Es ist ganz wunderbar, wenn du darüber nachdenkst, einen Hund aus dem Ausland aufzunehmen, denn du willst retten und das ist toll! Aber bitte sei darauf vorbereitet, dass dein neuer Hund vielleicht nicht sofort die große Liebe und Dankbarkeit zeigt. Zudem solltest du dich fragen, ob du nicht einem der vielen Hunde aus einem deutschen Tierheim eine Chance geben möchtest. Die Rettung eines Hundes aus dem Ausland birgt nämlich auch Risiken und Probleme.
Es gibt mittlerweile eine Menge Organisationen, die sich mit vollem Einsatz um die Rettung von Straßenhunden überall auf der Welt bemühen. Du kannst mit einer kurzen Sucheingabe viele Angebote im Internet finden. Es gibt wie so oft aber auch schwarze Schafe unter den Organisationen – ein seriöser Vermittler hat mitunter auch eine Zulassung nach §11 des Tierschutzgesetzes. Noch besser ist es aber wahrscheinlich, sich im Freundes- und Bekanntenkreis umzuhören, wer bereits persönliche Erfahrungen gemacht hat, welche Organisationen wie aufgefallen sind – oder ob vielleicht sogar jemand selbst für einen empfehlenswerten Verein tätig ist.
Ob du nun online oder offline fündig wirst: Mache dich in jedem Fall mit den Regeln und dem Vorgehen der entsprechenden Organisation vertraut. Genauso wie die Regeln variieren, tun es auch die Kosten: Eine Schutzgebühr für den Hund, Transport- und Einreisekosten, falls das Tier noch im Ausland lebt, Gebühren für Ausweise, Impfungen und Kastrationen fallen häufig an. Bei manchen Organisationen ist es üblich, dich als Interessenten vorab zu besuchen, um deinen Wohn- und Lebensraum zu sehen, bevor dir ein Tier vermittelt werden kann. Dies alles sind Maßnahmen zum Schutz des Tieres. Bist du bereit dafür?
Außerdem solltest du dir ein Bild davon machen, welche Art von Hunden von der ausgewählten Organisation vermittelt werden. Manche haben sich nämlich „spezialisiert“, etwa auf große oder auf alte Hunde.
Einem Straßenhund ein schönes Zuhause zu geben, ist eine wunderbare Idee und gibt dir die Chance, mit einem sehr dankbaren Hund dein Leben zu teilen. Doch diese Entscheidung bedeutet auch, bereit zu sein, Schwierigkeiten und Besonderheiten eines Tieres in Kauf zu nehmen, was womöglich bereits eine Menge Grausames erlebt hat. Das vielleicht ein Trauma mitbringt, viele Dinge nie gesehen und gelernt hat. Ein Tier, das vielleicht sehr eigen ist, weil es sich einsam durch sein bisheriges Leben kämpfen musste.
Wundere dich also nicht, wenn es nicht auf Anhieb die große Liebe ist, oder wenn der Hund sich bei dir ganz anders verhält als von den Betreuern beschrieben. Auf folgende mögliche Situationen und Verhaltensweisen des Hundes solltest du gefasst sein:
Ängstlichkeit: Der Hund reist nicht nur in ein neues Land, wahrscheinlich mit anderem Klima und einer anderen Sprache, er kommt in ein neues Revier und kann entsprechend zurückhaltend reagieren – allem und jedem gegenüber.
Aggression: Durch den Stress der Reise sowie die fremde und ungewohnte Umgebung und das neue Rudel kann der Hund auch erst einmal seine aggressive Seite zeigen, um sich abzugrenzen. Es gilt zu schauen, ob er sich nur schützen will oder sein Verhalten eher abwehrend bleibt. Doch gib dem Tier auf jeden Fall etwas Zeit und eine gute Führung, damit es Vertrauen fassen kann.
Unsauberkeit: Ein Straßenhund erledigt sein „Geschäft“, wo und wann er will. Er wird nicht direkt wissen, dass ein Teppich kein Rasen ist – und der Hausflur keine Gasse Spaniens. Auch hier ist also Geduld gefragt.
