EOTRH, oder genauer "Equine Odontoclastic Tooth Resorption and Hypercementosis", gilt als eine derzeit nicht heilbare, entzündliche Veränderung der Schneide- und Eckzähne des Pferdes. Die Erkrankung betrifft immer mehr ältere Pferde. In vielen Fällen wird die Erkrankung erst spät erkannt, da sie zu Beginn nicht sichtbar, unterhalb des Zahnfleisches verläuft.
Die genaue Ursache der Erkrankung ist zum heutigen Zeitpunkt nicht bekannt. Es wird vermutet, dass sowohl stärkere mechanische Belastung im Alter als auch allgemeine Erkrankungen wie das Equine Cushing Syndrom (siehe entsprechender Artikel), Kalziummangel aber auch Vitaminüberschuss zu diesen entzündlichen Prozessen an Zähnen und Zahnfleisch führen können. Auch die Beteiligung genetischer Faktoren wird diskutiert.
Durch eine Entzündung des Zahnhalteapparats sowie des Zahnfleisches kommt es zu einer chronisch fortschreitenden Auflösung der Zahnsubstanz durch körpereigene Zellen, beginnend an der Zahnwurzel. Um diesem Abbau entgegenzuwirken, wird vom Körper verstärkt Zahnzement gebildet und an den Zahnwurzeln abgelagert. Um den Zahn herum entstehen blumenkohlartige Wucherungen, die auch das Zahnfleisch in Mitleidenschaft ziehen und sehr schmerzhaft sind. Diese sogenannte Hyperzementose kann den Zahn jedoch nicht wiederaufbauen, sondern führt zu einem zunehmenden Rückgang des Zahnfleisches und damit letztendlich zur Lockerung der Zähne. Im weiteren Verlauf kann der Prozess auf den Kieferknochen übergreifen und diesen ebenfalls massiv schädigen.
Im Anfangsstadium der Erkrankung treten meist nur unspezifische Symptome auf, weswegen die Erkrankung oft lange unentdeckt bleibt. Zu den ersten wahrnehmbaren Anzeichen gehören Probleme beim Fressen, Maulgeruch, Abmagerung, Zahnsteinablagerung an den Schneidezähnen, Zahnfleischentzündungen, Schmerzhaftigkeit beim Berühren des Mauls aber auch Unwilligkeit beim Reiten mit Gebiss. Ein deutliches Warnsignal stellen kleine rote Pünktchen oder Eiterbläschen im Zahnfleisch dar.
Mit Fortschreiten der Erkrankung verstärkt sich der Maulgeruch, es kommt zu vermehrtem Speichelfluss, Futterablagerungen zwischen den Zähnen, das Zahnfleisch wirkt aufgetrieben, gerötet und wulstig und es entstehen Zahnabszesse und -fisteln, das heißt röhrenartige Kanäle an die Zahnfleischoberfläche, durch die sich der Abszess entleert. Die betroffenen Pferde haben deutliche Schmerzen, weswegen sie sich kaum noch am oder im Maul berühren lassen und durch die mangelnde Futteraufnahme zunehmend abmagern.
Im Rahmen einer klinischen Untersuchung betrachtet und betastet dein/e Tierärzt:in insbesondere die Maulhöhle und die Zähne deines Pferdes genau. Hierbei können bereits lockere Zähne, eine eventuelle Schmerzhaftigkeit und Fisteln oder Abszesse festgestellt werden. Dein ausführlicher Vorbericht zu Art, Umfang und Beginn der Symptome liefert weitere wichtige Informationen, anhand derer im Zusammenhang mit den erhobenen Untersuchungsbefunden meist schon eine erste Verdachtsdiagnose gestellt werden kann.
Um die Diagnose abzusichern und das Ausmaß der Erkrankung abzuschätzen, sollten immer auch Röntgenaufnahmen der betroffenen Bereiche erstellt werden. Der Zustand des Kieferknochens lässt sich auf Röntgenaufnahmen bestens beurteilen. Da die Röntgenkassetten hierfür zwischen die Schneidezähne gelegt werden müssen, wird diese Untersuchung nahezu ausschließlich unter Sedation (=Gabe eines Beruhigungsmittels) durchgeführt.
Da die Ursache der Erkrankung nach wie vor ungeklärt ist, gibt es bisher keine spezifische Therapie. Die Erkrankung ist nicht heilbar. Bei frühzeitigem Erkennen der Symptome besteht jedoch eine geringe Chance, die Zähne zu erhalten und das Fortschreiten der Erkrankung einzudämmen. Einmal zerstörte Zahnsubstanz kann jedoch nicht wieder aufgebaut werden. Eine erste Maßnahme ist das Kürzen der Schneidezähne, um den mechanischen Druck zu reduzieren. Als ebenfalls hilfreich haben sich das Entfernen des Zahnsteins, desinfizierende Spülungen und die Gabe entzündungshemmender Medikamente erwiesen.
Bei bereits weit fortgeschrittener Erkrankung, die oft mit erheblichen Schmerzen verbunden ist, ist die einzig mögliche Therapie die Entfernung der betroffenen, in einigen Fällen sogar aller Schneidezähne. Auf diese Weise wird auch ein Übergreifen der Erkrankung auf benachbarte Zähne verhindert. Trotz vieler Bedenken von Seiten Besitzer:innen geht es den Pferden selbst komplett ohne Schneidezähne oft deutlich besser als vorher. Sie können sogar wieder grasen.
