Die Angst vor der Silvesternacht – mit dem Hund gut ins neue Jahr kommen

Was für viele Menschen eine ausgelassene Tanznacht wird, ist leider für eine ganze Menge Hundebesitzer ein heikles Thema: Silvester mit dem Feuerwerk ängstigt unsere geräuschempfindlichen Vierbeiner und kann zu großen Problemen führen.

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Mit diesen Mitteln kann Ruhe einkehren Die wichtigsten Fakten für ein gutes Neujahr
Mit diesen Mitteln kann Ruhe einkehren

Jedes Jahr aufs Neue suchen viele Hundebesitzer dringend nach dem ultimativen Tipp, wie sie ihren Hund dabei unterstützen können, angstfrei oder sogar entspannt durch die Silvesternacht zu kommen. Und seien wir ehrlich: Eigentlich beginnt die Böllerei ja schon tagsüber oder auch schon Tage vorher. Das heißt, der Stress des Tieres baut sich systematisch auf und findet über viele Stunden kein Ende.

Leider gibt es keinen ultimativen Geheimtipp, der bei allen Vierbeinern wirkt – sonst wäre das Problem wohl auch kein Problem mehr. Jedes Tier ist anders und du musst tatsächlich ausprobieren, was deinem Liebling am besten hilft. Hier ein paar Möglichkeiten, die Abhilfe schaffen können:

Die Geräusch-CD: Der Hund bekommt am besten viele Wochen im Vorfeld immer wieder die Geräusche der Silvesternacht in einer erträglichen Lautstärke vorgespielt, um sich Stück für Stück daran zu gewöhnen. Silvester wird sozusagen einfach Normalität.

Thundershirt: Das ist eine Art „Body“, der so am Körper sitzt, dass im besten Fall dem Tier durch den Halt ein Schutzgefühl vermittelt wird. Gerade bei Angsthunden soll das Shirt eine beruhigende Wirkung haben.

Reiki, Tellington Touch und Ähnliches: Im Prinzip sind es die Berührungen, die dem Tier Ruhe und Sicherheit vermitteln sollen, hinter jeder Methode und Technik steht jeweils eine eigene Philosophie.

Pheromone: Es gibt Präparate, die speziell für den Hund produziert sind und den „Geruch“ vom Muttertier über einen Vernebler in den Raum abgeben. Dabei soll der Botenstoff im Körper des Hundes für Entspannung sorgen.

Sedierung oder Ruhigstellung: Die Sedierung ist eine drastische Maßnahme und sollte vorab ausführlich mit dem Tierarzt besprochen werden. Die meisten Sedierungen haben nämlich den Nebeneffekt, dass sie das Tier wesentlich geräuschempfindlicher machen und lediglich das Körpersystem des Tieres „lahmlegen“. Dein Tierarzt wird dich sicherlich zu diesem Thema ausführlich beraten.

petsXL Oskar mit Feuerwerk
Die wichtigsten Fakten für ein gutes Neujahr

Das richtige Mittel allein wird noch nicht reichen. Es gibt ein paar goldene Regeln, die du dir zu Herzen nehmen sollten, um dir und deinem Hund die Chance auf ein sicheres Hinübergleiten ins neue Jahr zu geben:

Gassigehen nicht ohne Leine. Bereits tagsüber fliegen Böller in die Luft und hinter der nächsten Ecke könnte etwas „lauern“. Lasse deinen Hund unbedingt an der Leine, damit er nicht nach einem Schreck sogar vor dir davonläuft. Selbst Folgeunfälle wären so möglich!

Lieber morgens gehen: Versuche ruhige Zeiten für den täglichen Spaziergang zu finden. Je später der Abend, desto größer ist die Chance, auf Menschen zu treffen, die ihr Geld in die Luft schießen. Mache deshalb die große Gassi-Runde an diesem Tag lieber in den Morgenstunden.

Fenster zu, Jalousien runter: Versuche so viel wie möglich vom Lärm und blitzartigen Effekten aus deinem Heim herauszuhalten. Dein Hund mag es jetzt lieber geschützt – versuche alles, um ihn zu unterstützen.

Für ein sicheres Plätzchen sorgen: Manche Hunde möchten sich ganz und gar in einer dunklen Ecke oder Box zurückziehen. Schutz steht an diesem Tag an erster Stelle.

Sei präsent und spendabel: Dein Hund braucht dich als Beschützer heute am meisten. Zeige ihm, dass du da bist und gebe ihm ruhig immer mal ein Leckerchen – das macht ein gutes Gefühl. Manch kleiner Hund wird es toll finden, vielleicht in einer Decke oder auf deinem Schoß dicht bei dir zu sein.

Gemeinsam möglichst ruhig durch diese Nacht zu kommen, ist wahrscheinlich der Schlüssel für ein halbwegs beruhigtes Hundeherz. Allein bleiben will dein Liebling an diesem Tag sicher nicht.