Wenn dein Pferd plötzlich aussieht, als wäre es durch hunderte von Brennnesseln gelaufen oder von einem Schwarm Mücken gestochen worden, könnte es sich um eine Nesselsucht, auch Nesselfieber genannt, handeln. Ausgelöst durch bestimmte Reize kommt es zu dieser überschießenden Reaktion des Immunsystems, bei der sich hunderte kleiner, runder, erhabener Schwellungen, sogenannter Quaddeln, auf der Haut deines Pferdes bilden. In den meisten Fällen verschwindet dieser Ausschlag schnell wieder, sobald die Ursache abgestellt wurde.
Nesselsucht ist die Folge einer allergischen Reaktion, die durch unterschiedliche Reize ausgelöst werden kann. Das Immunsystem des Pferdes reagiert auf diese Reize, wie bei einem Mückenstich, mit der Freisetzung von Histamin, einem Botenstoff in der Entzündungsreaktion des Organismus, der zur beschriebenen Schwellung der Haut führt. Auslöser können sowohl äußere als auch innere Allergene sein. Die Hautreaktion begrenzt sich bei äußeren Reizen meist auf den Ort des Geschehens, während innere Reize oft zu einer Ausbreitung über den gesamten Körper führen.
Äußere Reize:
Innere Reize:
Charakteristisch für die Nesselsucht ist das plötzliche Auftreten der Quaddeln. Bevor es dazu kommt, kann dein Pferd Unruhe zeigen, die jedoch oft unbemerkt bleibt. Besitzer:innen fällt in der Regel erst der vollständige Ausschlag auf. In kürzester Zeit ist der gesamte Körper mit mehr oder weniger großen, runden Schwellungen übersät, die zum Teil so dicht beieinander liegen, dass ein flächiger Eindruck entsteht. Besonders auffällig sind die Quaddeln im Hals- und Rumpfbereich. Sie können ihre Form verändern, verschwinden und sofort wieder auftreten. In Einzelfällen können sich die Quaddeln auch in streifenförmiger Form ausbreiten. Selten ist das Geschehen auch von Juckreiz begleitet, der wenn überhaupt hauptsächlich in der Entstehungsphase auftritt. Das Allgemeinbefinden betroffener Pferde ist meist ungestört, es sei denn die Schleimhäute im Kopf- oder Analbereich sind mit einbezogen. Dies ist jedoch beim Pferd eher ungewöhnlich. In seltenen Fällen ist die Ausprägung der Quaddeln so stark, dass es zu erhöhter Körpertemperatur und Abgeschlagenheit kommt. Bei längerem Bestehen der Nesselsucht kann klare Flüssigkeit aus den Quaddeln austreten, die an der Hautoberfläche abtrocknet und verkrustet.
Anhand der typischen Symptome der Erkrankung bereitet das Erstellen der Diagnose kaum Schwierigkeiten, wohingegen sich die Ursachenfindung weitaus schwieriger erweist. In vielen Fällen bleibt der Auslöser unerkannt.
Je nach Ursache verschwinden die Quaddeln meist nach zwölf bis 24 Stunden von selbst. Ein Abduschen mit kaltem Wasser kann den Rückgang der Nesselsucht beschleunigen. Kommt es zu keinem Rückgang oder kommen Symptome wie Fieber, Atembeschwerden oder Apathie hinzu, ist unbedingt dein/e Tierärzt:in zu verständigen. In seltenen Fällen, insbesondere wenn Schwellungen im Kopfbereich vorliegen, ist es notwendig, Medikamente einzusetzen, die die Reaktion des Immunsystem ausbremsen. Am aller wichtigsten ist jedoch das Abstellen der Ursache, sofern diese bekannt ist. Gerade im Futtermittelbereich kann mit einem Ausschlussverfahren herausgefunden werden, welches Futter die Reaktion hervorgerufen hat.
Im Allgemeinen bestehen gute Heilungschancen, da es beim Pferd nur äußerst selten zu schweren Verlaufsformen mit Beteiligung der Atemwegsschleimhäute oder Schocksymptomen kommt. Grundsätzlich ist immer mit einer schnellen Heilung zu rechnen, wenn man den auslösenden Reiz gefunden und abgestellt hat.
Unter Narkolepsie versteht man eine krankhafte Schlafstörung, bei der Pferde zuerst scheinbar dösen, dann jedoch plötzlich einschlafen und zum Teil haltlos umstürzen. Die Schlafstörung ist in den meisten Fällen mit dem Verlust der Muskelspannung, der sogenannten Kataplexie vergesellschaftet.
