundsätzlich sollten immer als erstes versucht werden, sofern bekannt, die Ursachen oder begünstigen Faktoren einer Bronchitis zu bekämpfen. Die medikamentöse Behandlung hängt von Ursache, Schweregrad und Stadium der Bronchitis ab. Je nach Symptomen werden hustenstillende, bronchienerweiternde und schleimlösende Präparate eingesetzt. Bakterielle Sekundärinfektionen werden antibiotisch behandelt. Mit Hilfe der Inhalation können bestimmte Medikamente in einer deutlich geringeren Dosierung als Aerosole direkt am Ort des Geschehens verabreicht werden. Dein Tierarzt wird dich im Hinblick auf die geeigneten Medikamente im Einzelfall genau beraten.
Eine chronische Bronchitis muss aufgrund der irreparablen Schäden am Lungengewebe dauerhaft behandelt werden. Auch hier bietet sich die inhalative Verabreichung als Dauertherapie an, da durch die geringere Medikamenten-Menge auch die Nebenwirkungen reduziert werden können.
Begleitend zur Therapie sollte der erkrankte Hund ruhig gehalten und geschont werden. Stress, nasskaltes Wetter und Anstrengung (wildes Toben, Hundesport) sollten in dieser Zeit vermieden werden. Empfehlenswert und heilungsfördernd sind regelmäßige, über den Tag verteilte, kurze und ruhige Spaziergänge. Vor allem bei chronisch erkrankten Hunden sollte auf regelmäßige Bewegung, kontinuierliche Zahnhygiene, Vermeidung von passivem Rauchen und Übergewicht geachtet werden. Diese unterstützenden Maßnahmen können wesentlich zur Besserung der Symptome beitragen.
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Wird eine akute Bronchitis frühzeitig erkannt und richtig behandelt, besteht eine gute Prognose. Für die chronische Bronchitis kann allerdings nur eine vorsichtige Prognose gestellt werden, insbesondere dann, wenn die Erkrankung auf die Therapie nicht mehr anspricht und bereits bleibende Schäden entstanden sind.
Ganz verhindern lassen sich Entzündungen der Bronchien nicht. Gewisse Maßnahmen können jedoch dazu beitragen, das Risiko einer Bronchitis zu verringern. Die artgerechte Haltung deines Hundes mit regelmäßiger Bewegung und ausreichend Frischluft ist ein Faktor, der das Risiko, an einer Bronchitis zu erkranken, deutlich reduziert. Achte bei nasskaltem Wetter während des Spaziergangs darauf, dass dein Hund in Bewegung bleibt und später im Haus an einem warmen Ort wieder trocknen kann. Eine weitere wichtige vorbeugende Maßnahme ist die generelle, korrekte Impfung, die deinen Hund vor den wichtigsten Infektionskrankheiten schützt und damit weniger empfänglich für eine infektiöse Bronchitis macht.
Hunde, die viel Kontakt zu Artgenossen haben, wie beispielsweise in Welpengruppen, Tierpensionen, Tierheimen oder auf dem Hundeplatz, sollten durch eine Impfung gegen Parainfluenza (=Canines Parainfluenzavirus) und Bordetellose (=Bordetella bronchiseptica) geschützt werden. Beide Erreger sind Teil des Zwingerhusten-Komplexes. Die Impfung verhindert nicht die Infektion, reduziert aber die Krankheitserscheinungen und Erregerübertragung auf andere Hunde. Es stehen Einzelimpfstoffe und Kombinationsimpfstoffe, die entweder in die Nase, ins Maul oder unter die Haut verabreicht werden, zur Verfügung. Je nach Impfstoff ist eine Impfung ab einem Alter von drei bis acht Wochen möglich und sollte spätestens ein bis vier Wochen vor dem gehäuften Kontakt zu anderen Hunden erfolgen. Der Schutz hält für ein Jahr an. Über petsXL kann dir deine Tierarztpraxis einen individuellen Impfplan für deinen Hund schicken und du bekommst automatisch Benachrichtigungen, wenn wieder du wieder einen Termin vereinbaren solltest.
Unter einer Pyometra versteht man eine eitrige Entzündung der Gebärmutter, die in den meisten Fällen ca. zwei bis zehn Wochen nach der letzten Läufigkeit auftritt und die häufigste Erkrankung der Geschlechtsorgane der Hündin darstellt. Aktuellen wissenschaftlichen Studien zufolge erkranken 25% aller unkastrierten Hündinnen innerhalb ihrer ersten zehn Lebensjahre an einer Pyometra. Hündinnen, die noch nicht trächtig waren und Hündinnen ab einem Alter von vier Jahren haben ein höheres Risiko an einer Pyometra zu erkranken.
