Die Anaplasmose ist eine bakterielle Erkrankung, die durch heimische Zecken übertragen wird. Sie kommt vor allem bei Hunden, aber auch bei Pferden, Katzen, Schafen, Ziegen, Rindern und dem Menschen vor. Die Infektion führt akut zu teils hohem Fieber. Nicht erkannt und behandelt, treten immer wieder Erkrankungsschübe mit Lahmheiten und neurologischen Störungen auf.
Die Erkrankung wird hauptsächlich durch zwei Arten von Anaplasmen verursacht:
Anaplasma phagocytophilum wird vom Gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus) übertragen. Dieser ist in ganz Europa heimisch. Er überträgt auch die Babesiose/Piroplasmose, Borreliose und Ehrlichiose (siehe entsprechende Artikel). Anaplasma phagocytophilum befällt die Granulozyten (=weiße Blutkörperchen).
Anaplasma platys hingegen wird durch die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) übertragen. Diese kommt in Südeuropa vor, wurde jedoch auch schon in Deutschland nachgewiesen. Anaplasma platys befällt Thrombozyten (=Blutplättchen).
Nachdem die Zecke 24 Stunden gesaugt hat, werden die Anaplasmen übertragen.
Nach einer Inkubationszeit von fünf bis 20 Tagen beginnt die akute Phase. Diese dauert zwei bis vier Wochen. Es treten teils hohes Fieber, Apathie (=Teilnahmslosigkeit), Magen-Darm-Störungen, Nasen- oder Zahnfleischbluten, Petechien (=punktförmige Einblutungen), Lahmheiten und Gelenk-Entzündungen auf. Darauf folgt eine Phase, in der die Tiere klinisch unauffällig sind. Diese kann viele Jahre andauern. Tiere mit einem guten Immunsystem bekämpfen in diesem Zeitraum die Anaplasmen. Gelingt dies nicht, folgt die chronische Phase, die meistens in Schüben verläuft. Es treten immer wieder Fieber, wechselnde Lahmheiten und neurologische Störungen wie Anfälle, Gleichgewichts- und Bewegungsstörungen auf. Wiederkehrende Blutungen können zu einer Anämie (=Blutarmut) führen.
Nach einer allgemeinen Untersuchung führt deine Tierarztpraxis beim Vorbericht von Zeckenstichen Blutuntersuchungen durch, um eine Anaplasmose nachzuweisen. Aufgrund derselben orthopädischen Beschwerden besteht Verwechslungsgefahr mit der Borreliose. Durch die gleiche Überträger-Zecke können sogar beide Infektionen gleichzeitig auftreten.
Da es sich um eine bakterielle Infektion handelt, kann sie durch eine antibiotische Therapie gut behandelt werden. Diese muss ausreichend lang, in der Regel über zwei bis vier Wochen erfolgen. Besteht gleichzeitig eine Borreliose, wird diese hiermit gleich mit behandelt. In einigen Fällen sind mehrere Behandlungsintervalle notwendig, um die vollständige Erregerfreiheit zu erreichen. Je nach Schwere der Erkrankung sind weitere Behandlungsmaßnahmen wie Bluttransfusionen zur Stabilisierung der Anämie, Infusionen zur Aufrechterhaltung der Nierenfunktion und Gabe von Medikamenten gegen die Blutungsneigung notwendig. Das genaue Vorgehen für dein Tier bespricht deine Tierarztpraxis mit dir.
Die Prognose ist bei korrekter und ausreichend langer Behandlung in der Regel gut. Wird die Anaplasmose erst spät erkannt und behandelt, treten in einigen Fällen bleibende Beschwerden auf. Dauerhaft geschädigte Gelenke können chronische Schmerzen verursachen. Schäden von Leber, Niere oder Lunge können zu einer eingeschränkten Organfunktion, im schlimmsten Fall zum Organversagen führen.
Suche dein Tier regelmäßig nach Zecken ab und entferne diese so schnell wie möglich. So reduzierst du das Risiko einer Übertragung von Anaplasmose und weiteren Erkrankungen. Damit es gar nicht erst zum Zeckenstich kommt, ist bei Hunden und Katzen eine ganzjährige Zecken-Prophylaxe anzuraten. Es stehen verschiedene zeckenabweisende und -abtötende Medikamente zur Verfügung. Du kannst dafür beispielsweise Halsbänder oder Spot-ons (=Medikament, das in den Nacken geträufelt wird) nutzen. Verwende niemals ein Produkt für Hunde bei einer Katze und auch nicht umgekehrt. Bei Katzen kann dies tödlich ausgehen. Bei einigen Hunderassen gibt es außerdem Unverträglichkeiten. Besprich unbedingt mit deiner Tierarztpraxis, welches Präparat für dein Tier geeignet ist.
Um die Zecke korrekt und vollständig zu entfernen, verwende immer eine Zeckenzange oder Zeckenkarte. Greife damit die Zecke so nah wie möglich an der Haut deines Tieres. Ziehe die Zecke langsam heraus, ohne sie zu drehen oder zu quetschen. Wird die Zecke gequetscht oder gerät durch zu lange Manipulation in Stress, gibt sie vermehrt Speichel und damit Erreger ab. Bleiben beim Entfernen Mundwerkzeuge oder der Kopf der Zecke stecken, kann dies zu Entzündungen oder allergischen Reaktionen führen.
Desinfiziere danach die Einstichstelle sowie deine Hände gründlich. Entsorge die Zecke, indem du sie verbrennst oder in Küchenpapier wickelst und zerdrückst. Alternativ kannst du sie auch einfach zwischen zwei Klebestreifen fixieren. Entsorge sie danach über den Hausmüll. Wenn du wissen möchtest, ob die Zecke mit Anaplasmen oder anderen Erreger befallen ist, sende sie lebend in einem gut verschlossenen Kunststoffbeutel per Post an ein Spezial-Labor.
Beobachte dein Tier in den nächsten Wochen auf Anzeichen wie Fieber, Müdigkeit oder Lahmheiten. Suche bei Verdacht auf eine Infektion umgehend deine Tierarztpraxis auf.
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