Die UV-Strahlung hat in Mitteleuropa in den letzten Jahrzehnten unerwartet stark zugenommen. Dies ist vor allem auf den Klimawandel und eine veränderte Bewölkung zurückzuführen. Sonnenbrand ist ein ernst zu nehmendes Thema – nicht nur bei uns Menschen. Denn UV-Strahlung verursacht auch bei Tieren Schäden in der Haut.
Sind Tiere mit geringer Pigmentierung von Fell und Haut der Sonne ausgesetzt, besteht die Gefahr von Sonnenbrand. Bei Hunden und Freigänger-Katzen kommt er beispielsweise an weißen Ohrmuschelrändern und der Nase vor. Viele Tiere genießen es auch, auf dem Rücken zu liegen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Weil das Fell am Bauch aber nicht so dicht ist, wie am Rücken, kann so schnell ein Sonnenbrand entstehen. Nacktkatzen oder -hunde sind durch den gänzlich fehlenden Schutz des Fells am ganzen Körper betroffen (siehe Artikel Qualzuchten).
Auch bei Pferden kann beim Weidegang oder längerem Aufenthalt im Freien an sonnigen Tagen ein teils starker Sonnenbrand entstehen. Betroffen sind vor allem Bereiche im Gesicht, die hell pigmentiert und wenig behaart sind, wie insbesondere weiße Haut um die Nüstern und Augen.
Intensive UV-Strahlung, genauer gesagt die energiereichen UV-B-Strahlen führen zu einer Dermatitis (=Hautentzündung) solaris, dem sogenannten Sonnenbrand. Dieser geht wie beim Menschen mit Rötung und Krustenbildung sowie teilweise mit Brandblasen einher. Er gleicht einer Verbrennung.
Außerdem entstehen durch die UV-B-Strahlen Mutationen in den Hautzellen, die zur Entstehung von Haut-Tumoren (siehe entsprechender Artikel) führen können. Frühzeitiges Altern der Haut mit Verdünnung und pergamentartiger Struktur kommt bei Tieren zwar selten, aber ebenfalls vor.
Bei Wildpferden existieren auch helle Fellfarben und weiße Abzeichen. Obwohl sie vorwiegend in Steppengebieten leben, sind sie unempfindlich gegenüber der Sonneneinstrahlung. Es gibt Untersuchungen dazu, dass die Fütterung von Weizen sowie Luzerne eine Photosensibilisierung (=Überempfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Licht) hervorruft und damit Sonnenschäden begünstigt. Da viele Fertigfuttermittel mit Weizen oder Weizenprodukten sowie mit Luzerne versetzt sind, besteht möglicherweise ein Zusammenhang mit der Photosensibilisierung unserer Hauspferde. Auch Kräuterpflanzen, wie beispielsweise das auf Weiden und Heuwiesen vorkommende Johanniskraut, sind für ihre photosensibilisierende Wirkung bekannt.
Einen leichten Sonnenbrand kannst du zur Beruhigung der Haut mit After-Sun-Lotionen für sensitive Haut oder mit Ringelblumensalbe versorgen. Nutze bei stärkeren Sonnenschäden Aloe-Vera-Gel oder Quark. Beides kühlt, entzieht dem Sonnenbrand damit die Hitze und verhindert so weitere, tiefere Schäden der Haut. Verbringe dein Tier auch an einen schattigen, kühlen Ort. Um den Flüssigkeitsverlust der Haut auszugleichen, ist es wichtig, deinem Tier ausreichend Wasser anzubieten. Der betroffene Hautbereich sollte bis zur Abheilung des Sonnenbrandes nicht der Sonne ausgesetzt werden.
Bei hochgradigen Verbrennungen mit Fieber, die insbesondere bei hellhäutigen Fohlen oder Jungpferden vorkommen können, ist gegebenenfalls ein Flüssigkeitsausgleich per Infusion oder in schweren Fällen eine Intensivbetreuung in der Klinik notwendig.
