Unter Urolithiasis, umgangssprachlich als Harnsteinkrankheit bezeichnet, versteht man die Bildung und Ablagerung unterschiedlichster Konkremente im Harnwegssystem des Pferdes. Auch wenn diese Erkrankung beim Pferd eher sporadisch vorkommt, so kann sie doch zu schwerwiegenden Symptomen und erheblichen Beeinträchtigungen führen. Die Ablagerungen können in Form von Kristallen, Gries, Sand oder Steinen vorkommen und sind am häufigsten (ca. 60%) in der Harnblase zu finden. Wallache sind stärker betroffen als Hengste oder Stuten.
Über die genauen Ursachen der Harnstein Entstehung besteht nach wie vor Unklarheit. Hauptbestandteil der Harnsteine ist Kalziumkarbonat, weswegen ein Überangebot an Kalzium und Phosphor im Organismus als Auslöser vermutet wird. Bekannt ist allerdings, dass bestimmte Faktoren die Bildung von Harnsteinen begünstigen. Dazu gehören unter anderem Harnwegsentzündungen, Harnstau oder Gewebeschädigungen, die zu einer pH-Wert Verschiebung führen, ein Überangebot bestimmter Mineralien im Urin sowie Schleim und abgestorbene Zellen, die als Kristallisationskern dienen. Bei Blasenlähmung oder Blasenentleerungsstörungen kann es zu einer übermäßigen Ansammlung von sandig-lehmigem Harngrieß kommen. Man spricht in diesem Fall von einer sabulösen (= sandigen) Zystitis.
Deutliche Krankheitsanzeichen sind meist erst ab einer gewissen Größe der Harnsteine und bei deutlichen Gewebeschäden zu beobachten. Die betroffenen Pferde fallen durch vermehrten und schmerzhaften Harndrang, blutigen Harn, Harnträufeln und zum Teil auch leichte Koliksymptome auf.
Entsprechend große Steine können die Harnröhre in seltenen Fällen auch komplett verlegen, so dass kein Harnabsatz mehr möglich ist. Die betroffenen Tiere zeigen hochgradige Koliksymptome und durch den erhöhten Druck kann es schlussendlich zu einem Riss der Blase oder der Harnröhre kommen. Die Symptome brechen abrupt ab, es kommt zur Ansammlung von Urin in der Bauchhöhle und die Tiere werden apathisch. Sowohl die starken Koliksymptome als auch der plötzliche Wechsel stellen immer einen akuten Notfall dar und erfordern sofortige tierärztliche Behandlung.
Nach einem ausführlichen Vorbericht und einer allgemeinen klinischen Untersuchung kann der Tierarzt bereits eine Verdachtsdiagnose stellen. Durch die rektale Untersuchung wird dieser Verdacht meist schon bestätigt, da sich ein Blasenstein aufgrund seiner Größe bereits deutlich in der entleerten Blase durch den Tierarzt ertasten lässt. Eine vollständige Untersuchung der gesamten harnableitenden Wege sollte immer durchgeführt werden, um weitere Steine oder Gries aufzufinden.
Die exakte Diagnose und genaue Darstellung des oder der Harnsteine ist schließlich mit Hilfe der transrektalen Ultraschalluntersuchung und der endoskopischen Untersuchung der Harnröhre und Blase (= Blasenspiegelung) möglich. Durch zusätzliche Blut- und Harnuntersuchungen lassen sich die Entzündungsparameter, der Schweregrad der Erkrankung, eine mögliche Keimbeteiligung und die Beeinträchtigung der Nierenfunktion ermitteln.
Sandig-lehmiger Harngrieß kann durch Blasenspülungen aufgeweicht und herausgespült werden. Bisher ist keine medikamentöse Therapie bekannt, die zur Auflösung kalziumhaltiger Harnsteine führt. Die Therapie der Wahl ist daher immer die chirurgische Entfernung der Harnsteine. Dem Tierarzt stehen dafür inzwischen verschieden Operationsmethoden zur Verfügung. Am narkotisierten und abgelegten Pferd kann zum einen eine herkömmliche Operation als auch eine minimal-invasive Laparozystotomie (= Schlüsselloch-Operationstechnik) durchgeführt werden. Beide dieser Methoden erfordern immer eine Vollnarkose und eine mindestens zweiwöchige Boxenruhe des Patienten nach der OP.
