Du spürst einen Knubbel in der Haut deines Tieres und fragst dich, was das sein könnte? Es gibt verschiedene Haut-Tumore, jedoch auch viele nicht-tumoröse Ursachen für Knoten in der Haut.
Haut-Tumore betreffen unterschiedliche Schichten beziehungsweise Zellen in der Haut:
Es kommen auch Mischformen vor, wie beispielsweise das Equine Sarkoid, welches das Epithel und Mesenchym betrifft.
Basalzellen sind Reservezellen, die abgestorbene Epithelzellen ersetzen. Aus diesen können Basalzelltumore, die gutartigen Basaliome beziehungsweise die selten vorkommenden, bösartigen Basalzellkarzinome entstehen. Basalzelltumore kommen häufiger bei der Katze als beim Hund und gar nicht beim Pferd vor. Sie treten vorwiegend am Kopf und Hals auf.
Basaliome sind kleine, feste, haarlose, meist nur einzeln vorkommende, gut verschiebliche Knoten in der Haut. Sie wachsen langsam über mehrere Jahre. Bei Hunden bilden sich daraus häufig offene Geschwüre. Die Therapie der Wahl ist die chirurgische Entfernung. Ist das nicht möglich, sind diese auch gut mit einer Strahlentherapie (siehe entsprechender Artikel) behandelbar.
Das basosquamöse Karzinom ist ein geringgradig bösartiger Tumor, der gehäuft bei Scotch Terriern, Englischen Springer und Cocker Spaniels vorkommt. Er tritt meist an Kopf, Hals oder den Hintergliedmaßen auf. Es kommt häufig zu Haarverlust und Geschwürbildung. Der Tumor wächst innerhalb der Haut, Metastasen (=durch Absiedlung von Krebszellen entstandene Tochtergeschwülste) sind jedoch äußerst selten. Nach chirurgischer Entfernung ist die Prognose gut.
Das bei der Katze auftretende, bösartige Basalzellkarzinom neigt zur Ausbreitung in tiefere Gewebe. Es kommen gelegentlich Lymphknoten- und Organmetastasen vor. Die Therapie besteht, wenn möglich, aus einer chirurgischen Entfernung sowie Strahlen- und Chemotherapie. Beim Hund kommt das Basalzellkarzinom nur vereinzelt vor.
Tumore des Fettgewebes entstehen aus den Lipozyten (=Fettgewebszellen). Sie kommen vor allem in der Unterhaut vor. Weniger oft werden sie im Fettgewebe des Brust- oder Bauchraums und im Muskelfett gefunden. Man unterscheidet die gutartigen Lipome von den bösartigen Liposarkomen.
Lipome sind die häufigsten Hauttumore bei Hunden. Sie kommen auch bei Pferden oft vor, bei Katzen sind sie selten. Lipome können einzeln, aber auch zu mehreren auftreten. Man findet sie meist am Rumpf bis hin zum Ansatz der Gliedmaßen. Lipome wachsen weder infiltrativ (=in die umliegenden Gewebe), noch bilden sie Metastasen. Sie müssen deshalb nur entfernt, wenn sie sehr groß sind, die Bewegung einschränken oder beispielsweise beim Pferd ungünstig in der Sattellage liegen.
Eine Sonderform ist das infiltrative Lipom. Dieses wächst teilweise stark in das umliegende Gewebe ein. Beim Hund tritt es häufiger bei Rüden größerer Rassen, insbesondere beim Labrador Retriever auf. Man findet sie bevorzugt am Oberschenkel oder im Achselbereich. Infiltrative Lipome sollten aufgrund ihres zerstörerischen Wachstums in andere Gewebe chirurgisch entfernt werden. Nicht selten kommt es jedoch zu Rezidiven (=Rückfälle).
