Das Sarkoid ist der weltweit am häufigsten beim Pferd vorkommende Tumor. Es handelt sich um einen Bindegewebstumor mit Hautbeteiligung, der keine Tochtergeschwülste in inneren Organen bildet, jedoch nach operativer Entfernung häufig wieder auftritt. Man spricht daher von einem semi-malignen Tumor. Betroffen sind Pferde aller Rassen und jeden Alters, sowie Esel und Maultiere.
Auslöser des Equinen Sarkoids ist das Papillomavirus (Papillom = Warze) des Rindes. Über minimale Hautverletzungen kann das Virus in die Unterhaut des Pferdes eindringen und sich dort in den Zellen vermehren, was zu einer übermäßigen Zellteilung und damit zum Wachstum der Tumore führt. Des Weiteren gilt auch eine erbliche Komponente für die Erkrankung als erwiesen. Ein infiziertes Pferd zeigt häufig mehrere Tumore an unterschiedlichen Körperregionen.
Die in ihrem Erscheinungsbild nicht immer einheitlichen Geschwulste treten bevorzugt an wenig behaarten und dünnhäutigen Stellen an Kopf, Hals, Brust, Gliedmaßen und Unterbauch des Pferdes auf. Sie zeigen ein invasives Wachstum und können teilweise faust- bis fussballgross werden. Nur im Anfangsstadium erinnern die Veränderungen an eine Warze, später zerfallen die obersten Hautschichten und die Oberfläche erscheint zerklüftet. Nicht selten kommt es an der Oberfläche zu Blutungen und offenen Wunden, die eine Eintrittspforte für Bakterien darstellen. Besonders in warmen Sommermonaten besteht auch die Gefahr der Besiedlung mit Fliegenlarven. Der Tumor an sich ist nicht schmerzhaft. Lediglich die Lokalisation der Sarkoide kann zu mechanischen Beeinträchtigungen führen, wenn sich diese zum Beispiel in der Sattel- oder Gurtlage befinden. Das Allgemeinbefinden betroffener Pferde ist ungestört.
Anhand des Erscheinungsbildes wurde eine Einteilung der Sarkoide in verschiedene Typen vorgenommen:
Typ 1: Das okkulte Sarkoid (okkult = versteckt)
Typ 2: Das verruköse Sarkoid (verrukös = warzenartig)
Typ 3: Das noduläre Sarkoid (nodulär = knotig)
Typ 4: Das fibroblastische Sarkoid (Fibroblast = Zelle des Bindegewebes)
Typ 5: Das gemischte Sarkoid
Typ 6: Das malevolente Sarkoid (malevolent = bösartig)
Auch wenn das klinische Erscheinungsbild der Erkrankung eindeutig erscheint, so gibt es doch weitere Hauttumore, die ähnliche Symptome zeigen. In Ergänzung zur allgemeinen Untersuchung kann der behandelnde Tierarzt daher immer auch eine Gewebeprobe (Biopsie) entnehmen und im Labor untersuchen lassen, um die Diagnose abzusichern.
Auch wenn sich über die Jahre diverse unterschiedlichste Behandlungsmethoden entwickelt haben, verspricht keine dieser Methoden einen 100%igen Heilungserfolg. Des Weiteren hängt die Wahl der Therapiemaßnahme sehr stark von Art, Größe und Lokalisation des Tumors ab. Sprich mit deinem Tierarzt über die im Einzelfall sinnvollsten und erfolgversprechendsten Maßnahmen.
Die radikale chirurgische Entfernung der Tumore war lange Zeit das Mittel der Wahl, obwohl es aufgrund der Größe und Lokalisation der Sarkoide oft Wundheilungsstörungen und ein Wiederauftreten des Tumors gab. Bis zu 50% aller operierten Sarkoide kehrten nach Entfernung zurück. Mit Hilfe der Kryochirurgie sind bereits Erfolgsquoten von bis zu 70% erreicht worden. Hierbei wird das erkrankte Gewebe in mehrmaligen Anwendungen auf bis zu -20 Grad tiefgefroren, wodurch es in Folge abstirbt. Die Lage und Größe der Sarkoide begrenzt allerdings das Anwendung Spektrum dieser Methode, da die - Beschädigung des benachbarten Gewebes mit dieser Art der Therapie nur schwer zu verhindern ist. Auch die Laserchirurgie wird zur Entfernung Equiner Sarkoide genutzt. Im Gegensatz zur Kryochirurgie kommt es nach der Entfernung meist nicht zu einer Wundschwellung, allerdings soll es teilweise zu einem verzögerten Wundverschluss gekommen sein.
An die chirurgischen Maßnahmen anschließend kann aus dem Tumormaterial ein körpereigener Impfstoff hergestellt werden, der dem Pferd nach der Tumorentfernung gespritzt wird. Ein Wiederauftreten der Sarkoide kann damit nicht verhindert, aber das Zeitintervall bis zum Auftreten neuer Tumore deutlich verlängert werden.
Des Weiteren werden noch die sehr zeit- und kostenintensive Strahlentherapie, die Chemotherapie, die Hitzebehandlung und die Phytotherapie mit unterschiedlichen Erfolgsquoten eingesetzt. Im Bereich der lokalen Therapie sind unzählige Präparate auf dem Markt deren Wirksamkeit immer von Größe und Art des Sarkoids abhängt. Vertraue hier auch deinem Tierarzt, der dir im Einzelfall eine geeignete Behandlungsmethode empfehlen wird.
Die Heilungsaussichten richten sich nach Lage und Ausmaß des Tumors und nach der Art und Durchführung der Behandlungsmaßnahme.
