Das Thema Entwurmung wird unter Pferdebesitzern immer wieder diskutiert. Für alle, die sich fragen, ob es überhaupt nötig ist, sein Pferd zu entwurmen, lautet die Antwort ja. Wer im Rahmen einer Kolik-OP schon einmal sehen konnte, wie Unmengen von Würmen Teile des Dünn- oder Dickdarms komplett verschließen können, der stellt sich diese Frage nicht mehr. Wurmbefall kann ohne Behandlung zur lebensgefährlichen Bedrohung für Pferde werden. Anfänglich kann ein auffallend häufiges Scheuern der Schweifrübe ein Indiz hierfür sein. Im weiteren Verlauf können innere Organe geschädigt werden und es kann zu Koliken kommen. Das Pferd magert trotz ausreichender Fütterung ab. Die Parasiten schwächen das Pferd mehr und mehr. Regelmäßige Entwurmungen sind notwendig, damit der Befall auf ein für den Organismus des Pferdes erträgliches Maß zurückgedrängt wird. Eine völlige Wurmfreiheit ist kaum zu erzielen, da es durch die Umwelt immer wieder zu neuen Infektionen kommt. Beim Entwurmen unterscheidet man zwei Methoden, die strategische und die selektive Entwurmung. Auf alternative Entwurmungsmethoden solltest du verzichten.
Bei der strategischen Entwurmung, die häufig in großen Ställen eingesetzt wird, werden alle Pferde regelmäßig mit dem gleichen Präparat zeitgleich behandelt. Das geschieht saisonal (während der Weidezeit von Frühjahr bis Herbst), insgesamt zwei- bis viermal pro Kalenderjahr. Um die verschiedenen Wurmarten gezielt zu bekämpfen und einer Resistenzentwicklung der Parasiten entgegenzuwirken werden saisonal unterschiedliche Wirkstoffgruppen eingesetzt.
Bei der selektiven Entwurmung wird immer nur dann eine Wurmkur verabreicht, wenn tatsächlich ein Parasitenbefall festgestellt wurde. Diese Art der Entwurmung ist weniger belastend für den Pferdekörper, da nur behandelt wird, wenn ein nachgewiesener Befall vorliegt. Ein weiterer Vorteil der selektiven Entwurmung gegenüber der strategischen ist der Aspekt, dass es zu einer reduzierten Resistenzentwicklung kommt.
Bei der selektiven Entwurmung werden alle zwei bis drei Monate drei Tage lang Kotproben des Pferdes genommen und über ein Labor oder deine Tierarztpraxis auf Parasiten und die entsprechenden Eier untersucht. Bei nachgewiesenem Wurmbefall wird das entsprechende, tierärztlich verordnete Präparat verabreicht. Um eine sofortige Wiederansteckung zu verhindern, müssen nun alle Boxen gut gemistet und die Koppeln abgeäppelt werden. Falls im Kot weder Parasiten noch deren Eier gefunden wurden, sollten nach zwei bis drei Monaten erneut Kotproben zur Untersuchung eingesandt werden, denn auch bei einer negativen Kotprobe kann ein Wurmbefall vorliegen, da die Eier nicht kontinuierlich ausgeschieden werden.
Ob strategisch, oder selektiv – in einem Stall mit mehreren Einstellern sowie gemeinsamer Paddock- und Weidenutzung müssen einfach alle mitmachen. Alle Maßnahmen sollten zeitgleich erfolgen. Auch die nachfolgende Stallhygiene muss sich durch alle Boxen und über alle Freiflächen ziehen, die von den Pferden genutzt werden. Denn die ganze Entwurmung nützt nichts, wenn ein Pferd nicht entwurmt wird und über den Kot die Parasiten ausscheidet, die das nächste Pferd auf der Weide wieder aufnimmt. Die Empfehlung zur Entwurmung ist, drei Tage besondere Nachsorge walten zu lassen und die Gruppenhaltung während dieser Zeit auszusetzen.
Die meisten Pferdebesitzer kennen inzwischen das Cushing Syndrom und dessen Symptome beim Pferd. Eine Erkrankung mit sehr ähnlicher Symptomatik ist das Equine Metabolische Syndrom (=EMS). Im frühen Stadium wird daher es oft mit dem Equinen Cushing Syndrom verwechselt. Doch was macht nun den Unterschied aus?
Die Toxoplasmose ist eine primär Katzen betreffende Infektionskrankheit, die jedoch auch auf den Menschen übertragen werden kann, weswegen sie als Zoonose bezeichnet wird. Der Mensch gilt hier als Zwischenwirt, wobei meist gar keine klinischen Symptome auftreten müssen. Wirklich gefährlich wird es erst, wenn schwangere Frauen erstmals mit Toxoplasmen in Kontakt kommen und sich das Ungeborene mit dem Erreger infiziert.
