In diesem dritten Teil unserer dreiteiligen Artikelserie "Die Tierkrankenversicherung" zeigen wir dir, worauf du bei der Auswahl einer Tierkrankenversicherung achten solltest – von Leistungsumfang und Erstattungssätzen bis zu Zusatzleistungen und Servicequalität. So findest du einen Tarif, der zu dir und deinem Tier passt.
Die Leistungen und Bedingungen von Tierkrankenversicherungen unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter teils erheblich. Damit die Versicherung im Ernstfall wirklich hilft, sollte der gewählte Tarif sorgfältig geprüft werden. Die folgenden Kriterien bieten eine Orientierung, worauf Tierhalter:innen beim Vergleich achten sollten.
Achte darauf, dass der Tarif nicht nur Operationen, sondern auch ambulante und stationäre Behandlungen, Diagnostik, Vorsorgeuntersuchungen und – je nach Bedarf – Zahnbehandlungen abdeckt. Ein breiter Leistungsumfang bietet langfristig die beste Absicherung, insbesondere bei älteren Tieren.
Falls du dich für eine reine OP-Versicherung entscheidest, prüfe genau, welche Leistungen abgedeckt sind:
Solche Details entscheiden darüber, ob der Schutz im Ernstfall ausreichend ist.
Die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) legt die Abrechnungssätze fest, die Tierärzt:innen für ihre Leistungen berechnen dürfen. Ein guter Tarif sollte Kosten bis zum 4-fachen GOT-Satz übernehmen, der nicht selten bei akuten Notfällen, die abends, an Wochenenden oder an Feiertagen auftreten, abgerechnet wird. Niedrigere Erstattungssätze können bedeuten, dass du den Differenzbetrag selbst tragen musst.
Vor- und Nachbehandlungen können oft teurer sein als die eigentliche Operation. Ideal ist ein Tarif, der die häufig sehr aufwändige Diagnostik vor einer OP sowie die Behandlungskosten mindestens zehn bis 20 Tage nach einer OP übernimmt. So vermeidest du, dass du bei einer längeren Heilungsphase auf einem Teil der Kosten sitzen bleibst.
Gibt es eine jährliche oder lebenslange Deckungssumme? Wie funktioniert die Erstattung nach teuren Behandlungen – wird der volle Betrag erstattet oder nur ein Teil? Wie hoch ist der Deckungsgrad? Manche Versicherungen begrenzen die jährliche Erstattungssumme oder einzelne Leistungen, beispielsweise 3.000 € pro Jahr oder 1.000 € pro Fall. Tarife ohne Leistungsgrenze oder mit sehr hohen Limits bieten hier deutlich mehr Sicherheit, insbesondere bei komplexen Operationen.
Werden Diagnostik-Kosten, beispielsweise MRT, CT oder Labore, voll übernommen – auch wenn sich am Ende kein Befund ergibt? Werden chronische Erkrankungen, die erst nach Versicherungsbeginn auftreten, lebenslang übernommen? Steigen dadurch die Prämien oder kann man gekündigt werden? Werden alle Operationstechniken voll erstattet oder gibt es Einschränkungen?
Viele Anbieter bieten eine prozentuale oder feste Selbstbeteiligung an. Tarife mit null Prozent oder geringer Selbstbeteiligung geben maximale Planungssicherheit, sind jedoch teurer. Eine höhere Selbstbeteiligung, beispielsweise zehn bis 20 Prozent, senkt den Monatsbeitrag, erhöht aber das finanzielle Risiko im Schadensfall. Wähle die Variante, die zu deinem Budget und Risikobewusstsein passt.
Lese das Kleingedruckte genau. Achte besonders auf rassespezifische Erkrankungen, genetisch bedingte Leiden oder chronische Erkrankungen, die manche Versicherer ausschließen. Das ist vor allem bei Rassen mit bekannten Risiken, beispielsweise Hüftdysplasie oder Rassen mit kurzen Nasen, entscheidend.
Wie lang ist die Wartezeit und ist nach Ende der Wartezeit sofort alles versichert? In der Regel gilt nach Vertragsabschluss oft eine Wartezeit von ein bis drei Monaten, bevor der Schutz aktiv wird. Bei Unfällen bieten gute Versicherer jedoch sofortigen Schutz, ohne Wartefrist. Je kürzer die Wartezeit, desto schneller greift der Versicherungsschutz.
