Diese auch als Hammelschwanz oder “Cold Tail” bezeichnete sehr schmerzhafte Erkrankung ist zwar schon länger bekannt, jedoch weitestgehend unerforscht. Sie kommt vor allem in den Sommermonaten vor und zeichnet sich durch eine charakteristische Haltung der Rute aus.
Über die genauen Ursachen der Erkrankung gibt es bisher nur Vermutungen. Häufig wird die Wasserrute mit vorherigen starken Belastungen, wie Hundesport und Jagden oder dem Schwimmen in sehr kalten oder auch sehr warmen Gewässern in Verbindung gebracht. Es wird angenommen, dass die Symptome durch eine Minderdurchblutung der Rutenmuskulatur mit nachfolgenden Muskelschäden entstehen. Ursache dafür können Stauchungen oder Entzündungen der Schwanzwirbelgelenke sein.
Prädisponiert sind Hunde, mit denen intensiv gearbeitet wird. Am häufigsten sind daher Sport- und Jagdhunderassen wie der Setter, Pointer, Retriever oder Beagle betroffen. Rüden erkranken häufiger als Hündinnen.
Das auffälligste Symptom ist die typische Schwanzhaltung betroffener Hunde. Die Rute wird am Ansatz horizontal vom Körper weggestreckt, während der Rest der Rute schlaff herunterhängt. Der Rutenansatz ist häufig schmerzhaft geschwollen, so dass sich die Hunde zur Schonung der Rute nur noch im sogenannten „Welpensitz“ mit zur Seite gekipptem Becken hinsetzen. Aufgrund der starken Schmerzen beginnen einige Hunde die schmerzhafte Region zu belecken oder zu beknabbern. Teilweise zeigen sie aggressives Verhalten.
Solltest du eines oder mehrere der oben genannten Anzeichen bei deinem Hund bemerken, stelle ihn umgehend bei deinem/deiner Tierärzt:in vor.
Gerade bei diesem Krankheitsbild ist dein ausführlicher Vorbericht von besonderer Bedeutung, da er deinem/deiner Tierärzt:in bereits erste wichtige Hinweise, insbesondere in Hinblick auf den Auslöser der Erkrankung liefert. Diese Informationen in Verbindung mit den Befunden, die dein/e Tierärzt:in während der allgemeinen klinischen Untersuchung erhebt, ermöglichen meist schon eine erste Verdachtsdiagnose.
Um diese zu bestätigen, müssen alle anderen Ursachen für eine schmerzhaft veränderte Schwanzhaltung ausgeschlossen werden. Das können unter anderem Bandscheibenvorfälle, Analbeutelentzündungen, Prostataprobleme (siehe entsprechende Artikel) oder jegliche Art von Verletzungen sein. In weiterhin unklaren Fällen kann eine zusätzliche Blutuntersuchung weiterhelfen. Im Fall einer Wasserrute finden sich häufig erhöhte Muskelenzyme.
Aufgrund der starken Schmerzen und vermuteten entzündlichen Reaktion wird die Erkrankung in erster Linie mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Medikamenten behandelt. Begleitend zur medikamentösen Therapie ist es besonders wichtig, dass dein Hund geschont wird und sich ausreichend ausruhen kann. Zusätzlich können Wärmebehandlungen, Massagen und Physiotherapie zur Unterstützung des Heilungsverlaufs beitragen.
Bei rechtzeitiger Behandlung besteht eine gute Prognose. In der Regel erholen sich Hunde, die an einer Wasserrute leiden, vollständig. Nur in seltenen Fällen kann eine leicht veränderte Rutenhaltung zurückbleiben.
Die beste Vorsorge vor der Erkrankung ist eine regelmäßige, aber nicht zu starke Belastung deines Hundes mit genügend Erholungsphasen. Insbesondere Sport- oder Jagdhunde müssen ausreichend trainiert werden, um den hohen Belastungen während der Saison gewachsen zu sein. Nach Spaziergängen bei nass-kalter Witterung oder einem Bad im kalten Teich im Park oder im See solltest du deinen Hund gründlich abtrocknen und ihn an einem warmen Platz wieder aufwärmen.
Unter Narkolepsie versteht man eine krankhafte Schlafstörung, bei der Pferde zuerst scheinbar dösen, dann jedoch plötzlich einschlafen und zum Teil haltlos umstürzen. Die Schlafstörung ist in den meisten Fällen mit dem Verlust der Muskelspannung, der sogenannten Kataplexie vergesellschaftet.