Beim Pferd sind Lipome im Darmbereich häufig gestielt und dadurch etwas beweglich. Diese pendelnden Lipome bergen die Gefahr, sich um den Darm zu wickeln. Dadurch kann ein lebensbedrohlicher Darmverschluss mit starker Kolik entstehen. Werden diese Lipome frühzeitig entdeckt, sollten sie deshalb chirurgisch entfernt werden.
Intermuskuläre (=zwischen Muskeln liegende) Lipome kommen beim Hund und dort am häufigsten im Oberschenkel oder Achselbereich vor. Auch diese erfordern mit zunehmender Größe eine chirurgische Entfernung, da sie dann die Bewegung stark einschränken können.
Liposarkome sind bösartige Tumore des Fettgewebes und sehr selten. Es handelt sich in der Regel um einzelne Tumore, die vor allem in der Unterhaut am Bauch, der Brust, in der Achselhöhle oder an der Schulter vorkommen. Liposarkome wachsen infiltrativ. Metastasen bilden sie selten. Die Therapie besteht deshalb in einer möglichst großflächigen chirurgischen Entfernung. Es kommen auch hier Rezidive vor.
Tumore des Bindegewebes entstehen aus den Fibrozyten (=ruhende, vernetzte Bindegewebszellen). Sie können fast überall im Körper vorkommen, wo Bindegewebe existiert, also auch in den Organen, der Mundschleimhaut und sogar den Knochen. Man unterscheidet die gutartigen Fibrome von den bösartigen Fibrosarkomen.
Fibrome sind sehr selten auftretende gutartige Tumore der Bindegewebszellen. Sie finden sich bevorzugt in der Haut an Kopf, Hals und den Gliedmaßen, beim Pferd auch um den Augapfel. Fibrome kommen vor allem bei älteren Tieren vor. Die Therapie besteht in der chirurgischen Entfernung.
Das Fibrosarkom ist ein bei Hunden häufig auftretender, stark infiltrativ wachsender und dadurch bösartiger Tumor. Er bildet jedoch nicht so häufig Metastasen. Fibrosarkome können überall im Weichteilgewebe des Körpers entstehen. Man findet sie vor allem am Kopf, insbesondere an den Ohrmuscheln, am Hals sowie an den Zehen. Des Weiteren treten sie in der Maulhöhle auf. Die Therapie besteht in einer frühestmöglichen und weitreichenden chirurgischen Entfernung. Die Rezidivrate ist jedoch hoch.
Bei Katzen kommen Injektions- oder Vakzine (=Impfungs)-assoziierte Fibrosarkome häufig vor. Selten sind sie bei Hunden und Pferden. Sie wachsen stark infiltrativ und bilden Metastasen in Lymphknoten, Lunge und andere Organe. Als Auslöser wird die Entzündungsreaktion angenommen, die durch eine Injektion von Impfstoffen oder Medikamenten, insbesondere länger wirkender Depot-Medikamente, entsteht. Die Therapie der Wahl ist eine möglichst weiträumige chirurgische Entfernung. Des Weiteren kommen Strahlentherapie und Chemotherapie infrage.
Bei jungen Katzen kommen, jedoch sehr selten, FeSV (Felines Sarkomvirus)-assoziierte Fibrosarkome vor. Die betroffenen Katzen sind alle FeLV (=Felines Leukämievirus, siehe entsprechender Artikel)-positiv, da das FeSV das FeLV als Helfer-Virus für seine Vermehrung benötigt. FeLV-assoziierte Fibrosarkome treten in der Regel zu mehreren auf und entwickeln sich häufig zu offenen Geschwüren. Sie wachsen sehr schnell und metastasieren häufig, insbesondere in die Lunge und das Bauchfell. Eine Therapie ist aufgrund der schlechten Prognose nicht zu empfehlen.
