Ein Fohlen zieht ein

Ein Fohlen bei sich aufzunehmen und damit den ganz langen Weg zum Glück auf dem Rücken eines Pferdes zu wählen, ist ein richtiges Abenteuer! Es ist die Chance, eine Verbindung zu knüpfen, die über Jahre hinweg reifen kann und ein Fohlen zum Pferd heranwachsen zu sehen. Doch dafür ist auch Engagement von dir gefragt.

INHALT
Der gemeinsame Start Tipps und Tricks – darauf solltest du achten
Der gemeinsame Start

Ganz egal, für welche Sparte der Reiterei das Fohlen einmal als Großpferd geeignet sein sollte, ein Fohlen braucht Zuwendung und eine gute Haltung, damit es bestmöglich aufwachsen kann.

Für den Tag, an dem das Fohlen in sein neues Zuhause ziehen darf, muss alles gut vorbereitet sein. Manchmal ist der Trennungsschmerz von der Mama groß, in den ersten Tagen kann es auch zu vermehrter Unruhe bei deinem neuen Liebling kommen. Fohlen sollten in der Herde gehalten werden und unbedingt ganz viel Auslauf haben. Am besten verbringen sie täglich 24 Stunden mit der Nase im Wind. In einer festen Herde gewöhnt sich dein Fohlen recht gut ein und wird auch seinen Platz in der Rangordnung finden.

Ein guter Aufzuchtstall, zu dem du regelmäßig fahren kannst, um dein Fohlen auch auf dich zu prägen, ist hierfür ein optimaler Platz. Vielleicht findest du aber auch in einem kleineren Privatstall einen Gefährten für das Fohlen und es zieht dort ein. Es ist gut für die Aufzucht, gerade auch, wenn es ins Alter der ein- bis zweijährigen Jungtiere geht, einen gleichgeschlechtlichen Partner an der Seite zu haben.

Manchmal ist es sinnvoll, das Fohlen mit entsprechenden Ergänzungsfuttermitteln beim Heranwachsen zu unterstützen. Frage ruhig bei deinem Tierarzt nach geeigneten Präparaten und lasse dir am besten auch gleich einen Plan zur angemessenen Entwurmung und zu den nötigen Impfungen geben.

Schaffe schon von klein auf eine stabile Basis für ein möglichst langes und gesundes Pferdeleben.

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Tipps und Tricks – darauf solltest du achten

Genügend Auslauf, gutes Futter und soziale Kontakte zu Artgenossen sind das A und O. Doch es gibt noch eine Menge anderer wichtiger Punkte, die du für dein Fohlen bedenken solltest.

So prägend dein Tierarzt in seinem Kontakt zu deinem Fohlen ist, so wichtig ist es, auch mit einem feinfühligen Hufschmied zu arbeiten. Die ersten Begegnungen mit der menschlichen Welt und was alles so vom kleinen Pferd verlangt wird, brauchen viel Einfühlungsvermögen für einen auch zukünftig angstfreien Kontakt zwischen Pferd und Menschen.

Hier noch einige Aspekte, die kontrolliert und gegebenenfalls angepasst werden sollten:

  • Kontrolliere dein Fohlen regelmäßig auf Verletzungen und den allgemeinen Gesundheitszustand
  • Kontrolle der Hufstellung – denn jetzt können Stellungsfehler noch gut korrigiert werden
  • Steht genug Heu zur Verfügung?
  • Wie ausreichend ist das Weidegras? Muss zugefüttert werden?
  • Ist genug Wasser vorhanden und gibt es Schattenplätze in der Weidezeit?
  • Sind Giftpflanzen auf der Weide?
  • Nimm Ratschläge von Fachleuten wie deinem Tierarzt an
  • Versuche dein Fohlen oder Jungpferd daran zu gewöhnen, ein Halfter zu tragen und daran geführt zu werden
  • Trainiere auch das Hufe-Geben und das Putzen
  • Sei geduldig und bestrafe dein Fohlen nicht aus der eigenen Ungeduld heraus
  • Schaffe Vertrauen – das wird euch eine schöne gemeinsame Zeit bescheren