Trage auf die gefährdeten, wenig pigmentierten und wenig behaarten Körperbereiche deines Tieres bei sonnigem Wetter vor jedem Aufenthalt im Freien Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor auf. Hierfür gibt es mittlerweile spezielle Produkte für Tiere.
Den Kopf deines Pferdes kannst du auch mit einer bis über die Nüstern reichenden Fliegenmaske mit UV-Schutz vor Sonnenbrand schützen. Oder stelle dein Pferd an sonnigen Tagen nur in den Nachtstunden auf die Wiese beziehungsweise den Paddock. Überprüfe außerdem die Fütterung hinsichtlich Weizen, Luzerne und Kräutern wie Johanniskraut und stelle gegebenenfalls das Futter um.
Im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon brauchen deine Haustiere einen Sonnenschutz wie einen Schirm oder ein Sonnensegel. Die besten Schattenspender im Garten sind dichte Bäume und Büsche. Ist deine Katze von Sonnenbrand betroffen, ermögliche ihr im Sommer gegebenenfalls nur nachts Freigang. Für sehr kurz behaarte oder im Sommer geschorene Hunde gibt es spezielle Sunblocker-Hunde-T-Shirts. Gehe mit deinem Hund bei stärkerer Sonneneinstrahlung lieber im schattigen Wald spazieren. Das ist bei Hitze ohnehin angenehmer – für deinen Hund wie für dich.
Diabetes insipidus ist eine hormonelle Erkrankung, bei der die Nieren übermäßig viel Wasser ausscheiden. Dadurch werden große Mengen an sehr wässrigem Urin produziert, oft mehrere Liter täglich. Der Wasserverlust führt zu großem Durst, so dass betroffene Tiere extrem viel trinken.
Bei der Pyelonephritis (=Nierenbeckenentzündung) handelt es sich um eine bakterielle Entzündung des Nierenbeckens mit Beteiligung des Nierengewebes. Sie entsteht in der Regel durch Bakterien, die über den Harntrakt bis in die Niere aufsteigen. Deshalb wird sie meist von einer Entzündung des Harnleiters und der Harnblase begleitet. In seltenen Fällen gelangen Erreger über die Lymphe oder das Blut in die Nieren und führen so zu einer sogenannten Ausscheidungsnephritis.
Ein ektopischer Ureter ist eine angeborene Fehlbildung, bei der der Ureter (=Harnleiter) nicht korrekt in die Harnblase mündet, sondern an einer anderen Stelle, wie dem Blasenhals, der Harnröhre, der Vagina oder der Gebärmutter. Betroffene Hunde können den Urinabsatz nicht willentlich kontrollieren und tröpfeln kontinuierlich.
Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung. Dabei treten unkontrollierte elektrische Impulse in den Herzvorhöfen auf. Die Vorhöfe ziehen sich nicht mehr rhythmisch zusammen, die Herzfrequenz steigt und es kommt zum sogenannten Flimmern.
Die dilatative Kardiomyopathie (DCM) ist eine der häufigsten Herzerkrankungen des Hundes. Dabei kommt es zu einer Dilatation (=Erweiterung) der linken oder beider Herzkammern in Verbindung mit einer verminderten Kontraktionskraft der Herzmuskulatur.
Zoonosen sind Infektionskrankheiten, die auf natürlichem Weg vom Tier auf den Menschen übertragen werden können. Sie stellen ein Gesundheitsrisiko insbesondere für Kinder, ältere und immungeschwächte Menschen dar. Zoonosen können jedoch nicht nur vom Tier auf den Menschen übertragen werden, sondern auch umgekehrt, von Menschen auf Tiere.
Die Infektion mit Angiostrongylus vasorum wurde erstmals im 19. Jahrhundert in Südfrankreich beschrieben, woher der Name „Französischer Herzwurm“ stammt. Er tritt häufig beim Fuchs, seltener beim Hund auf und wird über gefressene Schnecken übertragen. In Deutschland ist der Französische Herzwurm erst in letzter Zeit vermehrt in den Fokus gerückt, da die Folgen einer Infektion gravierend sein können.