Für viele Pferdebesitzer ist das ein trauriger Moment. Die Diagnose “Unreitbar” beendet schlagartig den Traum weitere tolle Momente im Sattel mit deinem Pferd zu erleben. Doch auch wenn das Reiten an sich nicht mehr möglich ist, sollte das Pferd als Freund nicht weniger wert sein. Schließlich gibt es wunderbare Alternativen, um miteinander Zeit zu verbringen.
Es gibt verschiedenste Gründe, warum ein Pferd plötzlich nicht mehr unter dem Sattel bewegt werden kann. Vielleicht ist es in die Jahre gekommen und sein Körper ist nicht mehr in der Lage, Equipment und Reitergewicht zu tragen. Oder es hat sich womöglich derart verletzt, dass es über einen längeren Zeitraum oder sogar nie wieder geritten werden kann. Vielleicht liegt es auch nicht am Körper, sondern an der Psyche des Tieres. Ein Pferd, das „über die Uhr“ gedreht wurde, wie es manchmal heißt, braucht möglicherweise eine lange Reitpause, um wieder zu sich zu kommen.
Unreitbar bedeutet also, dass das Pferd temporär oder dauerhaft kein Reitergewicht mehr tragen kann. Es bedeutet aber nicht, dass das Pferd auf das Abstellgleis gehört. Je nach Befund wird es trotzdem Bewegung wollen und brauchen.
Sprich am besten mit deinem Tierarzt darüber, welche Intensität des Trainings geeignet ist, um dein Pferd fit zu halten.
Die Möglichkeiten, gezielt mit deinem Pferd zu trainieren oder einfach nur gute Zeit zu verbringen, sind recht vielfältig. Frage dich: Was möchtest du mit deinem Pferd erreichen? Welche Form der Beschäftigung macht dir besonders viel Freude? Es gibt Zeiten, da macht es auch viel Spaß, seinen Vierbeiner auf der Sommerweide zu besuchen und dort ein Picknick zu veranstalten. Im Folgenden noch ein paar Ideen beziehungsweise Variationen für die Arbeit vom Boden aus.
Spazieren, Wandern, Joggen
Im Grunde kannst du statt eines Ausritts auch einen Ausflug unternehmen, bei dem ihr beide zu Fuß unterwegs seid. Dein Pferd wird sich über die Abwechslung freuen. Ihr könnt kleine Pausen einlegen, die Natur genießen und du wirst spüren, dass das Vertrauen zwischen dir und deinem Pferd durch solche Ausflüge wächst.
Longieren
Ein Klassiker, der dir sicher bekannt ist und durch Variationen wie Arbeit am Langen-Zügel oder Doppel-Longe weitere Ideen mit sich bringt. Vielleicht interessiert dich dieses Feld besonders, dann kannst du dich mit entsprechender Fachlektüre dazu weiterbilden oder auch einen Kurs absolvieren. Ein Tipp für besonders Ehrgeizige: Über die FN kann man auch Longierabzeichen ablegen und so seine ganz besonderen Fähigkeiten bestätigen lassen.
Handarbeit
Handarbeit nutzen auch Dressurreiter immer wieder gerne für das Ausbilden der schweren Lektionen. Es ist eine schöne Alternative, um dein Pferd geschmeidig zu halten.
Dualaktivierung
Die Dualaktivierung ist ein System, bei dem mit blauen und gelben Schaumstoffstangen gearbeitet wird (diese Farben kann ein Pferd am besten erkennen), um die beiden Gehirnhälften des Pferdes besser zu verbinden. Der Pferdetrainer Michael Geitner hatte die Idee zu dieser Form von Training und es finden sich eine Menge Kurse oder auch Literatur dazu.
Freiheitsdressur, Clicker-Training, Zirkus-Lektionen
Um dem Pferd genug Arbeit für den Kopf zu geben, ohne es körperlich zu stark beanspruchen zu müssen, sind Zirkus-Lektionen eine tolle Alternative. Die Arbeit mit dem Clicker ist dazu ebenfalls nutzbar und funktioniert so, wie es aus dem Hundetraining bekannt ist. Wer die Freiheit liebt und ein sehr gutes Vertrauensverhältnis zu seinem Pferd hat, kann mit der Freiheitsdressur ganz besondere Momente kreieren.
Horse-Agility oder Extremtrail
Diese Varianten gehören zu den intensiveren Trainingsmöglichkeiten. Wie beim Hunde-Agility überwinden Pferd und Mensch einen Parcours, ähnlich dem Trail. Die Hindernisse und die Art und Weise den Parcours anzugehen, sind etwas anders. Diese Art der Bodenarbeit erfordert ein intensiveres Training, weil Geschick, Koordination und Vertrauen gefragt sind. Manche Übungen beanspruchen das Pferd auch körperlich etwas mehr.