Mastzellen gehören zu den Leukozyten (=weiße Blutkörperchen). Sie sind „gemästet“ mit Granula (=Speicherkörnchen). Diese enthalten verschiedene Entzündungsmediatoren (=Substanzen, welche eine Entzündungsreaktion einleiten beziehungsweise aufrechterhalten), wie Histamin, Heparin und Enzyme. Über verschiedene Prozesse werden diese ausgeschüttet. Mastzellen erfüllen damit eine Funktion bei Immun- und Entzündungsreaktionen sowie bei Allergien.
Mastzelltumore gehören beim Hund zu den häufigsten Haut-Tumoren. Sie kommen bei folgenden Rassen häufiger vor: Boxer, Boston Terrier, Englische Bulldogge, Mops, Dackel, Shar-Pei, Rhodesian Ridgeback, Weimaraner, Berner Sennenhund, Labrador und Golden Retriever. Mastzelltumore sind grundsätzlich bösartig, werden jedoch in 2 Tumorgrade eingeteilt: low-grade (=niedriger Tumorgrad, weniger bösartig) und high-grade (=hoher Tumorgrad, bösartiger). Low-grade Mastzelltumore können sich jedoch im Laufe der Zeit zu high-grade Mastzelltumoren entwickeln. Insbesondere high-grade Mastzelltumore bilden zu einem Großteil Metastasen.
Das Erscheinungsbild von Mastzelltumoren ist so vielfältig, dass prinzipiell jede Umfangsvermehrung in der Haut ein Mastzelltumor sein könnte. Sie kommen bevorzugt an den Hintergliedmaßen, am Rumpf, Kopf, Damm (=Bereich zwischen After und Geschlechtsteilen) und äußeren Geschlechtsteilen vor. Mastzelltumore zeichnen sich durch ein unberechenbares Wachstumsverhalten aus: Sie können lange Zeit klein bleiben, wachsen konstant oder plötzlich sehr schnell.
Durch Palpation (=befühlen) eines Mastzelltumors kann es zur Granula-Ausschüttung und dadurch entstehender Hautrötung und Quaddelbildung kommen. Auch systemisch (=den ganzen Körper betreffend) können eine erhöhte Blutungsneigung, starker Juckreiz, teils schwere allergische Reaktionen sowie Geschwüre in Magen und Dünndarm entstehen.
Die Therapie der Wahl für Mastzelltumore ist die chirurgische Entfernung mit einem ausreichenden Sicherheitsrand, möglichst inklusive des dazugehörigen Lymphknotens. Ist dies nicht möglich, wird eine Strahlentherapie durchgeführt. Liegen schon viele Metastasen vor, kommt eine Chemotherapie in Betracht. Bei nicht weit fortgeschrittenen low-grade Mastzelltumoren ist die Prognose gut, bei fortgeschrittenen high-grade Mastzelltumoren jedoch in der Regel schlecht. Die Lebenserwartung liegt dann trotz Therapie bei nur wenigen Monaten.
Mastzelltumore gehören auch bei der Katze zu den häufigsten Haut-Tumoren. Häufiger betroffen sind Siamkatzen und andere Rassekatzen wie beispielsweise Burma, Russisch Blau und Ragdoll. Mastzelltumore treten insbesondere an den Ohren sowie um die Augen auf. Dabei können sie entweder solitär (=einzeln) oder multipel (=zu mehreren) auftreten. Es gibt auch eine multiple, viszerale (=in den Organen) Form.
Kutane (=die Haut betreffende) Mastzelltumore verhalten sich bei der Katze in der Regel weniger aggressiv und infiltrativ als beim Hund. Es sind entweder derbe, gut umschriebene, häufig haarlose Knoten oder flächige, gerötete Umfangsvermehrungen, die häufig offene Geschwüre bilden. Haut-Knoten können sich jedoch zu der viszeralen Form entwickeln.
Auch bei der Katze wird die low-grade von der high-grade Form unterschieden und es kommen Juckreiz, Rötung sowie Geschwürbildung in Magen und Dünndarm vor. Die Therapie der Wahl ist wie beim Hund die chirurgische Entfernung. Viszerale Mastzelltumore haben eingeschränkte Behandlungsoptionen und eine schlechtere Prognose.
