Ganz schnell stubenrein – so klappt die Sauberkeitserziehung

Das Hundebaby ist eingezogen und die Freude darüber sehr groß! Eine aufregende Zeit, in der dein neues Familienmitglied eine Menge zu entdecken und zu lernen hat. Natürlich bist auch du als Hunde-Neubesitzer gefordert, für einen guten Start in eine glückliche, gemeinsame Zukunft zu sorgen. Eine der wichtigsten Aufgaben: dein Hund soll schnellstmöglich stubenrein werden.

INHALT
Der richtige Start ins Sauberkeitstraining Der Trick mit der Matte Was, wenn es doch immer wieder passiert?
Der richtige Start ins Sauberkeitstraining

Nicht automatisch mit dem Einzug des Kleinen wird dein Zuhause zu dem Seinigen. Denn zuerst muss dein kleiner Schatz sein neues Zuhause kennenlernen, schließlich riecht es nicht mehr so wie bei seiner Hundemutter. Doch wenn dein Welpe einmal diesen Platz als Zuhause empfindet, ist das wunderbar. Glücklicherweise möchten Hunde nämlich ihren Lebensraum, den Schlafplatz und ihre Rückzugsorte von sich aus schon sauber halten.

Leider ist so eine kleine Welpenblase aber noch nicht immer unter Kontrolle zu bekommen. Erst ab etwa der 14. Lebenswoche sind Blasen- und Schließmuskel besser kontrollierbar für junge Hunde. Kleine Missgeschicke, die zu Beginn im neuen Heim passieren, solltest du deinem Welpen also verzeihen. Strafen wären völlig unangebracht und würden den Hund nur verunsichern, was zu noch mehr Missgeschicken führen kann. Geduld und Verständnis sind die wichtigsten Begleiter auf dem Weg in die Stubenreinheit.

Du solltest in den ersten Wochen sehr regelmäßig dafür sorgen, dass sich der Hunde draußen erleichtern kann. Welpen sind wie kleine Kinder, sie müssen häufiger mal. Deshalb wäre es gut, wenn zwischen den Gassi-Runden anfangs nicht mehr als zwei bis drei Stunden liegen. Außerdem solltest du wissen, dass dein Welpe sich nach dem Fressen, dem Saufen, dem Spielen und dem Schlafen meist lösen muss. Also am besten direkt danach raus, damit es kein Malheur gibt. Beobachte deinen Hund gut. So wirst du bald feststellen, wann er unruhig wird oder gar zu schnüffelt beginnt und sich zu drehen, um etwas abzusetzen. Dann heißt es schnell sein.

Am besten gehst du direkt nach einer Mahlzeit spazieren und trainierst deinem Welpen dabei sogar das Lösen an. Immer wenn es passiert, sagst du ein bestimmtes Wort oder machst ein bestimmtes Geräusch. Nach dem Geschäft lobst du deinen Hund überschwänglich. Oft kannst du schon nach kurzer Zeit mit dem von dir gefundenen Codewort direkt das „Geschäft“ deines Hundes auslösen.

Noch einfacher wird es, wenn du einen speziellen Platz dafür im Garten, auf dem Feld oder anderswo schaffst. Am besten einen Ort mit etwas Grün oder einem sandigen Untergrund, an dem dein Hund immer wiederkehrend sein Geschäft machen kann. Hunde erschnüffeln, wo ihr Lösungsplatz ist und nutzen diesen auch gerne erneut.

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Der Trick mit der Matte

Ab und an kommt es zum Notfall: Manchmal können die Kleinen es noch gar nicht halten, manchmal merkst du als Besitzer auch, dass der Weg bis zum Lösungsplatz in der aktuellen Situation zu weit ist. Du kannst also eine Örtlichkeit kreieren, die dein Hund für Ausnahmefälle auch im Haus benutzen darf. Ein Katzenklo ohne Deckel und mit flachem Rand vielleicht. Am besten mit Zeitungspapier ausgelegt, damit du nach dem Lösen rasch alles entsorgen kannst.

Bleib unbedingt freundlich zu deinem Welpen, auch wenn es mal daneben geht. Das Vertrauen zu dir sollte wachsen können. Konsequenz ist zwar richtig, aber Abstrafen für ein Unglück wäre falsch. Natürlich kannst du das Codewort auch für die Zeitungsmatte verwenden.

Wenn dein Hund dann älter wird, länger zurückhalten kann und du einen funktionierenden Rhythmus geschaffen hast, kann die Matte wieder verschwinden.

Was, wenn es doch immer wieder passiert?

Selbstverständlich gibt es auch hartnäckige Fälle. Ein Hund, der überhaupt nicht stubenrein werden kann, sollte unbedingt einem Tierarzt vorgestellt werden. Zuallererst müssen dann organische Defizite ausgeschlossen werden. Die Psyche deines jungen Hundes spielt natürlich auch eine große Rolle: Hat er vielleicht ein Trauma aus der Ursprungsfamilie mitgebracht?

Nestbeschmutzen ist bei Hunden oft auch Protest. Wogegen will dein Hund protestieren? Ein guter Hundetrainer kann dir an dieser Stelle behilflich sein. Scheue dich nicht, aktiv zu werden und dir Unterstützung zu holen.