Der beste Zeitpunkt für den Abschluss ist, solange das Tier jung und gesund ist. Einige Anbieter nehmen Tiere nur bis zu einem bestimmten Alter auf, beispielsweise sieben oder neun Jahre oder erhöhen die Beiträge automatisch mit dem Alter des Tieres. Daher die Versicherung so früh wie möglich abschließen, um günstige Beiträge zu sichern und Ausschlüsse zu verhindern. Achte außerdem darauf, dass der Tarif stabil bleibt.
Bietet die Versicherung vielleicht sogar einen kostenfreien Einstiegsschutz für junge Hunde und Katzen, wie beispielsweise unverbindlich 30 Tage lang kostenfreien Versicherungsschutz?
Wähle eine Versicherung, die nicht im Leistungsfall und nicht aufgrund des Alters Ihres Tieres kündigen kann. So bleibt der Schutz auch dann bestehen, wenn du ihn am dringendsten benötigst.
Wenn du mit deinem Tier reist, prüfe, wie lange und in welchen Ländern der Schutz gilt. Ein guter Tarif bietet weltweiten oder zumindest europaweiten Schutz, idealerweise ohne zeitliche Begrenzung.
Viele Versicherer bieten heute moderne Zusatzmodule, die den Leistungswert erhöhen können, beispielsweise:
Diese Leistungen sind kein Muss, können aber den Komfort und die Flexibilität deutlich erhöhen.
Neben Preis und Leistung ist auch die Servicequalität des Versicherers ein wichtiges Auswahlkriterium. Achte auf:
Kundenbewertungen und Erfahrungsberichte können hier wertvolle Hinweise auf die Zuverlässigkeit eines Anbieters geben.
Der nächste Schritt ist einfach: Verschaffe dir einen Überblick über die verfügbaren Tarife, am besten direkt auf den Webseiten der Tierkrankenversicherungen. Hier gibt es in der Regel sogenannte Tarifrechner, mit denen du genau ausrechnen kannst, was eine Krankenversicherung für dein Tier kostet.
Vergleichsportale bieten zwar einen guten ersten Anhaltspunkt, um Leistungen, Preise und Anbieter miteinander zu vergleichen. Bedenke jedoch, dass diese Portale nicht immer vollständig neutral sind, da sie auf Provisionsbasis arbeiten. Versicherer, die höhere Provisionen zahlen, könnten in der Rangfolge besser abschneiden und die höheren Vertriebskosten in die Prämienkalkulation einfließen lassen.
Wenn du Wert auf eine unabhängige Einschätzung legst, lohnt sich der Blick auf Informationen der Verbraucherzentralen oder ein Gespräch mit Versicherungsexpert:innen ohne Provisionsinteresse. Auch Tierärzt:innen oder erfahrene Tierhalter:innen können wertvolle Hinweise geben, welche Tarife sich in der Praxis bewährt haben.
Warte also nicht, bis der Ernstfall eintritt. Eine Tierkrankenversicherung ist keine überflüssige Ausgabe, sondern eine Investition in Sicherheit, Fürsorge und viele unbeschwerte gemeinsame Jahre.
Im ersten Teil zeigen wir dir, warum sich eine Tierkrankenvericherung lohnt.
Im zweiten Teil erfährst du, welche Versicherungsarten es gibt, worin sie sich unterscheiden und welche für dein Tier am besten geeignet ist. Außerdem werfen wir einen Blick auf die typischen Kosten und Einflussfaktoren.
Damit du am Ende genau die Entscheidung triffst, die sich richtig anfühlt – für dich und für dein Tier.
Ein Tierarztbesuch ist für viele Tiere mit Stress verbunden – für den Patienten selbst, aber auch für Tierhalter:innen. Durch sogenanntes Medical Training kannst du dein Tier gezielt auf Behandlungen und Untersuchungen vorbereiten. Es hilft, Ängste abzubauen, Vertrauen zu stärken und Tierarzttermine deutlich angenehmer zu gestalten.
