In deinem Stall hat ein Pferd Fieber und Nasenausfluss. Eigentlich noch kein Grund zur Sorge, es kann sich ja um eine harmlose Erkältung handeln. Doch ein paar Tage später haben drei weitere Pferde aus der Stallgasse exakt die gleichen Symptome. Auffällig ist, dass alle betroffenen Pferde stark geschwollene Lymphknoten am Kopf haben. Spätestens jetzt werden zumindest die herbeigerufenen Tierärzt:innen hellhörig. Die Atemwegserkrankung ist offensichtlich sehr ansteckend. Tupferproben werden ins Labor geschickt. Schnell bestätigt sich auch der Verdacht: Es handelt sich um Druse, eine hochansteckende, bakterielle Infektion der oberen Atemwege des Pferdes. Auch wenn die Erkrankung nicht anzeige- oder meldepflichtig ist, sollten Stallbesitzer:innen und Pferdehalter:innen nun überlegt handeln, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Auslöser der Erkrankung sind Bakterien, genauer Streptokokken. Sie kommen normalerweise in der Umwelt nicht vor. Allerdings sind etwa 10 Prozent der gesamten Pferdepopulation Träger dieser Bakterien. Sie erkranken jedoch erst, wenn ein bestimmter Reiz die Erreger wieder aktiviert. Besonders anfällig sind junge oder immungeschwächte Pferde. Hier kann schon eine ansonsten harmlose Erkrankung oder Stress das Immunsystem so stark belasten, dass es zum Ausbruch der Druse kommt. Die Übertragung der Erreger erfolgt über ausgeschiedene Sekrete. In diesen können die Streptokokken bis zu vier Tage überleben. Im Wasser sind sie sogar bis zu acht Wochen lebensfähig. Besondere Hygiene und Desinfektion ist im Falle einer Druse-Infektion unabdingbar, denn über Tränke- und Futtereimer oder Kleidung können die Bakterien auf andere Pferde übertragen werden. So kann sich die Erkrankung in kürzester Zeit seuchenartig im Stall ausbreiten.
Nach einer Inkubationszeit von ein bis acht Tagen sind Mattigkeit, schleimig eitriger Nasenausfluss, Husten und Fieber meist die ersten Symptome einer Druse. Ein sehr charakteristisches Symptom sind die geschwollenen Lymphknoten im Kopfbereich des Pferdes. Im weiteren Verlauf füllen sich die Kehlgangslymphknoten mit eitrigem Sekret und es bilden sich Abszesse. Diese können so groß werden, dass sie Atem- und Schluckbeschwerden verursachen. Durch Eröffnen oder Aufbrechen dieser Abszesse kann das Sekret nach außen ablaufen. Die Körpertemperatur normalisiert sich danach. Komplikationen entstehen, wenn die Abszesse der Kehlgangslymphknoten sich nach innen in die Luftsäcke entleeren und dort zu einer Vereiterung führen. Des Weiteren kann die Erkrankung auf die Lunge übergreifen und eine Lungenentzündung verursachen. Wird die Schonung erkrankter Pferde nicht konsequent eingehalten, können sich die Bakterien über das Blut in die verschiedensten Organe ausbreiten und dort ebenfalls Abszesse bilden. Man spricht dann von einer metastasierenden (=tochtergeschwulstbildenden) Form der Druse. Ohne Behandlung kann das Fieber bis zu zwei Wochen anhalten. Je nach Verlauf endet die Erkrankung in seltenen Fällen auch tödlich.
Beim Auftreten der oben beschriebenen Symptome solltest du umgehend dein/e Tierärzt:in rufen. Durch die klinische Allgemeinuntersuchung der erkrankten Pferde, deinen Vorbericht und den meist seuchenartigen Verlauf in einem Stall kann dein/e Tierärzt:in schon eine Verdachtsdiagnose stellen. Um den genauen Erreger zu identifizieren ist jedoch die Entnahme und labordiagnostische Untersuchung von Tupferproben aus dem Nasen- und Rachenraum oder dem Luftsack erforderlich.
