Wenn der Hund zum Senior wird

Wir alle werden älter, so auch unsere vierbeinigen Lieblinge. Nur geht der Alterungsprozess eines Hundes schneller. Je nach Rasse und Vorgeschichte können sich beim Hund schon im Alter von etwa sechs Jahren erste Alterserscheinungen zeigen.

INHALT
Was verändert sich beim alternden Hund? Unterstützung für den Senior
Was verändert sich beim alternden Hund?

Früher ist dein Hund jedem Hasen nachgesprungen und konnte vom Spielen und Toben nicht genug bekommen. Er war stets bereit für eine Rauferei mit anderen jungen Wilden, um die Rangfolge im Park klarzustellen.

Der alternde Hund strahlt etwas anderes aus. Eine gewisse Erhabenheit, eine Ruhe aus sich selbst. Er muss sich und seinem Menschen nichts mehr beweisen und bleibt lieber an seinem Platz liegen, als die jungen Hunde zurecht zu stupsen. Das tut er nur im äußersten Notfall. Wir können fast sagen, der alte Hund erscheint ein bisschen weise. Außerdem versteht er sich mit seinem Menschen nahezu blind. Viele Jahre Gemeinsamkeit haben ein inniges, besonders Verhältnis geschaffen. Der Senior kennt die Regeln und weiß, wie er sich zu benehmen hat. Ja, bestimmte Erkrankungen, die dem Alter zuzuschreiben sind, können nun Probleme machen. Um dem soweit wie möglich vorzubeugen, ist es sinnvoll mit dem Hundesenioren regelmäßig Routine-Untersuchungen beim Tierarzt wahrzunehmen.

Hier eine Liste mit Erkrankungen, die auf eine Checkliste für den älteren Hund gehören:

  • Diabetes
  • Nierenerkrankungen
  • Herzprobleme
  • Zahnerkrankungen
  • Arthrose
  • Tumore
  • Inkontinenz
  • Neurologische Erkrankungen

Und das sind einige der Symptome, die auf ein Problem hindeuten können und über die du deshalb mit deinem Tierarzt sprechen sollten, sobald sie auftreten:

  • Steifheit, Lahmheit
  • Schwierigkeiten beim Treppensteigen
  • Lustlosigkeit
  • Mundgeruch
  • Starker Durst
  • Vermehrtes Wasserlassen
  • Fell- und Hautprobleme
  • Verwirrung, unbegründete Aggression
  • Starkes, grundloses Hecheln

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Unterstützung für den Senior

Du kannst dafür sorgen, dass dein Hund auch im höheren Lebensalter viel Lebensqualität hat. Folgende Aspekte solltest du dafür im Auge behalten:

  • Passe die Aktivitäten an die Energie deines Hundes an. Verlange nicht zu viel von ihm. Schaue, woran er noch Spaß hat und wie viel Aktivität ihm Freude bereitet.
  • Wahrscheinlich muss er jetzt öfter Wasser lassen, als das früher der Fall war. Plane deshalb häufigere kurze Gassi-Runden ein.
  • Beobachte das Verhalten deines Hundes: Reagiert er eigenartig auf Berührungen, verändert er sein Verhalten? Möglicherweise hat er Schmerzen. Bleibe aufmerksam und suche gegebenenfalls einen Tierarzt auf.
  • Du solltest das Futter auf den Bedarf eines Seniors umstellen. Lasse dich am besten in einem Fachgeschäft dazu beraten und suche explizit für Ihren Hund ein Senior-Futter aus, abgestimmt auf seine Rasse und Vorgeschichte. Oder befrage dazu deine Tierarztpraxis. Über petsXL kannst du direkt einen Termin vereinbaren.
  • Versuche deinen Hund vom Alltagsstress etwas fernzuhalten.
  • Wäge gut ab, was du deinem Hund zumuten kannst und willst: Anstrengende Ausflüge und stressige Unternehmungen solltest du ihm ersparen.
  • Gönne ihm zwischendurch einfach immer wieder einmal eine Runde Hunde-Wellness.
  • Ergänzungsfuttermittel können positive Effekte auf die kleinen Wehwehchen des Senior-Hundes haben. Frage dazu deinen Tierarzt.
  • Regelmäßige Routine-Untersuchungen beim Tierarzt sind ratsam, um mögliche Neuerkrankungen direkt zu erkennen und schnellstmöglich zu behandeln.

Dein Hund wird spüren, was du aus Liebe für ihn tust. Und ein gutes Mensch-Hund-Team meistert auch Herausforderungen des Alters gemeinsam.