Viele Menschen mögen Hunde oder Katzen, andere wünschen sich einen Wellensittich und wieder andere holen sich eine Schlange ins Haus. Vielleicht eine etwas ungewöhnliche Haustierwahl, aber mit Sachverstand und der Liebe zu dieser speziellen Tierart kann es für Mensch und Tier eine besondere Beziehung werden.
Schlangen sind faszinierende und teilweise auch gefährliche Tiere. Daher ist es besonders wichtig, einen artgerechten Lebensraum zu schaffen, damit die Tiere gesund leben können und du als Tierhalter sicher bleibst.
Es gibt diverse Arten von Schlangen: Kleine, große und eben auch giftige und ungiftige. Für die unterschiedlichen Arten gibt es spezielle Anforderungen an die Haltung. Als noch unerfahrener Halter solltest du dich für eine ungiftige Art entscheiden. Die Kornnatter zum Beispiel ist eine Schlange, die nicht zu anspruchsvoll in der Haltung ist.
Kaufe die Schlange in einem Fachgeschäft, in dem du auch qualifiziert beraten wirst oder bei einem seriösen Züchter. Schon bei der Anschaffung des Tieres gibt es bestimmte Vorschriften zu beachten, über die dich ein Händler ausführlich informieren wird. So müssen zum Beispiel Giftschlangen offiziell registriert werden, jedes Bundesland hat dazu seine eigenen Bestimmungen. Du benötigst außerdem einen Nachweis über deine Fähigkeiten im Umgang und in der Haltung eintragungspflichtiger Schlangen, auch das kann von einer Art zur anderen variieren. Erkundige dich hierzu bitte ganz genau.
Die Maße für das Terrarium hängen von Art und Größe der Schlange ab. Lass dir auch hierfür unbedingt Tipps von deinem Händler geben. Schlangen sind wechselwarme Tiere und benötigen wenigstens einen Liegeplatz, an dem ein Strahler für ausreichend Wärme sorgt. Vielleicht stattest du das Terrarium sogar mit einer Bodenheizung aus. Schlangen brauchen tagsüber eine Temperatur von etwa 30 bis 40 Grad Celsius. Mit Hilfe einer Zeitschaltuhr kannst du optimale Rahmenbedingungen schaffen. Ähnlich steht es um die Luftfeuchtigkeit – Schlangen leben gern in feuchteren Gebieten. Eine automatisierte „Wassersprühanlage“ kann zum perfekten Klima verhelfen. Natürlich kannst du auch mit einfacheren Mitteln für Luftfeuchtigkeit sorgen, etwa mit einer Sprühflasche. Das ist kostengünstiger, aber auch aufwändiger.
Schlangen sind scheue Tiere und brauchen Rückzugsorte, an denen sie sich verstecken können. Sie sind gern weit oben und lieben entsprechende „Kletterbäume“.
Noch einige wichtige Fakten für alle, die darüber nachdenken, ob eine Schlange als Haustier wirklich in Frage kommt. Zum Kuscheln sind sie nicht gemacht. Eine Schlange ist nicht wie ein Schoßhündchen auf den Arm zu nehmen und zu knuddeln. Beim Kontakt mit Schlangen sind viel Aufmerksamkeit und auch Vorsicht gefragt. Sie sind deshalb keine geeigneten Mitbewohner für einen Haushalt mit Kindern.
Schlangen sind empfindliche Tiere, die schnell erkranken können. Sobald du das Gefühl hast, dass es deiner Schlange nicht gut geht, solltest du dich stets rasch an einen Fachtierarzt wenden, der sich mit Schlangen auskennt.
Schlangen sind in freier Wildbahn eigentlich keine Aasfresser, sondern fangen ihre Beute, töten und verschlingen sie. Schlangen, die in menschlicher Obhut gehalten werden, sind aber meist an die Verfütterung von toten Tieren gewöhnt und nehmen diese auch problemlos als Nahrungsquelle an. Dies ist nicht nur für dich als Schlangenhalter deutlich einfacher, sondern hat auch tierschutzrelevante Gründe. Geeignete und schon getötete Futtertiere kannst du über spezialisierte Fachgeschäfte beziehen.
Ein wenig erinnern Bartagamen an Miniatur-Dinosaurier – eine faszinierende Reptilienart also. Die interessanten Echsen können sich gut an ihre Menschen gewöhnen und so eine enge Beziehung zu ihnen aufbauen.