Diese auch als Hammelschwanz oder “Cold Tail” bezeichnete Erkrankung ist zwar schon länger bekannt, jedoch weitestgehend unerforscht. Sie kommt vor allem in den Sommermonaten vor, zeichnet sich durch eine charakteristische Haltung der Rute aus und ist sehr schmerzhaft.
Bei dieser erst seit wenigen Jahren bekannten und bei Warmblutzüchtern gefürchteten Erkrankung handelt es sich um einen erblich bedingten Gendefekt, der zu einer Bindegewebsschwäche beim neugeborenen Fohlen führt. Es wird geschätzt, dass das WFFS seit 170 Jahren existiert und in etwa neun bis elf Prozent aller Warmblüter davon betroffen sind.
Wenn dein Pferd plötzlich aussieht, als wäre es durch hunderte von Brennnesseln gelaufen oder von einem Schwarm Mücken gestochen worden, könnte es sich um eine Nesselsucht, auch Nesselfieber genannt, handeln. Ausgelöst durch bestimmte Reize kommt es zu dieser überschießenden Reaktion des Immunsystems, bei der sich hunderte kleiner, runder, erhabener Schwellungen, sogenannter Quaddeln auf der Haut des Pferdes bilden. In den meisten Fällen verschwindet dieser Ausschlag schnell wieder, sobald die Ursache therapiert wurde.
Bleiben Futterbestandteile oder Fremdkörper in der Speiseröhre des Pferdes stecken, verkrampft sich die umliegende Muskulatur und es entsteht eine Schlundverstopfung. Aufgrund der Gefahr einer Lungenentzündung durch Einatmung von Futterresten (= Aspirationspneumonie) ist eine Schlundverstopfung immer ein lebensbedrohlicher Notfall, der sofortige tierärztliche Behandlung erfordert.
Diese sehr selten auftretende Erkrankung des Pferdes ist trotz des etwas irreführenden Namens (Hämatom = Bluterguss) kein einfacher Bluterguss, sondern ein vom Siebbein oder den Nasennebenhöhlen ausgehender langsam wachsender Tumor, der starke Blutungen auslösen kann. Das Siebbeinhämatom kann bei Pferden jeden Alters vorkommen, am häufigsten betroffen sind Pferde zwischen 8 und 15 Jahren.
Die Keratokonjunktivitis sicca wird auch als trockenes Auge bezeichnet und beschreibt eine Horn- und Bindehautentzündung, die durch zu geringe oder ganz fehlende Tränenflüssigkeit entsteht und im schlimmsten Fall zur Erblindung führen kann.
Links und rechts des Afters liegen beim Hund die beiden Analbeutel, in deren Inneren sich die Analdrüsen befinden. Das von diesen Drüsen produzierte, übelriechende Sekret wird in den Analbeuteln gesammelt und dient dem Hund als individuelle Duftmarke, die bei jedem Kotabsatz mit abgegeben wird. Eine Entzündung der Analbeutel kann für den Hund sehr unangenehm und schmerzhaft sein.
Der Lippengrind, medizinisch als Cheylitis bezeichnet, beschreibt ein bei Hausmeerschweinchen häufig vorkommendes nässendes Ekzem der Haut im Bereich der Lippen und Mundwinkel des Tieres, das im fortgeschrittenen Stadium auch auf Mund, Nase und das gesamte Gesicht übergreifen kann.
Es gibt verschiedenste Situationen, in denen dein Hund in Not geraten kann. Aber handelt es sich tatsächlich um einen Notfall? Und wie handelst du nun richtig? Hier findest du nützliche Informationen zur Einschätzung der Situation deines Hundes. Wichtig ist zunächst, dass du Ruhe bewahrst und einen klaren Kopf behältst.
Sicher hast du auch schon von davon gehört und wenn du jetzt ein Pferd mit langem, gelocktem Fell, unregelmäßigen Fettpolstern, Schwäche und eventuell sogar noch einer Hufrehe siehst, denkst du sofort: Das ist bestimmt ein Cushing! Ganz so einfach ist es aber nicht, denn Cushing hat ganz unterschiedliche Erscheinungsbilder und die Diagnose sollte nicht vorschnell gestellt werden.
Zweimal im Jahr kann eine Katze Junge bekommen. Leider sind vor allem unkastrierte Streuner- und Freigängerkatzen zu oft trächtig, wodurch zu viele „ungewollte“ Katzen geboren werden. In manchen Gebieten werden aus diesem Grund die heimatlos scheinenden Katzen eingefangen und vom zuständigen Tierheim zum Tierarzt gebracht, der sie kastriert. Wenn die Geburt jedoch beabsichtigt war und in einem geschützten Rahmen verläuft, kann sie etwas sehr Schönes für Mensch und Mutterkatze sein.
Die durch Parasiten verursachte Kokzidiose ist eine beim Kaninchen häufig vorkommende Erkrankung. Es werden die Leber- und die Darmkokzidiose unterschieden. Besonders gefährdet sind junge, gestresste oder geschwächte Tiere.