Trotz des bakteriellen Erregers der Druse wird der Einsatz von Antibiotika von Tierärzt:innen kontrovers diskutiert. Im frühen Stadium mit leichtem Fieber und Nasenausfluss ist es durchaus sinnvoll, ein Antibiotikum einzusetzen, um die Abszedierung (=Abszessbildung) der Lymphknoten zu verhindern und eine weitere Verbreitung des Erregers zu reduzieren. Zu bemerken ist hier jedoch, dass mit Antibiotika behandelte Pferde nur eine geringe Immunität gegen den Erreger ausbilden. Ist es aber schon zur Abszessbildung gekommen, werden die darin befindlichen Erreger vom verabreichten Antibiotikum aufgrund der Abszesskapsel nicht mehr erreicht. Hier empfehlen sich chirurgische Maßnahmen zur Eröffnung der Abszesse oder wärmende Umschläge und Salben, die die Abszesse zum Reifen bringen. Eine entsprechend lange Schonung der Pferde sollte unbedingt eingehalten werden, um etwaige Komplikationen zu verhindern.
Zusätzlich zur Behandlung der erkrankten Pferde muss der gesamte Stall während der Erkrankung unter Quarantäne gestellt werden. Dies bedeutet, dass kein Pferd den Stall verlassen darf und keine neuen Pferde eingestallt werden dürfen. Nach überstandener Infektion muss der gesamte Stall grundlegend desinfiziert werden. Die Weiden betroffener Pferde sollten mindestens einen Monat nicht genutzt werden.
Die Prognose dieser sehr gefürchteten Erkrankung ist dank moderner Medikamente und Behandlungsmethoden bei frühzeitigem Erkennen gut. Alle Pferde eines Stalles, die die Infektion durchlaufen haben, bilden einen lebenslangen Schutz gegen Druse aus. Bei einigen Pferden können sich die Streptokokken allerdings in den Luftsack, wo sie nicht durch Antibiotika erreichbar sind, zurückziehen. Diese Pferde werden damit zum Dauerausscheider, da sie über längere Zeit immer wieder geringe Erregermengen über die Atemwege abgeben. Für abwehrstarke Pferde stellen diese geringen Mengen keine Gefahr dar. Schwache oder alte Pferde können jedoch durch diese Erreger eine Wiederholungsinfektion bekommen.
Zur Vermeidung der Verbreitung der Druse müssen infizierte Pferde streng von noch nicht erkrankten Pferden getrennt werden. Auch ein indirekter Kontakt über Menschen oder Gegenstände muss unterbunden werden. Eine vorbeugende Druse-Impfung der (noch) nicht erkrankten Pferde in einem betroffenen Stall ist ebenfalls möglich. Sie verhindert die Infektion nicht, kann jedoch die Krankheitserscheinungen verringern. Dein/e Tierärzt:in berät dich dazu. Über petsXL kannst du direkt einen Termin vereinbaren.
Eine generelle prophylaktische Impfung gegen Druse wird auf Grund des nur kurzzeitigen Impfschutzes und der möglichen Nebenwirkungen nicht empfohlen. Ein genereller Impfschutz gegen Influenza und Herpes (siehe entsprechende Artikel) bewirkt jedoch einen guten Gesundheitsstatus und kann das Risiko einer Druse-Infektion senken.
Die Katze ist in Deutschland wie Europa weiterhin das beliebteste Haustier. Etwa 16 Millionen Katzen leben in deutschen Haushalten, insgesamt circa 130 Millionen in ganz Europa. Allein in Deutschland gibt es zusätzlich rund zwei Millionen ausgesetzte, entlaufene oder verwilderte Straßenkatzen. Eine große Anzahl der Katzen ist weder geimpft noch kastriert und somit nicht vor Krankheiten und ungewollter Fortpflanzung geschützt.
Die Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD) oder Hämorrhagische Krankheit der Kaninchen ist die zurzeit gefährlichste Kaninchenkrankheit. Sie wird durch ein Virus hervorgerufen und verursacht Blutgerinnungsstörungen (hämorrhagisch = blutend, Blutungen auslösend), ist hochansteckend und kommt weltweit bei Zucht- und Wildkaninchen vor. Die Infektionskrankheit wurde 1984 erstmals in China beschrieben, weshalb sie auch als Chinaseuche bezeichnet wird. Besonders gefährdet sind Jungtiere und nicht geimpfte erwachsene Kaninchen.