Magengeschwüre galten bei Pferden lange als „Berufskrankheit“ der Renn- und Turnierpferde. Man vermutete, dass das frühe Anreiten, der Stress der Rennbahn oder die vielen Transporte zu internationalen Turnieren das Entstehen von Magengeschwüren hervorrief. Inzwischen weiß man aber, dass diese Erkrankung Pferde aller Rassen und Leistungsniveaus betreffen kann. Auch das offensichtlich entspannt auf der Wiese grasende Kinderpony des Nachbarn kann an einem Magengeschwür leiden. Zwar sind immer noch circa 90% aller Rennpferde von Magengeschwüren betroffen, aber der Anteil erkrankter Freizeitpferde liegt inzwischen auch bei 37%.
Katzen sind Hörexperten. Wusstest du, dass sie mindestens dreimal besser hören als wir Menschen? Außerdem dienen die Ohren auch als Stimmungsbarometer. Wenn du die körperlichen Signale deines Lieblings verstehen lernst, kannst du also eine noch bessere Verbindung zu ihm bekommen.
Der Ultraschall, medizinisch als Sonografie bezeichnet, gehört aufgrund seiner einfachen und nicht invasiven Durchführung neben dem Röntgen zum Standard in der Tiermedizin. Mit ihm können verschiedene innere Bereiche des Körpers zweidimensional sichtbar gemacht werden.
Wie der Name schon sagt, fehlt deinem Hund bei einer Anämie Blut, genauer genommen sind die Anzahl der Erythrozyten (=rote Blutkörperchen) und das Hämoglobin (=der Blutfarbstoff) verringert. Eine Anämie ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, das bei vielen verschiedenen Krankheitsprozessen auftreten kann.
Es ist so ziemlich der größte Alptraum für Katzenhalter:innen: Deine Katze hat etwas Giftes gefressen! Jetzt ist schnelles Handeln gefragt – bringe sie sofort in deine Tierarztpraxis.
Das Osteosarkom ist der häufigste primäre Knochentumor beim Hund. Dieser aggressive Tumor entsteht im Knochen, hat eine hohe Metastasierungsrate (=Streuungsrate) und kommt vor allem bei großen Hunden und Riesenrassen vor. Ein erhöhtes Risiko an einem Osteosarkom zu erkranken, besteht für Bernhardiner, Deutsche Doggen, Dobermänner, Deutsche Schäferhunde, Golden Retriever, Rottweiler und Greyhounds. Bei diesen Rassen treten die Tumore vor allem an den langen Röhrenknochen der Gliedmaßen auf. Kleinere Hunderassen sind deutlich seltener betroffen. Hier sind die Tumore eher an den kurzen und platten Knochen des Körperstammes zu finden.
Bei der Augeninnendruckmessung (=Tonometrie) wird mittels eines speziellen Druckmessgeräts (=Tonometer) der physikalische Druck gemessen, der im Inneren des Auges herrscht.
Die Hämatologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin und umfasst die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Blutes, Knochenmarks und Lymphsystems. Hämatologische Krankheitsbilder sind unter anderem Anämien Blutgerinnungsstörungen, Krebserkrankungen der blutbildenden Zellen oder des lymphatischen Systems sowie Autoimmunerkrankungen des Blutes.
Auch beim Tier werden viele beim Menschen schon lange übliche Augenoperationen durchgeführt. Hierfür gibt es inzwischen etliche Fachtierärzte für Augenheilkunde (=Ophthalmologen).
Zweimal im Jahr haben unsere Pferde einen anstrengenden Job zu absolvieren: Beim Fellwechsel ist Höchstleistung gefragt, denn der Stoffwechsel läuft dabei auf Hochtouren. Manch altes oder krankes Pferd hat damit schon zu kämpfen. Du als Pferdebesitzer kannst deinem Pferd helfen, entspannter durch den Fellwechsel zu kommen.
Auch nach jahrhundertelanger Domestikation und Zucht ist und bleibt das Pferd ein Fluchttier. Manche Verhaltensweisen sind von uns Menschen zwar unerwünscht, aber keine Verhaltensstörungen, sondern gehören zum natürlichen Wesen des Pferdes. Dazu zählen beispielsweise Scheuen, Bocken oder Durchgehen. Eine typische Verhaltensstörung ist wiederum das Koppen.