Wie bei uns Menschen kann sich auch das Lungengewebe des Hundes entzünden. Eine solche medizinisch als Pneumonie bezeichnete Lungenentzündung ist auch beim Hund eine ernstzunehmende Erkrankung, die unbehandelt zum Tod des Tieres führen kann.
Von einem Hitzschlag spricht man, wenn sich die Körperinnentemperatur auf über 41 Grad erhöht, wodurch es zu lebensgefährlichen körperlichen Schäden kommen kann. Unter einem Sonnenstich dagegen versteht man einen Wärmestau im Bereich der Hirnhäute, der durch intensive Sonneneinstrahlung auf den Kopf des Tieres entsteht und ebenfalls in schwerwiegenden Fällen zum Tod des Patienten führen kann. Die Körpertemperatur muss bei einem Sonnenstich nicht zwangsläufig erhöht sein.
Die Luftsäcke des Pferdes sind Teil der oberen Atemwege. Sie entwickeln sich im Fohlenalter als eine beidseitige Schleimhaut-Ausstülpung der Ohrtrompete (= Verbindung des Mittelohres mit dem Nasen-Rachen-Raum), die jeweils ungefähr 300 ml fasst. Luftsäcke kommen ausschließlich bei Pferdeartigen und einigen anderen Unpaarhufern vor und stellen damit eine Besonderheit dar. Bezüglich der Funktion des Luftsackes existieren verschiedene Theorien. Am wahrscheinlichsten ist, dass die Luftsäcke der Kühlung des Gehirns dienen. Zwischen dem Rachenraum des Pferds und den Luftsäcken besteht eine Verbindung, weshalb sich Infektionen der oberen Atemwege auch auf den Luftsack ausbreiten können. Im Nachfolgenden sollen die wichtigsten Krankheiten der Luftsäcke beschrieben werden.
Das Sticker-Sarkom ist ein infektiöser Tumor der äußeren Geschlechtsorgane von Rüde und Hündin. Er wird auch als Transmissibler Venerischer Tumor oder Venerische Sarkomatose bezeichnet. Die Krankheit kommt weltweit vor, ist jedoch vorrangig in tropischen und subtropischen Ländern (Mittelmeerraum, Afrika, Osteuropa, Südamerika) zu beobachten, in denen es eine große Population an streunenden Hunden gibt.
Der Megaösophagus (mega=groß; Ösophagus=Speiseröhre) beschreibt eine krankhafte Erweiterung der Speiseröhre. Diese ist im Falle eines Megaösophagus nicht wie üblich durch die Muskulatur zusammengezogen, sondern in Folge einer Lähmung der Muskulatur abnorm geweitet und mit Luft gefüllt.
Eine interessante Frage: Wo lebt es sich für einen Hund besser? In der Stadt oder auf dem Land? Für beides gibt es gute Argumente.
Ein Pferd als Partner zu haben, ist etwas ganz Besonderes. Es gibt die verschiedensten Arten des Pferdesports. So kann jeder das finden, was ihn erfüllt und was Mensch und Pferd Spaß bereitet. Im Folgenden haben wir einige der bekanntesten Sparten und Begriffe für dich aufgelistet.
Viele Reiter:innen packt es irgendwann: Das Turnierfieber - die Lust, zum Wettbewerb anzutreten und sich mit anderen Gleichgesinnten zu messen. So einfach drauflos geht es allerdings nicht. Im Turniersport musst du ein paar Voraussetzungen erfüllen, bevor ihr euch als Reiter:in-Pferd-Team ins Abenteuer stürzen dürft. Je nach Sparte der Reiterei oder des Fahrens gibt es diverse Vorschriften und Regeln, die es zu beachten gilt. Im Folgenden findest du die wichtigsten Informationen für die klassische englische Reitweise.
Die Frage nach dem passenden Pferd treibt sicher einige Suchende um. Es ist schwer auf Anhieb zu sagen, ob du als Käufer eine innige Verbindung zu einem Pferd, das du Probe geritten bist, aufbauen wirst. Freundschaft und Liebe wachsen über die Zeit. Doch sich im Vorfeld ein paar Gedanken zu machen hilft bestimmt, damit du am Ende hoffentlich dein perfektes Pferd findest.
Diese auch als Morbus Addison bezeichnete Erkrankung der Nebennieren wurde 1855 erstmals vom Namensgeber Thomas Addison (Chefarzt eines Londoner Krankenhauses) beim Menschen beschrieben. Es kommt dabei zur sogenannten Nebennierenrindeninsuffizienz (= NNR) oder Hypoadrenokortizismus, dem teilweisen oder totalen Ausfall der Hormonproduktion der Nebennierenrinde. Sie kommt beim Hund deutlich seltener vor als die Nebennierenüberfunktion (= Morbus Cushing), kann jedoch zu lebensbedrohlichen Symptomen führen. Betroffen sind vorrangig mittelalte Hündinnen großer Rassen.