Hilfe, mein Hund wird inkontinent

Keine schöne Vorstellung: Plötzlich liegt dein Hund am Morgen in einem nassen Körbchen. Es riecht nach Urin und er schaut dich verschämt an. Seine Nase funktioniert noch gut und er fühlt sich sichtlich unwohl in seiner Haut.

INHALT
Wie kommt es zur Inkontinenz Was kannst du tun
Wie kommt es zur Inkontinenz

Meist erwischt es Hündinnen. Vor allem bei kastrierten oder älteren Hundedamen erschlafft der Schließmuskel der Harnblase. Unter Umständen ist auch eine Blasenentzündung (siehe entsprechender Artikel) verantwortlich für das unkontrollierte Verlieren von Urin. In diesem Fall verschwindet mit dem Ausheilen der Erkrankung auch die Inkontinenz wieder. Manchmal kommt es auch bei Rüden aus Krankheitsgründen zu einer Inkontinenz. In sehr seltenen Fällen kann dann auch ungewollt Kot ausgeschieden werden.

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Was kannst du tun

Ein inkontinenter Hund fühlt sich sehr unwohl, da er ein sauberes Körbchen bevorzugt. Bestrafe ihn also auf keinen Fall. Versuche das Problem unbedingt mit tierärztlicher Unterstützung zu ergründen und deinem Hund zu helfen. Mit bestimmten Medikamenten kann versucht werden, den Schließmuskel wieder zu stabilisieren.

Bei einer Altersinkontinenz wird das jedoch nicht vollständig gelingen, sondern Hund und Mensch müssen mit dem Problem so gut wie möglich weiterleben. Dein Hund braucht dich als Begleiter:in bis zum Ende, nun mehr denn je. Gehe mit ihm noch regelmäßiger nach draußen, damit er die Blase oft entleeren kann. Für die Unannehmlichkeiten zu Hause können eine wasserdichte Unterlage und spezielle Hundewindeln hilfreich sein. Diese gibt es als Einwegvariante oder als waschbare Stoffwindel, angepasst an Größe und Geschlecht. Trägt dein Hund dauerhaft Windeln, ist es wichtig, dass du mehrmals am Tag – am besten während der langen Spaziergänge – die Windel abnimmst, damit es nicht zu Hautreizungen kommt. Es gilt auch hier wie in jeder wirklich guten Beziehung: in guten wie in schlechten Zeiten.