Das Wobbler-Syndrom beschreibt einen Komplex von Symptomen, die durch Nervenschädigungen im Bereich der Halswirbelsäule entstehen. Der oft typische ataktische (=ungleichmäßige) Gang der betroffenen Hunde gab der Erkrankung ihren Namen, denn das englische Wort „to wobble“ bedeutet wackeln oder schwanken. Die Erkrankung tritt besonders oft beim Dobermann und der Deutschen Dogge auf, aber auch andere Hunde großer Rassen können betroffen sein. Männliche Hunde erkranken doppelt so häufig wie weibliche.
Die Beschälseuche oder Dourine ist eine weltweit verbreitete, anzeigepflichtige Pferdekrankheit, die durch den Deckakt übertragen wird. Sie ist hochansteckend, verbreitet sich dementsprechend sehr schnell und verläuft fast immer tödlich. Sie kommt hauptsächlich in Asien, Nord- und Südafrika vor. Dank entsprechender Bekämpfungsmaßnahmen gilt die Erkrankung in Mitteleuropa, Nordamerika und Australien inzwischen als ausgerottet.
Wie der Mensch oder der Hund kann auch das Pferd an einer Leistungsschwäche des Herzens leiden. Bei einer Herzinsuffienz (=Herzschwäche) kann das Herz nicht mehr genügend Blut durch den Körper pumpen. Dadurch kommt es zu einer Sauerstoffunterversorgung der Zellen und zu einem Blutrückstau im Körper- und Lungenkreislauf.
Die Giardiose ist eine Durchfallerkrankung bei Hunden und Katzen, die durch einzellige Dünndarmparasiten hervorgerufen wird. Es werden unterschiedliche Giardien-Typen unterschieden, von denen die meisten für den Menschen ungefährlich sind. Einige seltene Formen können jedoch auch auf den Menschen übertragen werden. Es handelt sich also um eine Zoonose (siehe entsprechender Artikel). Besonders gefährdet sind Kleinkinder und immungeschwächte Menschen, weswegen bei Giardiose strikte Hygienemaßnahmen oberstes Gebot sind.
Bei einem Melanom handelt es sich um einen Tumor, der aus den Pigmentzellen der Haut, den Melanozyten, hervorgeht. Der Tumor produziert Zellen, die Melanin, den dunklen Farbstoff der Haut, enthalten. Ist der Tumor gutartig, spricht man von einem Melanom, ist er bösartig, von einem Melanosarkom. In der Humanmedizin bezeichnet man Melanome als „schwarzen Hautkrebs“.
Ataxie stammt vom griechischen Wort "Ataxia" ab, was „Unordnung“ bedeutet. Der Begriff beschreibt eigentlich schon recht gut, um was es geht. Es handelt sich um eine Störung des normalen Bewegungsablaufes und der Körperhaltung des Pferdes, entstanden durch Schädigungen des zentralen Nervensystems. Eine Ataxie ist daher keine Lahmheit.
Für viele Pferdebesitzer ist das ein trauriger Moment. Die Diagnose “Unreitbar” beendet schlagartig den Traum weitere tolle Momente im Sattel mit deinem Pferd zu erleben. Doch auch wenn das Reiten an sich nicht mehr möglich ist, sollte das Pferd als Freund nicht weniger wert sein. Schließlich gibt es wunderbare Alternativen, um miteinander Zeit zu verbringen.
Für das Fluchttier Pferd ist das Auge ein wichtiges Sinnesorgan, welches jedoch auch sehr empfindlich auf innere und äußere Einflüsse reagiert. Bindehautentzündungen gehören zu den häufigsten Veränderungen am Auge des Pferdes. Sie können als eigenständige Erkrankung oder als Folge einer allgemeinen Erkrankung auftreten.
Unter einer Bronchitis versteht man eine Entzündung der Bronchien (=luftleitende Anteile der Lunge). Sie gehört zu den häufigsten Atemwegserkrankungen des Hundes.
Sicher hast du auch schon einmal davon gehört. Und wenn du jetzt ein Pferd mit langem, gelocktem Fell, unregelmäßigen Fettpolstern, Schwäche und eventuell sogar noch einer Hufrehe siehst, denkst du sofort: Das ist bestimmt ein Cushing! Ganz so einfach ist es aber nicht, denn Cushing hat ganz unterschiedliche Erscheinungsbilder. Die Diagnose sollte nicht vorschnell gestellt werden.
Zweimal im Jahr kann eine Katze Junge bekommen. Leider sind vor allem unkastrierte Streuner- und Freigängerkatzen zu oft trächtig, wodurch zu viele „ungewollte“ Katzen geboren werden. In manchen Gebieten werden aus diesem Grund die heimatlos scheinenden Katzen eingefangen und vom zuständigen Tierheim zum Tierarzt gebracht, der sie kastriert. Wenn die Geburt jedoch beabsichtigt war und in einem geschützten Rahmen verläuft, kann sie etwas sehr Schönes für Mensch und Mutterkatze sein.