Eine Blutvergiftung, auch Sepsis genannt, ist eine starke Entzündungsreaktion des gesamten Körpers auf eine Infektion oder eine nicht-infektiöse Ursache. Es handelt sich um einen lebensbedrohlichen Zustand, der schnellstmöglich erkannt und behandelt werden muss.
Dein Tier verhält sich plötzlich anders. Doch sind das wirklich Alterserscheinungen? Auch bei Tieren gibt es Gehirntumore, bei Hunden häufiger als bei Katzen. Je nachdem wie groß der Tumor ist und wo er genau sitzt, führt er zum Ausfall verschiedenster Körperfunktionen.
Du spürst einen Knubbel in der Haut deines Tieres und fragst dich, was das sein könnte? Es gibt verschiedene Haut-Tumore, jedoch auch viele nicht-tumoröse Ursachen für Knoten in der Haut.
Egal ob aufgrund des Alters oder aus medizinischen Gründen: An bestimmten Punkten im Leben deiner Katze ist eine Futterumstellung notwendig. Wenn du die Katzennahrung ändern willst, gibt es allerdings einige Regeln, die du beachten sollten, damit die Umstellung für dein Tier so angenehm wie möglich verläuft. Du solltest deine Katze zum Beispiel schrittweise an neue Nahrung heranführen, um mögliche Verdauungsbeschwerden zu vermeiden. Befolge unsere einfache, auf sieben Tage ausgelegte Anleitung, damit die Umstellung deiner Katze auf eine neue Ernährung sicher und behutsam abläuft.
Die Strahlentherapie wird zur Behandlung von Tumorerkrankungen eingesetzt. Eine zielgenaue Verabreichung einer Strahlendosis tötet die Zellen im Bestrahlungsbereich ab. Dabei soll das umliegende Gewebe so gut wie möglich geschont werden. Zur Linderung von Schmerzen bei Arthrose hat sich die Bestrahlung ebenfalls bewährt.
Tierkrankenversicherungen unterscheiden sich deutlich in Leistungsumfang, Kosten und Zielgruppe. Je nach Tierart, Gesundheitszustand und Budget können einfache OP-Versicherungen oder umfassende Vollversicherungen sinnvoll sein. In diesem zweiten Teil unserer dreiteiligen Artikelserie "Die Tierversicherung" bekommst du einen Überblick über die wichtigsten Versicherungsarten und ihre Leistungsunterschiede.
Stell dir vor, dein Hund humpelt nach dem Spaziergang und dein/e Tierärzt:in sagt das Wort, das jede/n Tierhalter:in zusammenzucken lässt: Operation. Oder deine Katze frisst nicht mehr, braucht eine Röntgen- oder Blutuntersuchung, vielleicht sogar einen Klinikaufenthalt. In solchen Momenten willst du nur eins: helfen – sofort und bestmöglich. Was du nicht willst: mit dem Taschenrechner ausrechnen, ob du es dir leisten kannst. Genau hier macht eine Tierkrankenversicherung den entscheidenden Unterschied. Sie nimmt dir die Angst vor der Rechnung, damit du dich auf das konzentrieren kannst, was zählt: dein Tier. In diesem ersten Teil unserer dreiteiligen Artikelserie "Die Tierversicherung" zeigen wir dir, warum sich eine Versicherung für dein Tier lohnt.
Vermeintlich lustige oder niedliche Tierbilder und -videos kursieren massenhaft auf diversen Social Media Plattformen. Doch ist dies für die gezeigten Tiere immer lustig? Für viele Inhalte müssen Tiere leiden. Dies ist jedoch nicht immer für jeden offensichtlich. Wie du Tierleid erkennst und wie du dich im besten Fall verhältst, erfährst du in diesem Artikel.
Entzündungen des Gehirns und/oder der Hirnhäute kommen häufig vor, insbesondere im Süden Europas. Sie treten jedoch durch den steigenden Reiseverkehr mit Hunden und Katzen sowie den Import von Kleintieren aus Osteuropa auch in Deutschland immer häufiger auf. Krankheitsübertragende Insekten, die sich durch den Klimawandel immer weiter nach Norden ausbreiten, tragen außerdem dazu bei.