Viele Reiter:innen packt es irgendwann: Das Turnierfieber - die Lust, zum Wettbewerb anzutreten und sich mit anderen Gleichgesinnten zu messen. So einfach drauflos geht es allerdings nicht. Im Turniersport musst du ein paar Voraussetzungen erfüllen, bevor ihr euch als Reiter:in-Pferd-Team ins Abenteuer stürzen dürft. Je nach Sparte der Reiterei oder des Fahrens gibt es diverse Vorschriften und Regeln, die es zu beachten gilt. Im Folgenden findest du die wichtigsten Informationen für die klassische englische Reitweise.
In Deutschland ist die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) der Dachverband aller Züchter:innen, Reiter:innen, Fahrer:innen und Voltigierer:innen. Die FN gibt die Regelwerke heraus, in welchen alle Vorschriften zum Turnierreiten genau formuliert sind. Diese werden an die Verbände und Vereine weitergeben. Du kannst dich jedoch bei Fragen auch direkt an die FN wenden.
Über das online Portal der FN, das FN Nennung Online, verwaltest du deine Turnierlizenz und dein(e) Pferd(e). Über dieses System schickst du auch deine Turniernennungen ab. Bei FN Nennung Online musst du dich einmalig registrieren.
Zuerst gilt es, zu erfahren, wo Turniere für dich und dein Pferd stattfinden. Für welche Prüfungen seid ihr startberechtigt? Sämtliche Details zu jeder Prüfung werden in den Turnierausschreibungen veröffentlicht. Diese wiederum findest du in den Zeitschriften beziehungsweise Apps der Landesverbände sowie über FN Nennung Online.
Grundlegend gibt es zwei Prüfungsarten: Wettbewerbe (WB) und Leistungsprüfungen (LP). Die Hürden für einen Start in einem Wettbewerb sind relativ gering. Die wichtigsten Punkte, wie beispielsweise das Alter der startberechtigten Reiter:innen sind in der Turnierausschreibung genannt.
Für einen Start in einer Leistungsprüfung, brauchen Reiter:innen und Pferde verschiedene Formalien, die ihre Startberechtigung dokumentieren. Dein Pferd muss bei der FN als Turnierpferd eingetragen sein. Schicke dazu den Pferdepass mit dem entsprechenden Formular an die FN. Pferdename, die Chip- und Lebensnummer sowie Besitzer:in werden dort hinterlegt. Da dies ein paar Wochen in Anspruch nehmen kann, solltest du dich frühzeitig darum kümmern. Zusätzlich musst du dein Pferd für jedes Jahr als Turnierpferd fortschreiben.
Als Reiter:in oder Fahrer:in benötigst du eine Jahresturnierlizenz und musst Mitglied in einem Reitverein sein. Deine Lizenz beantragst du ebenfalls bei der FN. Auch diese musst du dann jedes Jahr verlängern. Du wirst damit für jede Sparte (Dressur, Springen, Vielseitigkeit und Fahren) jeweils in eine Leistungsklasse eingestuft. Die Leistungsklasse ist abhängig von deinen abgelegten Reitabzeichen, in höheren Klassen von deinen Turniererfolgen. Für den Start in Leistungsklasse 7 kannst du dir für ein Jahr kostenfrei eine Schnupperlizenz beantragen. Dies ist ohne Reitabzeichen möglich. Sie berechtigt jedoch nur zum Start in der Klasse E und bei Wettbewerben.
In Deutschland schreibt die FN vor, dass eingetragene Turnierpferde halbjährlich gegen Influenza geimpft sind. Alle Impfungen müssen ordnungsgemäß im Equidenpass dokumentiert sein. Den Equidenpass hast du bei jedem Turnier sowie bei allen Fahrten mit deinem Pferd mitzuführen. Auch im regionalen oder ländlichen Turniersport sind die Veranstalter verpflichtet, stichprobenartig Kontrollen der Equidenpässe durchzuführen. Um auf internationalen FEI (Internationale Reiterliche Vereinigung) Turnieren starten zu dürfen, müssen die ebenfalls halbjährlich vorgeschriebenen Influenza-Impfungen seit dem 03.02.2025 von bei der FEI registrierten Tierärzt:innen durchgeführt und über die FEI HorseApp eingetragen werden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Thema Doping, denn auch hierzu werden auf Turnieren Kontrollen durchgeführt. Verantwortlich ist immer der/die Reiter:in/Fahrer:in/Voltigierer:in oder Besitzer:in des Pferdes. Diese(r) hat selbst sicher zu stellen, dass das startende Pferd zum Zeitpunkt der Prüfung frei von verbotenen Substanzen ist. Listen der verbotenen Substanzen und Methoden sowie die Karenzzeiten werden durch die FN veröffentlicht.
