Die Katze gut gefüttert – darauf kommt es an

Katzen sind keine Hunde, die für ihr Futter alles tun würden. Sie fressen auch nicht alles, was ihnen hingestellt wird, denn Katzen sind Gourmets – die meisten zumindest.

INHALT
Wie du deine Katze richtig fütterst Welches Futter darf es sein?
Wie du deine Katze richtig fütterst

Katzen sind Individualisten und stehen nicht auf Einheitsbrei. In Sachen Ernährung geht es aber nicht nur darum, das Tier zum Fressen zu animieren und glücklich zu machen, die richtige Fütterung ist auch wichtig für die Gesunderhaltung.

Beginnen wir mit einer Liste von Fütterungsfehlern, die du vermeiden solltest – und Empfehlungen für eine gute Katzenernährung.

  • Füttere keine Reste vom Tisch. Manche unserer Lebensmittel können für Stubentiger sogar giftig sein.
  • Achtung bei rohem Fleisch – es könnte Krankheitserreger enthalten, die Katzen schaden.
  • Gib kein Hundefutter. Eine Katze hat einen höheren Eiweiß- und Fettbedarf als ein Hund. Wird sie langfristig mit Hundefutter ernährt, kann das zu einer Unterversorgung führen.
  • Nicht zu viele Leckerlis reichen. Mal ein Snack, das ist kein Problem. Aber wenn es zu häufig geschieht, muss der Energiewert der Leckerlis unbedingt mit dem des Hauptfutters verrechnet werden.
  • Trenne Wasser- und Fressnapf, denn Katzen mögen es reinlich. Du kannst sogar verschiedene Plätze für Wasser und Futter anbieten.
  • Nicht zu heiß und nicht zu kalt – das Futter der Katze sollte gut temperiert sein. Extreme in die eine oder andere Richtung können den Magen belasten.
  • Katzenklo und Futterplatz bitte weit voneinander entfernt halten. Katzen sind hier sehr sensibel.
  • Feste Futterzeiten verhelfen nicht nur dir als Tierhalter:in zu einem geregelten Ablauf, auch die Katze kann ihre innere Uhr darauf ausrichten. Außerdem kann ein stets gefüllter Futternapf ganz schnell einen Langeweilefresser heranziehen, was dann rasch zu Gewichtsproblemen führt.
  • Bei einer Mehrkatzenhaltung achte bitte darauf, dass jeder deiner Lieblinge einen ruhigen, sauberen Fressplatz für sich allein hat. Zur Not müssen unterschiedliche Räume als Abgrenzung dienen.
  • Ausreichend zu trinken ist wichtig für deine Katze – achte darauf, dass dein Tier nicht austrocknet. Es gibt die Möglichkeit, den Stubentiger über einen Zimmerbrunnen sogar spielerisch zum Trinken zu animieren.
  • Biete auch immer wieder etwas Katzengras an, das mögen viele Samtpfoten.

petsXL Minka mit Futternapf
Welches Futter darf es sein?

Mit einem guten Fertigfutter für Katzen – trocken oder nass – bist du auf dem richtigen Weg. Du kannst dich in einem Fachgeschäft beraten lassen, doch grundsätzlich kannst du davon ausgehen, dass Nährstoffe, Eiweiß und Fettgehalt auf Stubentiger's Bedürfnisse abgestimmt sind. Die Frage wird wahrscheinlich dann nur noch sein, welche Sorten deiner Katze am besten schmecken.

Falls du vor allem Trockenfutter gibst, achte bitte besonders darauf, dass stets frisches Wasser bereitsteht, denn deine Katze braucht dann mehr davon als bei einer Ernährung mit Nassfutter, das schon Feuchtigkeit enthält.

Du kannst auch beide Futterarten kombinieren. Am besten ist es sogar, deine Katze von klein auf daran zu gewöhnen, dass das Futter auch mal variieren kann. Eine ältere Katze sollte zur Schonung des Magen-Darm-Traktes dann besser keine häufigen Futterwechsel mehr erleben.

Es gibt spezielle Sorten, die abgestimmt sind auf junge Katzen, auf ältere und auf Katzen, die einen erhöhten oder speziellen Nährstoffbedarf haben, etwa durch Krankheit.

Falls du lieber selbst kochen möchtest, ist das zwar einiges an Arbeit, du weißt dann aber auch ganz genau, was im Napf ist. Du solltest dich dazu über die nötigen Inhaltsstoffe in der Katzennahrung genauer informieren und am besten eine Rationsberechnung durchführen lassen. Dies kann über eine tierärztliche Ernährungsberatung (siehe entsprechender Artikel) geschehen.

Was wichtig ist: Egal, für welche Katzenfütterung du dich entscheidest, achte darauf, dass es nicht zu einer „Futterprägung“ kommt und deine Katze plötzlich nichts anderes außer einer bestimmten Sorte zu sich nehmen mag. Sei außerdem wachsam, falls sich nach der Fütterung eines bestimmten Produkts Anzeichen einer Allergie bemerkbar machen. Diese Symptome können darauf hinweisen:

  • Jucken, besonders im Kopfbereich
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Hautentzündungen oder andere Hautprobleme
  • Ödeme um die Augen herum
  • Fellverlust

Es gibt sogar Katzennahrung für spezifische Bedürfnisse oder Erkrankungen, die nur über die Tierarztpraxis zu erwerben ist. Gängige in Tierarztpraxen erhältliche Spezialfutter gibt es für Katzen mit:

  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Lebererkrankungen
  • Nierenerkrankungen
  • Harnsteinen
  • Herzerkrankungen
  • Erkrankungen des Bewegungsapparats
  • Diabetes
  • Allergien
  • Übergewicht
  • für Haut & Fell
  • zum Zahnschutz
  • bei Streß / in emotional belastenden Situationen
  • für Welpen, ausgewachsene Katzen sowie Senioren
  • für kastrierte Katzen

Wenn du zur Ernährung gern noch einen Expertenrat hättest, wende dich an deine Tierarztpraxis. Diese berät dich sicher gerne. Über petsXL kannst du direkt einen Termin für eine individuelle Ernährungsberatung vereinbaren.