Vielen Hundebesitzer:innen wird diese umgangssprachlich auch als Vorhautentzündung bezeichnete Erkrankung bekannt sein. Besonders bei jungen, unkastrierten Rüden ist der immer wiederkehrende, gelblich-grüne, tropfende Ausfluss sehr häufig zu beobachten.
Vieles geht leichter im Team – das gilt für Mensch und Tier. Es gibt Hunde, die Menschen dabei unterstützen mit Einschränkungen zu leben. Diese Hunde sind nicht nur besondere Tiere, sondern sie sind auch besonders geschult.
Diese Viruserkrankung wird wegen ihrer hohen Ansteckungsgefahr auch Hundeseuche genannt. Sie ist eine weltweit verbreitete, akut verlaufende Infektionskrankheit. Welpen im Alter zwischen zwei und 16 Wochen, ungeimpfte und alte Hunde sind besonders gefährdet. Unbehandelt endet die Erkrankung meistens tödlich. Eine Impfung bietet jedoch einen guten Schutz.
Zahnstein und Plaque sind auch beim Hund weit verbreitet. Diese gelblichen, rauen Beläge treten insbesondere an Eck- und Schneidezähnen auf und können zu schweren Zahnfleischentzündungen führen. Dabei sind vor allem ältere Hunde, kleine Hunderassen und Hunde mit Zahnfehlstellungen gefährdet, da bei ihnen die Selbstreinigung des Gebisses gestört ist.
Wahrscheinlich hat jeder schon mal Sprüche wie diese gehört: Für Katzen sind Herrchen und Frauchen doch nur „Dosenöffner“! Eine Katze ist eben kein Hund, der nur darauf wartet, seinem Herrchen zu dienen… Doch auch Katzen können Regeln lernen.
Tetanus ist eine meist tödlich verlaufende, anzeigepflichtige Infektionskrankheit, die durch das Toxin (=Giftstoff) des Bakteriums Clostridium tetani hervorgerufen wird. Die auch als Wundstarrkrampf bezeichnete Erkrankung ist schon seit dem Altertum bekannt und weltweit verbreitet. Sowohl Menschen als auch Pferde gelten dem Giftstoff gegenüber als besonders empfänglich. Hunde hingegen weisen eine nur geringe Empfindlichkeit auf und müssen daher auch nicht geimpft werden.
Mancher liebt es, wenn sein Pony in aller Pracht erstrahlt und auch noch hier und da glitzert. Es wird gestriegelt und gesprüht, die Mähne geflochten und kaum ein Haar liegt falsch. Doch die Fell- und Hufpflege ist nicht nur unter optischen Gesichtspunkten ein Thema. Regelmäßiges Bürsten bedeutet viel mehr.
Eine Stomatitis ist eine Entzündung der Mundschleimhaut. Sie kann sich primär (=eigenständig) oder sekundär als Folge anderer zu Grunde liegender Erkrankungen entwickeln und nur einen begrenzten Bereich oder den gesamten Mundraum betreffen. Besonders häufig kommt sie bei kleinen Hunden und solchen mit Zahnfehlstellungen vor.
Pferdeohren gibt es in verschiedenen Größen, je nach Rasse und Genetik. Meist fühlen sie sich flauschig weich an – aber nicht jedes Pferd lässt sich gerne seine Frühwarnsysteme anfassen. Wenn du als Pferdehalter deinem Liebling die flauschigen Ohren kraulen darfst, ist das tatsächlich schon ein ordentlicher Vertrauensbeweis deines Pferdes. Das Pferdeohr ist eben etwas ganz Besonderes.
Reiten ist ein wundervolles Hobby. Vor allem mit dem eigenen Pferd! Wenn Mensch und Tier ein festes Team sind, entwickelt man eine ganz andere Verbindung, als wenn du dich im Reitschulbetrieb von einem Pferd zum nächsten „hangelst“. Doch wie kann das Glück mit dem festen Pferdepartner funktionieren, wenn man sich finanziell kein eigenes Pferd leisten kann? Oder wenn du die nötige Zeit für das Pferd nicht allein aufbringen kannst? Eine Reitbeteiligung könnte dann die beste Entscheidung für dich und dein Pferd sein.