Diese auch als Hammelschwanz oder “Cold Tail” bezeichnete Erkrankung ist zwar schon länger bekannt, jedoch weitestgehend unerforscht. Sie kommt vor allem in den Sommermonaten vor, zeichnet sich durch eine charakteristische Haltung der Rute aus und ist sehr schmerzhaft.
Bei dieser erst seit wenigen Jahren bekannten und bei Warmblutzüchtern gefürchteten Erkrankung handelt es sich um einen erblich bedingten Gendefekt, der zu einer Bindegewebsschwäche beim neugeborenen Fohlen führt. Es wird geschätzt, dass das WFFS seit 170 Jahren existiert und in etwa neun bis elf Prozent aller Warmblüter davon betroffen sind.
Wenn dein Pferd plötzlich aussieht, als wäre es durch hunderte von Brennnesseln gelaufen oder von einem Schwarm Mücken gestochen worden, könnte es sich um eine Nesselsucht, auch Nesselfieber genannt, handeln. Ausgelöst durch bestimmte Reize kommt es zu dieser überschießenden Reaktion des Immunsystems, bei der sich hunderte kleiner, runder, erhabener Schwellungen, sogenannter Quaddeln auf der Haut des Pferdes bilden. In den meisten Fällen verschwindet dieser Ausschlag schnell wieder, sobald die Ursache therapiert wurde.
Bleiben Futterbestandteile oder Fremdkörper in der Speiseröhre des Pferdes stecken, verkrampft sich die umliegende Muskulatur und es entsteht eine Schlundverstopfung. Aufgrund der Gefahr einer Lungenentzündung durch Einatmung von Futterresten (= Aspirationspneumonie) ist eine Schlundverstopfung immer ein lebensbedrohlicher Notfall, der sofortige tierärztliche Behandlung erfordert.
Diese sehr selten auftretende Erkrankung des Pferdes ist trotz des etwas irreführenden Namens (Hämatom = Bluterguss) kein einfacher Bluterguss, sondern ein vom Siebbein oder den Nasennebenhöhlen ausgehender langsam wachsender Tumor, der starke Blutungen auslösen kann. Das Siebbeinhämatom kann bei Pferden jeden Alters vorkommen, am häufigsten betroffen sind Pferde zwischen 8 und 15 Jahren.
Zweimal im Jahr kann eine Katze Junge bekommen. Leider sind vor allem unkastrierte Streuner- und Freigängerkatzen zu oft trächtig, wodurch zu viele „ungewollte“ Katzen geboren werden. In manchen Gebieten werden aus diesem Grund die heimatlos scheinenden Katzen eingefangen und vom zuständigen Tierheim zum Tierarzt gebracht, der sie kastriert. Wenn die Geburt jedoch beabsichtigt war und in einem geschützten Rahmen verläuft, kann sie etwas sehr Schönes für Mensch und Mutterkatze sein.
Die durch Parasiten verursachte Kokzidiose ist eine beim Kaninchen häufig vorkommende Erkrankung. Es werden die Leber- und die Darmkokzidiose unterschieden. Besonders gefährdet sind junge, gestresste oder geschwächte Tiere.
Links und rechts des Afters liegen beim Hund die beiden Analbeutel, in deren Inneren sich die Analdrüsen befinden. Das von diesen Drüsen produzierte, übelriechende Sekret wird in den Analbeuteln gesammelt und dient dem Hund als individuelle Duftmarke, die bei jedem Kotabsatz mit abgegeben wird. Eine Entzündung der Analbeutel kann für den Hund sehr unangenehm und schmerzhaft sein.
Der Lippengrind, medizinisch als Cheylitis bezeichnet, beschreibt ein bei Hausmeerschweinchen häufig vorkommendes nässendes Ekzem der Haut im Bereich der Lippen und Mundwinkel des Tieres, das im fortgeschrittenen Stadium auch auf Mund, Nase und das gesamte Gesicht übergreifen kann.
Es gibt verschiedenste Situationen, in denen dein Hund in Not geraten kann. Aber handelt es sich tatsächlich um einen Notfall? Und wie handelst du nun richtig? Hier findest du nützliche Informationen zur Einschätzung der Situation deines Hundes. Wichtig ist zunächst, dass du Ruhe bewahrst und einen klaren Kopf behältst.
Sicher hast du auch schon von davon gehört und wenn du jetzt ein Pferd mit langem, gelocktem Fell, unregelmäßigen Fettpolstern, Schwäche und eventuell sogar noch einer Hufrehe siehst, denkst du sofort: Das ist bestimmt ein Cushing! Ganz so einfach ist es aber nicht, denn Cushing hat ganz unterschiedliche Erscheinungsbilder und die Diagnose sollte nicht vorschnell gestellt werden.