Kontaktprobleme mit Kindern, Katzen und anderen Hunden: Bei deinem Neuen kann alles gut funktionieren – oder eben auch gar nichts. Vielleicht kennt er Kinder von der Straße und ist ihnen zugewandt. Sei nachsichtig und beobachte aufmerksam, wie er auf andere Wesen zugeht.
Futterneid und Fressverhalten: Wer am schnellsten ist, bekommt auf der Straße am meisten. Wahrscheinlich muss dein Hund erst lernen, dass es keinen Mangel mehr gibt und er sich beim Fressen entspannen kann.
Gesundheitszustand: Über die Konstitution des Hundes wird es sehr wahrscheinlich keine genauen Informationen geben. Sei froh, wenn er einen ersten Check durchlaufen hat und vielleicht bereits kastriert ist. Wichtig ist auch zu wissen, dass es in anderen Regionen der Welt auch andere Krankheiten gibt und man sich sozusagen “exotische” Krankheiten ins Haus holen kann. Mitunter können die Tierarztkosten für die Behandlung beachtliche Summen erreichen. Am besten suchst du in Deutschland direkt einen Tierarzt auf und lässt den Hund einmal gründlich untersuchen.
Erziehung: Mit Sicherheit wird dein neuer Hund kaum bis gar keine Erziehung genossen haben. Zu allem kommt die Sprache hinzu. Ein „Sitz“ auf Deutsch hört sich eben anders an als ein entsprechender Befehl in einer anderen Sprache. Also bedenke: Dein Hund muss eine neue Sprache lernen, Vertrauen zu dir fassen und dich verstehen lernen.
Ein echtes Abenteuer also, einen Hund aus dem Ausland zu retten, das dir aber eine tolle Verbindung zu einem Tier bringen kann, das wahrscheinlich dem Tod schon in die Augen gesehen hat und bei und mit dir nun ein verdient glückliches Leben führen darf.
Saftige, grüne Wiesen, eine kleine Herde von Pferden, die gerade einem aus der Ferne rufenden Menschen entgegen galoppiert, die Sonne scheint vom wolkenlosen Himmel … wie schön sind die Bilder des Sommers! Und welch eine Zeit für unsere Pferde, in der sie ihrem ursprünglichen Leben am nächsten kommen. Trotzdem braucht die Weidezeit auch ein entsprechendes Management, egal ob die Pferde nur stundenweise auf der Weide stehen oder aber monatelang auf einer Dauerweide leben.
Die Mykoplasmose ist die häufigste Atemwegserkrankung der Ratte. Diese auch als Murine respiratory mycoplasmosis (MRM) bezeichnete Erkrankung wird durch ein bei Heimtierratten sehr verbreitetes Bakterium hervorgerufen und verläuft chronisch fortschreitend.
Hautpilzinfektionen sind auch beim Chinchilla keine Seltenheit. Am häufigsten kommen die Ring- oder Glatzflechte vor, die beim Chinchilla zu Fell- und Hautveränderungen führen. Hautpilzerkrankungen sind nicht lebensbedrohlich, können jedoch durch ihre Ansteckungsfähigkeit zu hartnäckigen Problemen führen. Hautpilze können auch auf den oder vom Menschen an Tiere übertragen werden, man spricht daher von einer Zoonose.
Neben vielen anderen Haustieren können auch unsere Hunde von Hautpilzen befallen werden. Hautpilzerkrankungen treten vor allem bei jungen, immungeschwächten oder durch Parasitenbefall oder andere Krankheiten vorbelasteten Tieren auf. Die Erkrankung stellt jedoch nicht nur für deinen Hund eine Gefahr dar, denn viele Hautpilze sind auch auf den Menschen übertragbar und sind somit Zoonosen. Gerade für alte und geschwächte Menschen besteht ein hohes Risiko, an einer gefährlichen Pilzinfektion zu erkranken.
