Die Leptospirose ist eine weltweit verbreitete, ansteckende Infektionskrankheit des Hundes die auch auf den Menschen übertragbar ist, weswegen man auch von einer Zoonose spricht. Diese durch Bakterien hervorgerufen Erkrankung wurde 1852 zuallererst beim Hund entdeckt. Fast ein halbes Jahrhundert später wurde sie auf einer Hundeausstellung in Stuttgart beobachtet, weshalb sie anfänglich auch den Namen Stuttgarter Hundeseuche trug. In Deutschland gehört die Leptospirose zu den meldepflichtigen Tierkrankheiten.
Die Erreger der Leptospirose, die Leptospiren, unterteilen sich in ungefähr 20 Arten und bis zu 250 Serotypen (=Variationen der Bakterien), die sich jeweils an unterschiedliche Tierarten angepasst haben. Wegen der fast flächendeckenden Schutzimpfung gegen die klassischen Erreger des Hundes in den letzten Jahren werden nun zunehmend neuere Stämme nachgewiesen.
Als Erregerreservoir gelten neben Hunden vor allem auch Ratten und Mäuse. Die Ausscheidung beginnt sieben Tage nach Infektion und kann bis zu vier Jahre andauern. Sogenannte Dauerausscheider oder akut erkrankte Tiere geben die Bakterien mit dem Urin ab. Die Übertragung erfolgt über Haut- oder Schleimhautkontakt mit kontaminiertem Wasser. Stehende Gewässer und Pfützen stellen dabei eine besondere Gefahr dar, wenn Hunde daraus trinken oder darin baden. Im Spätsommer und im Herbst kommt es zu einer Häufung von Krankheitsfällen. Eine direkte Übertragung durch Beißereien oder den Deckakt ist ebenfalls möglich.
Ohne eine sofortige lokale Reaktion auszulösen, dringen die Leptospiren durch Schleimhäute oder Hautläsionen in den Organismus ein, vermehren sich dort und gelangen daraufhin in den Blutkreislauf. Über das Blut erreichen sie die Leber, die Nieren, die Milz, das zentrale Nervensystem, die Augen und die Geschlechtsorgane und führen dort zu einer Freisetzung von Giftstoffen und den damit verbundenen schweren Organschäden.
Nach einer Inkubationszeit von vier bis zwölf Tagen treten die ersten Symptome auf. Je nach Alter und Immunstatus des Hundes, Schweregrad, Serotyp und Verlaufsform zeigen sich unterschiedliche Krankheitsanzeichen. Zuerst kommt es meist zu Schwäche, Fressunlust, Erbrechen und Fieber. Im weiteren Verlauf können die Tiere Durchfall, Gelbsucht, Blutungen, Mandelentzündungen, Benommenheit, Wassereinlagerungen und mangelnden Urinabsatz zeigen. Eher selten kommen Lähmungserscheinungen, zentralnervöse Störungen, Atemnot, Sehstörungen oder Kreislaufversagen vor.
Schwere, akute Verläufe können infolge von Gerinnungsstörungen und starken inneren Blutungen durch Gefäßschädigungen innerhalb von 48 bis 72 Stunden tödlich enden.
Chronische Formen der Leptospirose entstehen, wenn durch Überleben einer schweren Verlaufsform Organschäden zurückbleiben oder sich Leptospiren in die Nieren oder die Leber zurückziehen und dort nicht mehr durch die körpereigenen Antikörper erreicht werden können. Chronische Leber- und Nierenentzündungen sind die Folge.
Aufgrund der anfänglich noch sehr unspezifischen klinischen Symptome und auch nicht unbedingt charakteristischen Blutbefunde ist die Diagnosestellung für den Tierarzt nicht immer einfach. Erhärtet sich der Verdacht der Leptospirose, können zur weiteren Diagnosesicherung indirekte oder direkte Erregernachweise durchgeführt werden.
In den meisten Laboren können heutzutage Antikörpernachweise für verschiedene Serotypen durchgeführt werden. Allerdings lassen sich Antikörper frühestens eine Woche nach Krankheitsbeginn im Blut feststellen, so dass bei akutem Erkrankungsverlauf vor Erhalt eins verwertbaren Untersuchungsergebnisses mit der Therapie begonnen werden muss. Außerdem muss beachtet werden, dass bei geimpften Hunden auch Impfantikörper im Blut nachzuweisen sind, wodurch die Ergebnisse nicht immer leicht zu interpretieren sind.
Die Heilungsaussichten hängen stark vom Verlauf der Erkrankung und von der jeweiligen Organbesiedlung ab. Sind die Nieren betroffen, kann es auch bei chronischen Verläufen im Endstadium durch Nierenversagen zum Tod kommen. Akute und sehr schwere Verlaufsformen haben eine ungünstige Prognose.
