Wenn aus einem Reitpferd eine Zuchtstute wird

Die Beweggründe aus einer Stute, die bisher Reitpferd war, eine Zuchtstute zu machen, können vielerlei sein. Auf dem Weg zum ersten Fohlen gibt es ein paar Parameter, die bedacht werden sollten.

INHALT
Wie geht es los? Tipps für dies und das
Wie geht es los?

Am Anfang des Entscheidungsprozesses geht es um die Eignung der Stute zum Muttertier. Fragen nach dem Alter, dem allgemeinen Gesundheitszustand und vor allem der Zuchttauglichkeit stehen hierbei ganz oben auf der Liste.

Die Stute sollte dafür tierärztlich untersucht werden, vielleicht sogar von einer auf den Bereich der Pferdegynäkologie spezialisierten Praxis. Es ist wichtig zu wissen, dass vor einer Besamung jedes Jahr vor Beginn der Decksaison eine sogenannte Tupferprobe gemacht werden muss. Hierbei wird durch einen Tupfer eine Schleimprobe aus dem Geschlechtsapparat der Stute entnommen und in einem Labor auf Bakterien untersucht. Die Stute sollte „sauber“ sein.

Steht dann fest, dass einer Besamung nichts im Wege steht, solltest du dir vor der ersten Trächtigkeit über die zukünftige Haltung der Stute Gedanken machen. Soll sie weiterhin geritten werden und in einem Reitstall stehen bleiben? Das ist durchaus möglich. Lediglich in der letzten Phase der Trächtigkeit sollte die Stute in eine Abfohlbox umziehen. Auch das gesamte Training muss in Richtung Abfohltermin angepasst und nach und nach verringert werden.

Vielleicht entscheidest du dich aber auch dafür, die Stute nach der Besamung in eine Stutenherde zu integrieren, wo sie sich auf saftigen Wiesen für das Muttersein stärken darf. Es gibt entsprechende Züchter und Aufzüchter, die hierfür Plätze anbieten. Scheue dich nicht, dir ein Bild vor Ort zu verschaffen und verschiedene Plätze anzuschauen. Schließlich wird deine Stute dort für eine längere Zeit leben und auch abfohlen.

Tipps für dies und das

Manchmal sind es die kleinen Tipps und Tricks, die helfen. Einige haben wir hier zusammengestellt.

Was für die Suche nach einem Hengst wichtig ist

  • Auf einer sogenannten Hengst-Parade kannst du die Pferde in Bewegung begutachten. Schaue dir am besten auch Nachzuchten von Hengsten an, die dich genauer interessieren.
  • Sogenannte Zuchtberater können dich bei der Auswahl des geeigneten Hengstes unterstützen. Sie können dich basierend auf der Abstammung deiner Stute beraten, welche Blutlinien gut zu ihr passen würden.
  • Auch interessant: An manche Hengsthalter muss das Deckgeld erst nach geglückter Trächtigkeit vollständig bezahlt werden.

Was für den Umgang mit der Zuchtstute wichtig ist

  • Die trächtige Stute sollte nach tierärztlicher Beratung ein Ergänzungsfuttermittel erhalten. Außerdem wichtig: Bewegung ist auch für eine werdende Pferdemutter gut.
  • Gewöhne die Stute vor dem Abfohltermin früh genug an ihre große Abfohlbox, damit sie sich dort zuhause fühlt.
  • Achte darauf, dass deine Stute keinen Stress hat. Weder in der Herde mit der Rangordnung, noch im Stall mit Nachbartieren oder zu viel Trubel drum herum. Schließlich soll sie nicht verfohlen.
  • Lass die Tierarztpraxis deines Vertrauens lieber einmal zu oft nach der Stute schauen und vergiss auch nicht die Nachuntersuchung nach dem Abfohlen.

petsXL Sunny tragend