Mastzelltumore kommen beim Pferd selten vor. Vermehrt betroffen sind junge bis mittelalte, männliche Pferde. Die genaue Entstehung ist beim Pferd noch unbekannt. Es wird diskutiert, ob es sich um ein tumoröses, entzündliches oder immunologisches (=das Abwehrsystem betreffendes) Geschehen handelt.
Die in der Regel einzeln vorkommenden, festen Knoten wachsen langsam und kommen am häufigsten am Kopf und an den Gliedmaßen vor. An den Gliedmaßen liegen sie oft in der Nähe von Gelenken. Die Therapie der Wahl ist die chirurgische Entfernung mit dann guter Prognose.
Ein Knoten in der Haut kann auch verschiedene nicht-tumoröse Ursachen haben. Dies können unter anderem sein:
Zur Abklärung eines Knotens in der Haut ist eine eingehende tierärztliche Untersuchung notwendig. Über petsXL kannst du direkt einen Termin vereinbaren.
Egal ob aufgrund des Alters oder aus medizinischen Gründen: An bestimmten Punkten im Leben deiner Katze ist eine Futterumstellung notwendig. Wenn du die Katzennahrung ändern willst, gibt es allerdings einige Regeln, die du beachten sollten, damit die Umstellung für dein Tier so angenehm wie möglich verläuft. Du solltest deine Katze zum Beispiel schrittweise an neue Nahrung heranführen, um mögliche Verdauungsbeschwerden zu vermeiden. Befolge unsere einfache, auf sieben Tage ausgelegte Anleitung, damit die Umstellung deiner Katze auf eine neue Ernährung sicher und behutsam abläuft.
Die Strahlentherapie wird zur Behandlung von Tumorerkrankungen eingesetzt. Eine zielgenaue Verabreichung einer Strahlendosis tötet die Zellen im Bestrahlungsbereich ab. Dabei soll das umliegende Gewebe so gut wie möglich geschont werden. Zur Linderung von Schmerzen bei Arthrose hat sich die Bestrahlung ebenfalls bewährt.
Bei Tieren gibt es wie beim Menschen eine Vielzahl von Tumorerkrankungen. Dabei kann fast jedes Gewebe im Körper betroffen sein. Doch wie und warum entstehen Tumore? Und ist ein Tumor gleich Krebs?
Ein Defekt im MDR1-Gen wird mittlerweile innerhalb vieler Hunde- und Katzen-Rassen vererbt. Betroffene Tiere reagieren sehr empfindlich auf bestimmte Arzneimittel. Dies kann zu schweren Vergiftungen bis hin zu Todesfällen führen. Ein Gentest ist bei bestimmten Rassen dringend empfohlen.
Taube oder schwerhörige Tiere haben zwar Einschränkungen, können aber ein genauso glückliches Leben führen wie hörende. Die Ursachen einer Höreinschränkung sind sehr unterschiedlich. Aber wie findest du heraus, ob dein Tier wirklich taub ist? Und was kannst du tun, um ihm das höreingeschränkte Leben leichter zu machen?
Euthanasie wird im Deutschen auch als Einschläfern bezeichnet. Bei Tieren ist diese Sterbehilfe unter bestimmten, tierschutzrechtlich geregelten Umständen erlaubt. Wenn ein Leiden nicht mehr zu lindern ist, kann das schmerzlose Einschläfern eine Erlösung für dein Tier sein. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen und wie läuft eine Euthanasie ab?
Dein Tier verhält sich plötzlich anders. Doch sind das wirklich Alterserscheinungen? Auch bei Tieren gibt es Gehirntumore, bei Hunden häufiger als bei Katzen. Je nachdem wie groß der Tumor ist und wo er genau sitzt, führt er zum Ausfall verschiedenster Körperfunktionen.