Da die Bekämpfung der Leptospirose-Reservoirwirte Maus und Ratte so gut wie unmöglich ist und es sich um eine Zoonose handelt, wird die regelmäßige Impfung dringend empfohlen. Auch Hunde, die eine Leptospirose überstanden haben, sollten geimpft werden, da die körpereigene Abwehr keinen langanhaltenden und Serotyp-übergreifenden Schutz bietet. Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (=StiKo Vet), ein Gremium aus tiermedizinischen Experten, empfiehlt die Impfung gegen Leptospirose als „Core-Komponente“, was bedeutet, dass jeder Hund zu jeder Zeit gegen diese Krankheit geschützt sein sollte. Es wird grundsätzlich die Verwendung der neueren Leptospirose-Impfstoffe gegen drei oder vier verschiedenen Leptospirenstämme geraten. Während der Grundimmunisierung sollte der Impfstoff nicht gewechselt werden, da sich die Impfstoffe sehr betreffend der Leptospirenstämme und ihrer Anzahl unterscheiden. Es werden zwei aufeinanderfolgende Impfungen im Alter von acht und zwölf Wochen und eine weitere im Alter von 15 Monaten als vollständige Grundimmunisierung empfohlen. Danach sind jährliche Auffrischungsimpfungen notwendig. Über petsXL kann dir deine Tierarztpraxis einen individuellen Impfplan für deinen Hund schicken und du bekommst automatisch Benachrichtigungen, wenn wieder du wieder einen Termin vereinbaren solltest.
Sie können sehr empfindlich sein und sogar bocken. Rossige Stuten können die Reitfreude schmälern. Doch nicht alle zeigen die typischen Anzeichen und bei der einen oder anderen Stute muss beim Wunsch nach Trächtigkeit sogar etwas nachgeholfen werden.
Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine sehr gefährliche, bakterielle Infektion, die vorrangig junge Kaninchen, Hamster, Ratten oder Mäuse betrifft und häufig durch einen perakuten Verlauf gekennzeichnet ist, der in den meisten Fällen mit dem Tod des Tieres endet. Auch andere Säugetiere können sich mit dieser Krankheit infizieren.
Vögel wie Wellensittiche, Beos oder Papageien können nicht nur sprechen lernen, sie sind auch fähig, kleine Aufgaben zu lösen. Mit ausreichend Geduld und ein paar Kniffen zur Dressur können Mensch und Vogel gemeinsam sehr viel Spaß haben. Und das Ergebnis kann sich oft auch sehen lassen!
Der Lippengrind, medizinisch als Cheylitis bezeichnet, beschreibt ein bei Hausmeerschweinchen häufig vorkommendes nässendes Ekzem der Haut im Bereich der Lippen und Mundwinkel des Tieres, das im fortgeschrittenen Stadium auch auf Mund, Nase und das gesamte Gesicht übergreifen kann.
Es gibt verschiedenste Situationen, in denen dein Hund in Not geraten kann. Aber handelt es sich tatsächlich um einen Notfall? Und wie handelst du nun richtig? Hier findest du nützliche Informationen zur Einschätzung der Situation deines Hundes. Wichtig ist zunächst, dass du Ruhe bewahrst und einen klaren Kopf behältst.
Sicher hast du auch schon von davon gehört und wenn du jetzt ein Pferd mit langem, gelocktem Fell, unregelmäßigen Fettpolstern, Schwäche und eventuell sogar noch einer Hufrehe siehst, denkst du sofort: Das ist bestimmt ein Cushing! Ganz so einfach ist es aber nicht, denn Cushing hat ganz unterschiedliche Erscheinungsbilder und die Diagnose sollte nicht vorschnell gestellt werden.
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Ein Thema, über das viele Pferdebesitzer nicht so gerne nachdenken, ist, dass Pferde hin und wieder transportiert werden müssen. Dabei ist es wichtig, darauf vorbereitet zu sein und das Verladen und Transportieren unseres Pferdes tatsächlich vorab zu üben. Denn wenn es plötzlich heißt „das Pferd muss auf den Pferdeanhänger“, kann sich so manches Tier widerspenstiger anstellen als gedacht. Verladen und Transport bedeutet ein gewisses Maß an Stress für unsere Pferde. Selbst die Profis unter diesen Pferden, die so manches Wochenende zum Turnier reisen, werden eine gewisse Anspannung zeigen. Aber der Transport ist Übungssache, je mehr wir es zur Routine werden lassen, umso einfacher wird es für das Pferd. Um ein Pferd von A nach B zu bringen, müssen für eine gute Reise selbstverständlich Zugfahrzeug und Pferdeanhänger kompatibel und die technischen Bedingungen erfüllt sein. Sehr wichtig ist auch, dass der Equidenpass des Pferdes mitgeführt wird.
Das Hundebaby ist eingezogen und die Freude darüber sehr groß! Eine aufregende Zeit, in der dein neues Familienmitglied eine Menge zu entdecken und zu lernen hat. Natürlich bist auch du als Hunde-Neubesitzer gefordert, für einen guten Start in eine glückliche, gemeinsame Zukunft zu sorgen. Eine der wichtigsten Aufgaben: dein Hund soll schnellstmöglich stubenrein werden.
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