Als Turnier-Anfänger:in ist es sinnvoll, sich Unterstützung von einem alten Turnierhasen zu holen, der sich im Dschungel der Vorschriften schon auskennt.
Es gibt natürlich auch eine Kleiderordnung für Turniere. Wie sollte es anders sein, auch sie ist in den Statuten der FN zu finden. Grundsätzlich trägt ein Turnierreiter eine weiße Reithose, Reitstiefel, ein Sakko und einen Schutzhelm. Bei Geländeprüfungen ist zusätzlich das Tragen einer Schutzweste Level 3 vorgeschrieben. Diese Grundausstattung gibt es mittlerweile in den verschiedensten Ausführungen. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei, ob klassisch, modisch frech oder mit funkelnden Glitzersteinchen.
Ähnlich wie die Kleiderordnung für Reiter gibt es ein Regelwerk für das Pferde-Equipment. Hierbei spielt es eine Rolle, in welcher Klasse du startest und was die Ausschreibung der Prüfung genau besagt. Es gibt pauschal Regeln zur Gertenlänge, Sporenart und Zäumungen. Zum Thema Gebiss gibt es je nach Klasse und Sparte deutliche Unterschiede dessen, was erlaubt ist oder nicht. Der Beinschutz deines Pferdes, welche Größe eine Werbeaufschrift auf deiner Satteldecke haben darf - alles was gestattet ist und was du besser lassen solltest findest du in den Richtlinien der FN. Hauptziel dieser Vorgaben ist es, möglichst gleiche Bedingungen für alle Reiter:innen-Pferde-Paare zu schaffen.
In diesem Sinne: Viel Erfolg!
Botulismus ist eine schwerwiegende neurologische Erkrankung, die durch die Aufnahme des Botulinum-Toxins (= Giftstoff) aus verunreinigtem Futter entsteht. Schon kleinste Mengen dieses Toxins können beim Pferd zu hochgradigen Vergiftungen mit Todesfolge führen.
Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine deformierende Erkrankung der Wirbelsäule. Dabei kommt es vor allem bei großen Hunden, zu spornschnabel- oder brückenförmigen knöchernen Zubildungen an der Unterseite, der Seite oder selten auch der Oberseite des Wirbelkörpers.
Das Thema Entwurmung wird unter Pferdebesitzern immer wieder diskutiert. Für alle, die sich fragen, ob es überhaupt nötig ist, sein Pferd zu entwurmen, lautet die Antwort ja. Wer im Rahmen einer Kolik-OP schon einmal sehen konnte, wie Unmengen von Würmen Teile des Dünn- oder Dickdarms komplett verschließen können, der stellt sich diese Frage nicht mehr. Wurmbefall kann ohne Behandlung zur lebensgefährlichen Bedrohung für Pferde werden. Anfänglich kann ein auffallend häufiges Scheuern der Schweifrübe ein Indiz hierfür sein. Im weiteren Verlauf können innere Organe geschädigt werden und es kann zu Koliken kommen. Das Pferd magert trotz ausreichender Fütterung ab. Die Parasiten schwächen das Pferd mehr und mehr. Regelmäßige Entwurmungen sind notwendig, damit der Befall auf ein für den Organismus des Pferdes erträgliches Maß zurückgedrängt wird. Eine völlige Wurmfreiheit ist kaum zu erzielen, da es durch die Umwelt immer wieder zu neuen Infektionen kommt. Beim Entwurmen unterscheidet man zwei Methoden, die strategische und die selektive Entwurmung. Auf alternative Entwurmungsmethoden solltest du verzichten.
Die Endoskopie ist ein bildgebendes, minimalinvasives Verfahren, bei dem mit Hilfe eines Endoskops Körperhöhlen und Hohlorgane eingesehen und untersucht werden können. Endoskope sind entweder starr oder flexibel und haben an ihrer Vorderseite eine Lichtquelle sowie eine Kamera, die das Bild direkt an einen Bildschirm überträgt.