Das Wetter ist schön an diesem Wochenende und du machst einen langen Ausritt mit deinem Pferd. Doch schon zu Beginn der ersten Galoppstrecke macht sich das Pferd plötzlich sehr steif und beginnt ungewöhnlich stark zu schwitzen. Es möchte sich kaum noch bewegen und drückt den Rücken nach unten. Für einen einfachen Muskelkater erscheinen dir diese Anzeichen jedoch zu stark, außerdem hast du doch die letzten Tage gar nichts mit dem Pferd gemacht. Vermeide jede weitere Bewegung des Pferdes und verständige in einem solchen Fall immer umgehend den Tierarzt, denn die oben beschriebenen Symptome sind sehr schmerzhaft und können erste Anzeichen eines Kreuzverschlages sein. Da diese Muskelerkrankung gehäuft auftritt, nachdem die Pferde ein oder mehr Tage bei gleichbleibender Futterration nicht gearbeitet wurden, ist sie auch unter dem Namen „Feiertagskrankheit“ oder „Monday Morning Disease“ bekannt. Allerdings können auch regelmäßig gearbeitete Pferde erkranken. Eine besondere Gefährdung besteht für Jungpferde schwerer Rassen. Zu Zeiten schwer arbeitender Kutsch- und Arbeitspferde war diese Krankheit sehr gefürchtet. Heute tritt sie nur noch vereinzelt auf, meist bei leichtfuttrigen Pferden mit gutem Ernährungszustand.
Diese schon seit dem Mittelalter bekannte Erkrankung ist eine Bewegungsstörung und betrifft ausschließlich die Hinterbeine des Pferdes. Dabei werden ein oder beide Hintergliedmaßen beim Vorführen übermäßig und ruckartig gebeugt so dass der Fesselkopf fast den Bauch berührt und genauso schlagartig wieder abgesetzt. Das stechschrittartige Gangbild erinnert an das Stolzieren eines Hahnes, daher stammt auch der Name.
Mit zunehmender Mobilität, offenen Grenzen und vielerlei Reisemöglichkeiten hat diese tückische Infektionskrankheit auch in unseren Breiten an Bedeutung gewonnen. Viele Hundebesitzer möchten ihren Vierbeiner auch im Urlaub bei sich haben und reisen daher mit Hund in den Süden. Auch immer mehr Tierschutzhunde werden aus Südeuropa nach Deutschland gebracht und hier vermittelt mit der Folge, dass auch Krankheiten mit importiert werden können.
Diese Erkrankung des Kniegelenks, bei der die Kniescheibe (= Patella) aus ihrer natürlichen Position seitlich herausspringt, ist eine der häufigsten Ursachen für Lahmheiten beim Hund. Diese Luxation (= Verrenkung) tritt vor allem bei wachsenden und alten Hunden kleiner Rassen auf. Für mehrere dieser Rassen besteht eine besondere erbliche Veranlagung zur Patella-Luxation.
Das Immundefizienzsyndrom oder umgangssprachlich „Katzen-AIDS“ ist eine Infektionskrankheit, die durch ein Virus ausgelöst wird, welches das Immunsystem schwächt und dadurch schwerwiegende Folgeerkrankungen hervorruft. Das Virus ähnelt dem HIV-Virus, ist für den Menschen jedoch ungefährlich.
Eine Ohrfistel, beim Pferd auch als Ohrzyste oder Ohrgrundfistel bezeichnet, beschreibt eine ein- oder beidseitig vorkommende Missbildung aus versprengten Zahnanlagen, die sich als Zyste am Ohrgrund des Pferdes befindet. Am häufigsten betroffen sind drei bis zwölf Monate alte Tiere.
Diese auch als ansteckende Blutarmut der Einhufer bezeichnete meist tödlich verlaufende Infektionskrankheit wird durch ein Virus hervorgerufen und betrifft ausschließlich Pferde, Ponys, Esel und Maultiere. Die Erkrankung ist weltweit verbreitet, tritt in Deutschland jedoch nur sporadisch auf. Sie gehört zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen.
Das an der Trense befestigte Gebiss überträgt deine Zügelhilfen auf dein Pferd und ist damit eine zentrale Brücke in der Reiter-Pferd Kommunikation. Da das Pferdemaul ein besonders sensibler Bereich ist, ist es wichtig, dass das Gebiss zu euch passt. Die Wahl des richtigen Gebisses ist vom Ausbildungsstand von Reiter und Pferd, der Reitsparte, der Anatomie des Pferdemauls, dem Temperament und auch den Vorlieben des Pferdes abhängig.