Versucht deine Katze durch ein gekipptes Fenster nach draußen zu gelangen, kann dies schwere gesundheitliche Schäden zur Folge haben. Meist schaffen es Katzen noch, mit dem Kopf und Oberkörper hindurch zu schlüpfen, bleiben dann jedoch mit dem Becken im schrägen Spalt stecken. Befreiungsversuche verschlimmern die Situation nur noch, so dass sie immer weiter nach unten in den Spalt rutschen und sich einklemmen. Die Folgen sind zum Teil schwere äußere und innere Verletzungen. Diese werden zusammengefasst als Kippfenster-Syndrom bezeichnet und führen nicht selten auch zum Tod der Katze.
Mit zunehmendem Alter steigt die Anzahl der Katzen, die an der schleichend verlaufenden chronischen Nierenerkrankung (=CNE) leiden. 30 - 40 % aller über 10jährigen Katzen sind davon betroffen. Häufig bleibt sie lange unbemerkt. Die allmähliche Abnahme der Funktion der Nieren schreitet aber immer weiter voran. CNE ist eine der häufigsten Todesursachen bei Katzen und leider unheilbar.
Tumore an den Eierstöcken der Stute zählen zu den häufigsten Zubildungen des Geschlechtsapparates der Stute. Sie können unabhängig von Rasse und Alter auftreten und sind oft Grund für Verhaltensauffälligkeiten oder Störungen im Sexualzyklus der Stute. Je nach betroffener Zellart können unterschiedliche Tumorarten vorkommen. In der Regel sind diese gutartig.
Landschildkröten sind faszinierende Tiere, die auch viele Kinder sehr gern mögen. Doch bevor eine Schildkröte einzieht, sollte klar sein, dass weit mehr dazu gehört, als sie niedlich oder interessant zu finden.
Diese Erkrankung wird wegen der ähnlichen Symptomatik oft fälschlicherweise für einen Schlaganfall gehalten. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um eine Durchblutungsstörung des Gehirns, sondern um eine Störung des Gleichgewichtsorgans. Dieses befindet sich im Innenohr.
Nicht selten kommt bei Hunden wie auch Katzen eine Pankreatitis (=Entzündung der Bauchspeicheldrüse) vor. Diese ist sehr schmerzhaft und kann schnell lebensbedrohlich werden.
Was für ein wunderbares Gefühl. Endlich ein eigenes Pferd! Alles hat gepasst, vom Probereiten über die Ankaufsuntersuchung bis hin zur Kaufabwicklung. Dein Pferd kann in seine neue Box ziehen. Für Neulinge unter den Pferdebesitzern ist dies eine sehr spannende Zeit, die sicher auch einige Fragen aufwirft zu Haltungsbedingungen, Gesunderhaltung, Training und vielem mehr. Allem voran sollte zum Einzug des neuen Pferdes eine Grundausrüstung für das Tier angeschafft sein, mit der gearbeitet und geritten werden kann. Schnell wirst du feststellen, dass neben Sattel und Trense noch einiges mehr benötigt wird.
Die als Morbus Cushing bezeichnete Erkrankung der Nebennieren wurde 1910 erstmals vom Namensgeber Harvey Williams Cushing beim Menschen beschrieben. Es kommt dabei zu einer vermehrten Stimulation der Nebennierenrinde, was eine übermäßige Cortisol-Produktion (=Hyperadrenokortizismus) zur Folge hat. Die dadurch entstehenden Krankheitsanzeichen werden als Cushing-Syndrom bezeichnet. Im Gegensatz zu dem Morbus Addison (=Nebennierenrindeninsuffizienz) ist Morbus Cushing nicht lebensbedrohlich. Betroffen sind meist ältere, kleine Hunde und die Rassen Boxer, Pudel und Dackel.
Können die Nieren des Hundes ihre lebenswichtigen Aufgaben nur noch eingeschränkt wahrnehmen, spricht man von einer Niereninsuffizienz. Die Erkrankung wird häufig nicht sofort erkannt, da sie sich gerade zu Beginn nur mit sehr unspezifischen Symptomen äußert. Betroffen sind vor allem Hunde ab einem Alter von fünf Jahren, wobei bestimmte Rassen eine erbliche Veranlagung für Nierenerkrankungen aufweisen.
Rotaviren sind die häufigsten Erreger von Durchfall-Erkrankungen bei Fohlen. Sie sind unter Pferden weit verbreitet und hoch ansteckend. Symptome verursachen sie jedoch nur bei jungen Fohlen.
Diese Viruserkrankung wird wegen ihrer hohen Ansteckungsgefahr auch Hundeseuche genannt. Sie ist eine weltweit verbreitete, akut verlaufende Infektionskrankheit. Welpen im Alter zwischen zwei und 16 Wochen, ungeimpfte und alte Hunde sind besonders gefährdet. Unbehandelt endet die Erkrankung meistens tödlich. Eine Impfung bietet jedoch einen guten Schutz.
Zahnstein und Plaque sind auch beim Hund weit verbreitet. Diese gelblichen, rauen Beläge treten insbesondere an Eck- und Schneidezähnen auf und können zu schweren Zahnfleischentzündungen führen. Dabei sind vor allem ältere Hunde, kleine Hunderassen und Hunde mit Zahnfehlstellungen gefährdet, da bei ihnen die Selbstreinigung des Gebisses gestört ist.