Unter bildgebender Diagnostik werden alle Verfahren von Diagnostikgeräten verstanden, die ein zwei- oder sogar dreidimensionales Bild des Körperinneren erzeugen. Mit ihrer Hilfe können unter anderem krankheitsbedingte Veränderungen festgestellt werden.
Die Luftsäcke des Pferdes sind Teil der oberen Atemwege. Sie entwickeln sich im Fohlenalter als eine beidseitige Schleimhaut-Ausstülpung der Ohrtrompete (= Verbindung des Mittelohres mit dem Nasen-Rachen-Raum), die jeweils ungefähr 300 ml fasst. Luftsäcke kommen ausschließlich bei Pferdeartigen und einigen anderen Unpaarhufern vor und stellen damit eine Besonderheit dar. Bezüglich der Funktion des Luftsackes existieren verschiedene Theorien. Am wahrscheinlichsten ist, dass die Luftsäcke der Kühlung des Gehirns dienen. Zwischen dem Rachenraum des Pferds und den Luftsäcken besteht eine Verbindung, weshalb sich Infektionen der oberen Atemwege auch auf den Luftsack ausbreiten können. Im Nachfolgenden sollen die wichtigsten Krankheiten der Luftsäcke beschrieben werden.
Zwischen Kindern und Hunden kann sich eine ganz besondere Freundschaft entwickeln. Wichtig ist es jedoch für Eltern und Hundehalter, einige grundlegende Regeln zu beachten. Und auch das ist zu bedenken: Manche Hund-Kind-Paare sind einfach nicht für einander geschaffen, das gilt es verantwortungsvoll wahrzunehmen. Die Basis für die Partnerschaft mit einem Hund ist immer der respekt- und liebevolle Umgang – und eine Erziehung mit klaren Regeln in der Mensch-Hunde-Kommunikation.
Ein Pferd steht mit hängendem Kopf und hohem Fieber in seiner Box. Weitere Pferde aus dem Stall zeigen ähnliche Symptome. Die behandelnden Tierärzte vermuten eine Virusinfektion und schicken Blutproben ins Labor. Wird jetzt eine Herpesvirusinfektion nachgewiesen bedeutet das meist eine Schreckensmeldung für viele Pferdehalter und -züchter. Um die Ausbreitung dieser hoch ansteckenden Infektion einzudämmen, müssen ganze Ställe gesperrt und Turniere abgesagt werden, so dass der wirtschaftliche Schaden schnell immens werden kann. Doch wie infizieren sich die Tiere so plötzlich?
Pferdebesitzer kennen die Phlegmone wahrscheinlich eher unter dem umgangssprachlichen Begriff Einschuss. Es handelt sich dabei um eine eitrige Entzündung des Bindegewebes und der Lymphgefäße der Unterhaut, die vorrangig an den Gliedmaßen auftritt und zu massiven Schwellungen und Schmerzen führen kann.
Hast du auch schon als Kind davon geträumt, mit deinem Pferd am Strand entlang zu galoppieren? Tagesausritte durch die Heide, vielleicht sogar ein fordernder Wochenkurs bei einem renommierten Trainer – welch ein wunderbarer Urlaub mit unserem vierbeinigen Freund. Zumal es nicht immer so leicht ist, eine geeignete Urlaubsvertretung für das Pferd zu finden, die deinen Liebling in deiner Abwesenheit so versorgt, wie du es dir vorstellst. Warum also nicht den treuen Partner mit in den Urlaub nehmen und den Traum vom Pferdeurlaub verwirklichen? Damit das Abenteuer möglichst reibungslos abläuft, solltest du entsprechende Vorbereitungen treffen.
Kaninchen sind sehr intelligente Tiere und durchaus in der Lage, Anweisungen zu befolgen oder kleine Übungen auszuführen. Falls es nicht klappt, liegt das meist an der fehlenden Geduld oder unzureichendem Wissen auf Seiten der Menschen. Also: Nur Mut! Mit liebevoller Ausdauer gelingt es sicher. Einige Tipps für ein erfolgreiches Training findest du hier.
Immer öfter tauschen sich Hundebesitzer über Möglichkeiten der Fütterung aus. So wird auch das Barfen, früher skeptisch beäugt, immer häufiger ausprobiert.