Mit Hilfe moderner Stoßwellen-Techniken können Harnsteine inzwischen auch am stehenden Pferd endoskopisch über die Harnröhre zertrümmert und entfernt werden. Dieser Eingriff sollte zwar auch unbedingt stationär in einer Klinik erfolgen, erfordert jedoch lediglich eine Sedierung des Pferdes und hinterlässt keine OP-Narben, die lange ausheilen müssen.
In den seltenen Fällen diagnostizierter Nierensteine können diese ausschließlich durch die operative Entfernung der Niere behandelt werden. Dieser schwer durchführbare Eingriff sollte absoluten Spezialisten vorbehalten bleiben. Bitte informiere dich im Einzelfall bei deinem Tierarzt, wo ein solcher Eingriff durchgeführt werden kann.
Die Heilungsaussichten richten sich nach Lage und Größe der Harnsteine sowie dem Erfolg der chirurgischen Behandlung. Bei vollständiger chirurgischer Entfernung von Blasen- oder Harnröhrensteinen durch Laparozystoskopie oder herkömmliche Operationstechnik besteht nur eine sehr geringe Rückfallgefahr und damit eine gute Prognose. Im Fall von Harnleiter- oder Nierensteinen ist die Prognose bedingt durch den sehr viel schwierigeren chirurgischen Eingriff nur als vorsichtig einzustufen.
Je nach Dauer und Ausprägung der Erkrankung kann es auch nach der Behandlung noch zu Störungen der Blasenentleerung kommen. Bedingt durch die Entzündung der Schleimhaut und die mechanische Reizung der Blase sind die betroffenen Pferde auch nach Entfernung der Steine nicht in der Lage gezielt und kontrolliert Urin abzusetzen. Die betroffenen Pferde haben eine dauerhaft übervolle Blase, wodurch es zu wiederkehrenden Koliken kommen kann. Sollte sich diese Problematik als nicht reversibel erweisen, kann es notwendig werden, das Pferd zu erlösen.
Um der Bildung von Harnsteinen vorzubeugen, sollte die Zusammensetzung von sowohl Rau- als auch Kraftfutter mit dem Tierarzt genau besprochen und eventuell angepasst werden. Es empfiehlt sich eine Raufutteranalyse durchführen zu lassen und auch alle Zusatzfuttermittel auf ihre Inhaltsstoffe zu überprüfen. Da es sich beim Pferd in erster Linie um Steine aus Kalziumkarbonat handelt, sollte auf kalziumhaltige Futtermittel weitestgehend verzichtet werden, um eine Überversorgung zu vermeiden.
Das Hornhautgeschwür, auch als Hornhautulcus bezeichnet, gehört zu den häufigsten Erkrankungen am Auge des Pferdes. Es handelt sich dabei nicht um eine Wucherung, sondern um einen Gewebedefekt, der chronisch nicht abheilt und unterschiedliche Ausmaße annehmen kann. Die Therapie eines Hornhautgeschwürs erweist sich als zum Teil sehr frustrierend und nicht oder falsch behandelte Hornhautgeschwüre können zu schwerwiegenden Sehstörungen bis hin zum Verlust des Auges führen.
Impfungen beim Pferd dienen der Gesundheitsvorsorge und schützen vor möglichen Krankheiten und ihrer Ausbreitung. Je nachdem was du mit deinem Pferd machen möchtest, sind verschiedene Impfungen sinnvoll und für Turnierpferde sogar vorgeschrieben. Alle Impfungen werden von deiner Tierarztpraxis im Equidenpass korrekt dokumentiert.
Grundsätzlich gilt: Jeder Hund braucht ein gewisses Maß an Pflege, die einen mehr, die anderen weniger. Bei einigen lohnt sich sogar der Gang zum Hundefriseur. Du kannst als Hundehalter in jedem Fall auch zu Hause Hand anlegen.
Ein Fohlen bei sich aufzunehmen und damit den ganz langen Weg zum Glück auf dem Rücken eines Pferdes zu wählen, ist ein richtiges Abenteuer! Es ist die Chance, eine Verbindung zu knüpfen, die über Jahre hinweg reifen kann und ein Fohlen zum Pferd heranwachsen zu sehen. Doch dafür ist auch Engagement von dir gefragt.