Das Wobbler-Syndrom beschreibt einen Komplex von Symptomen, die durch Nervenschädigungen im Bereich der Halswirbelsäule entstehen. Der oft typische ataktische (=ungleichmäßige) Gang der betroffenen Hunde gab der Erkrankung ihren Namen, denn das englische Wort „to wobble“ bedeutet wackeln oder schwanken. Die Erkrankung tritt besonders oft beim Dobermann und der Deutschen Dogge auf, aber auch andere Hunde großer Rassen können betroffen sein. Männliche Hunde erkranken doppelt so häufig wie weibliche.
Die Beschälseuche oder Dourine ist eine weltweit verbreitete, anzeigepflichtige Pferdekrankheit, die durch den Deckakt übertragen wird. Sie ist hochansteckend, verbreitet sich dementsprechend sehr schnell und verläuft fast immer tödlich. Sie kommt hauptsächlich in Asien, Nord- und Südafrika vor. Dank entsprechender Bekämpfungsmaßnahmen gilt die Erkrankung in Mitteleuropa, Nordamerika und Australien inzwischen als ausgerottet.
Bei einem Melanom handelt es sich um einen Tumor, der aus den Pigmentzellen der Haut, den Melanozyten, hervorgeht. Der Tumor produziert Zellen, die Melanin, den dunklen Farbstoff der Haut, enthalten. Ist der Tumor gutartig, spricht man von einem Melanom, ist er bösartig, von einem Melanosarkom. In der Humanmedizin bezeichnet man Melanome als „schwarzen Hautkrebs“.
Unter Kryptorchismus versteht man das nicht Vorhandensein eines oder beider Hoden im Hodensack des Hengstes. Es handelt sich dabei um eine beim Pferd relativ häufig vorkommende Entwicklungsstörung, die bei allen Pferderassen vorkommen kann. Umgangssprachlich werden diese Hengste auch als „Klopp-, Spitz- oder Urhengste“ bezeichnet. Da ein Großteil der kryptorchiden Hengste unfruchtbar ist, hat diese Erkrankung in der Pferdzucht auch eine wirtschaftliche Bedeutung.
Unter (Röntgen-) Durchleuchtung versteht man eine bildgebende Untersuchungsmethode, bei der mit Hilfe von Röntgenstrahlen bewegte Bildserien des zu untersuchenden Körperteils erstellt werden. Das Röntgengerät ist dabei durch einen c-förmigen Arm (=C-Bogen) frei beweglich, so dass das Körperteil oder Organ aus allen Winkeln in Echtzeit am Monitor betrachtet werden kann.
Für viele Pferdebesitzer ist das ein trauriger Moment. Die Diagnose “Unreitbar” beendet schlagartig den Traum weitere tolle Momente im Sattel mit deinem Pferd zu erleben. Doch auch wenn das Reiten an sich nicht mehr möglich ist, sollte das Pferd als Freund nicht weniger wert sein. Schließlich gibt es wunderbare Alternativen, um miteinander Zeit zu verbringen.
Für das Fluchttier Pferd ist das Auge ein wichtiges Sinnesorgan, welches jedoch auch sehr empfindlich auf innere und äußere Einflüsse reagiert. Bindehautentzündungen gehören zu den häufigsten Veränderungen am Auge des Pferdes. Sie können als eigenständige Erkrankung oder als Folge einer allgemeinen Erkrankung auftreten.
Unter einer Bronchitis versteht man eine Entzündung der Bronchien (=luftleitende Anteile der Lunge). Sie gehört zu den häufigsten Atemwegserkrankungen des Hundes.
Ataxie stammt vom griechischen Wort "Ataxia" ab, was „Unordnung“ bedeutet. Der Begriff beschreibt eigentlich schon recht gut, um was es geht. Es handelt sich um eine Störung des normalen Bewegungsablaufes und der Körperhaltung des Pferdes, entstanden durch Schädigungen des zentralen Nervensystems. Eine Ataxie ist daher keine Lahmheit.
Der Lippengrind, medizinisch als Cheylitis bezeichnet, beschreibt ein bei Hausmeerschweinchen häufig vorkommendes nässendes Ekzem der Haut im Bereich der Lippen und Mundwinkel. Dieses kann im fortgeschrittenen Stadium auch auf Mund, Nase und das gesamte Gesicht übergreifen.
Es gibt verschiedenste Situationen, in denen dein Hund in Not geraten kann. Aber handelt es sich tatsächlich um einen Notfall? Und wie handelst du nun richtig? Hier findest du nützliche Informationen zur Einschätzung der Situation deines Hundes. Wichtig ist zunächst, dass du Ruhe bewahrst und einen klaren Kopf behältst.