Da die Anfälligkeit für die Erkrankung als erblich nachgewiesen wurde, sollten Zuchttiere auf die verantwortlichen Antigene untersucht werden. Sollte ein Pferd die Veranlagung haben und das Papillomvirus in sich tragen, kann man die Entstehung von Sarkoiden nicht komplett verhindern. Allerdings kann man immer alles dafür tun, dass das Pferd ein stabiles Immunsystem behält. So ist es am besten gegen äußere Faktoren geschützt, die Einfluss auf das Wachstum von Sarkoiden haben können.
Die Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD) oder Hämorrhagische Krankheit der Kaninchen ist die zurzeit gefährlichste Kaninchenkrankheit. Sie wird durch ein Virus hervorgerufen und verursacht Blutgerinnungsstörungen (hämorrhagisch = blutend, Blutungen auslösend), ist hochansteckend und kommt weltweit bei Zucht- und Wildkaninchen vor. Die Infektionskrankheit wurde 1984 erstmals in China beschrieben, weshalb sie auch als Chinaseuche bezeichnet wird. Besonders gefährdet sind Jungtiere und nicht geimpfte erwachsene Kaninchen.
Vielen Hundebesitzern wird diese umgangssprachlich auch als Vorhautentzündung bezeichnete Erkrankung bekannt sein. Besonders bei jungen, unkastrierten Rüden ist der immer wiederkehrende, gelblich-grüne, tropfende Ausfluss sehr häufig zu beobachten.
Vieles geht leichter im Team – das gilt für Mensch und Tier. Es gibt Hunde, die Menschen dabei unterstützen mit Einschränkungen zu leben. Diese Hunde sind nicht nur besondere Tiere, sondern sie sind auch besonders geschult.
Katzen zählen zu den beliebtesten Haustieren und in etwa 14,7 Millionen von ihnen leben allein in deutschen Haushalten und insgesamt ca. 46 Millionen in ganz Europa. Nur etwa die Hälfte von ihnen ist geimpft und kastriert und somit gut geschützt vor Krankheiten und ungewollter Fortpflanzung. Viele Tausende von ihnen streunen als ausgesetzte, weggelaufene oder verwilderte Katzen durch die Länder.
Diese Viruserkrankung, die wegen ihrer hohen Ansteckungsgefahr auch Hundeseuche genannt wird, ist eine weltweit verbreitete, akut verlaufende Infektionskrankheit. Welpen im Alter zwischen zwei und 16 Wochen, ungeimpfte und alte Hunde sind besonders gefährdet. Unbehandelt endet die Erkrankung meistens tödlich. Mit Hilfe moderner Impfstoffe ist jedoch eine gute Prophylaxe möglich.
Zahnstein und Plaque sind ebenso wie beim Menschen auch bei unseren Vierbeinern weit verbreitet. Diese gelblichen, rauen Beläge treten insbesondere an Eck- und Schneidezähnen auf und können zu schweren Zahnfleischentzündungen führen. Dabei sind vor allem ältere Hunde, kleine Hunderassen und Hunde mit Zahnfehlstellungen gefährdet, da die Selbstreinigung des Gebisses gestört ist.
Wahrscheinlich hat jeder schon mal Sprüche wie diese gehört: Für Katzen sind Herrchen und Frauchen doch nur „Dosenöffner“! Eine Katze ist eben kein Hund, der nur darauf wartet, seinem Herrchen zu dienen… Doch auch Katzen können Regeln lernen.
Tetanus ist eine meist tödlich verlaufende, anzeigepflichtige Infektionskrankheit, die durch das Toxin (=Giftstoff) des Bakteriums Clostridium tetani hervorgerufen wird. Diese auch als Wundstarrkrampf bezeichnete Erkrankung ist schon seit dem Altertum bekannt und weltweit verbreitet. Sowohl Menschen als auch Pferde gelten dem Giftstoff gegenüber als besonders empfänglich, wohingegen Hunde eine nur geringe Empfindlichkeit aufweisen und daher auch nicht geimpft werden müssen.
Mancher liebt es, wenn sein Pony in aller Pracht erstrahlt und auch noch hier und da glitzert. Es wird gestriegelt und gesprüht, die Mähne geflochten und kaum ein Haar liegt falsch. Doch die Fell- und Hufpflege ist nicht nur unter optischen Gesichtspunkten ein Thema. Regelmäßiges Bürsten bedeutet viel mehr.
Pferdeohren gibt es in verschiedenen Größen, je nach Rasse und Genetik. Meist fühlen sie sich flauschig weich an – aber nicht jedes Pferd lässt sich gerne seine Frühwarnsysteme anfassen. Wenn du als Pferdehalter deinem Liebling die flauschigen Ohren kraulen darfst, ist das tatsächlich schon ein ordentlicher Vertrauensbeweis deines Pferdes. Das Pferdeohr ist eben etwas ganz Besonderes.
Reiten ist ein wundervolles Hobby. Vor allem mit dem eigenen Pferd! Wenn Mensch und Tier ein festes Team sind, entwickelt man eine ganz andere Verbindung, als wenn du dich im Reitschulbetrieb von einem Pferd zum nächsten „hangelst“. Doch wie kann das Glück mit dem festen Pferdepartner funktionieren, wenn man sich finanziell kein eigenes Pferd leisten kann? Oder wenn du die nötige Zeit für das Pferd nicht allein aufbringen kannst? Eine Reitbeteiligung könnte dann die beste Entscheidung für dich und dein Pferd sein.
Eine Malassezia-Dermatitis ist eine durch Hefepilze ausgelöste Hauterkrankung, die sich beim Hund häufig als Außenohrentzündung äußert aber auch den gesamten Körper befallen kann.