Träumt nicht jeder Reiter von einem unvergesslichen Ausritt auf seinem vierbeinigen Liebling? Ob über Stock und Stein, entlang der Küste oder einfach von Ort zu Ort. Das Gefühl, entspannt auf seinem Pferd zu sitzen und die Nase in den Wind zu halten, ist schon toll. Gemeinsam die Natur erkunden, vielleicht ein Kopf-an-Kopf-Rennen in der Reitgruppe oder mutig in einen See hineinreiten, um zu baden, all diese Bilder und Geschichten von traumhaften Reitausflügen glücklicher Pferd-Reiter-Paare hast bestimmt auch du gerade im Kopf. Wir alle wissen, dass es nicht immer nur strahlendes Glück auf vier Hufen gibt und der eine oder andere Reiter ganz schön ins Schwitzen gerät bei einem Ausritt durch unbekanntes Terrain. Doch wer ein wenig vorsorgt und ein paar Dinge beachtet, kann gute Voraussetzungen dafür schaffen, um begeistert und voller schöner Erinnerungen von einem Ausritt zurückzukehren.
Als Sommerekzem wird eine wiederkehrende allergische Hauterkrankung bei Pferden bezeichnet, die sich durch hochgradigen Juckreiz und haarlose, offene Hautstellen äußert. Die Erkrankung kann bei Pferden aller Rassen auftreten, wobei Isländer, Norweger, Shetlandponys und Haflinger deutlich häufiger und Warmblüter eher selten betroffen sind.
Die Beweggründe aus einer Stute, die bisher Reitpferd war, eine Zuchtstute zu machen, können vielerlei sein. Auf dem Weg zum ersten Fohlen gibt es ein paar Parameter, die bedacht werden sollten.
Der vom Wolf abstammende Hund hat ein Gebiss, das zum Jagen, Töten und Zerkleinern von Nahrung gemacht ist. Die Nahrungssuche hat sich indes für unseren vierbeinigen Freund verändert: Heute wird eine Dose geöffnet oder sogar für unsere geliebten Fellnasen gekocht. Durch die Züchtung verschiedener Rassen hat sich auch die Länge der Hundenase und der Zahnabstand verändert. All das kann leider dazu führen, dass das ein oder andere Zahnproblem auftritt.
Stumpfes Fell, haarlose, entzündete Hautareale und ein oft sehr ausgeprägter Juckreiz charakterisieren diese parasitäre Hauterkrankung, die weltweit vorkommt und Hunde jeden Alters betreffen kann. Auslöser ist eine auch auf dem gesunden Hund zu findende Milbe, die Haarbalgmilbe Demodex. Warum sie sich in bestimmten Fällen überdurchschnittlich stark vermehrt und zu den erwähnten Hautveränderungen führt, ist nach wie vor nicht vollständig aufgeklärt. Die Erkrankung wird als nicht ansteckend betrachtet.
Die Entscheidung über eine Kastration ist für viele Hundebesitzer:innen schwer. Einerseits wünscht du dir eine Verhaltensänderung, andererseits sorgst du dich vor nicht wieder rückgängig machbaren Folgen. Mit einem Suprelorin-Implantat kannst du testen, wie sich eine Kastration auf das Verhalten und die Gesundheit deines Hundes auswirkt - ohne gleich den endgültigen Schritt zu gehen. Das Implantat kann auch für Frettchen verwendet werden.
Die kuschelweichen Chinchillas sind flinke Kletterer und Springer. Es macht großen Spaß, sie zu beobachten. Und mit etwas Geduld werden sie sogar handzahm!
Hunde im Seniorenalter sind durch eine verbesserte Vorsorge keine Seltenheit mehr. Vergleichbar mit uns Menschen zeigen sich klassische altersbedingte Beschwerden, wie beispielsweise Arthrose, Linsentrübung oder Demenz. An Demenz – auch canines kognitives Dysfunktions-Syndrom (= CDS, „Hunde-Alzheimer“) – leiden rund 20% der neunjährigen und knapp 70% der 15jährigen Hunde.