Schon in den vergangenen Jahrhunderten spielte der Blick ins Pferdemaul eine wichtige Rolle, allerdings vorrangig, um das Alter des Pferdes zu bestimmen. Heutzutage geht es eher um die Themen Zahnpflege und Zahnerkrankungen beim Pferd. Zahnhygiene ist ein durchaus wichtiger Aspekt in der Gesunderhaltung des Pferdes. Die regelmäßige tierärztliche Kontrolle von Maulhöhle und Zähnen sollte mindestens einmal pro Jahr stattfinden. Die jährliche Kontrolluntersuchung und Routine-Zahnbehandlung kann von jeder Pferdepraxis durchgeführt werden. Bei speziellen Zahnproblemen oder Komplikationen empfiehlt es sich, eine auf Pferdezähne spezialisierte Praxis hinzuzuziehen. Typische Zahnprobleme beim Pferd sind Zahnstein sowie Haken- und Kantenbildung an den Backenzähnen durch ungleichmäßige Abnutzung. Bei der routinemäßigen Behandlung sind diese Befunde schnell behoben und Folgeschäden direkt abgewendet. Doch wie erkennen wir als Pferdebesitzer:innen ob unser Pferd Zahnprobleme hat?
Temporär auftretende Zahnschmerzen durch den Zahnwechsel können bei jungen Pferden in etwa bis zum siebten Lebensjahr auftreten. Beim Wechsel vom Milchzahn zum bleibenden Zahn kommt es hin und wieder zur Bildung von Kieferzysten, auch Bumps oder Knäste genannt. Diese sind meist äußerlich sichtbar durch eine nicht schmerzhafte, feste Schwellung, die sich in kurzer Zeit von allein wieder zurückbildet.
Sofern vorhanden, können auch die sogenannten Wolfszähne Probleme bereiten. Diese sind keine voll entwickelten Zähne, sondern Überbleibsel aus der Entwicklung des Pferdegebisses. Wolfszähne kommen nicht bei jedem Pferd und auch nicht immer in gleicher Art und Anzahl vor. Sie liegen in unterschiedlichem Abstand vor dem ersten Backenzahn und haben meist nur sehr kurze Wurzeln. Beim Reiten können die Wolfszähne dem Pferd durch Berührung und Druck des Gebisses Schmerzen bereiten. Auch Kauprobleme können auftreten. Es empfiehlt sich, diese Zähne fachgerecht tierärztlich entfernen zu lassen. Hierfür ist ein kleiner chirurgischer Eingriff notwendig, der unter leichter Betäubung im Stall vorgenommen werden kann.
Entzündungen im Pferdemaul können verschiedene Ursachen haben. Sie treten vermehrt bei älteren Pferden auf und resultieren häufig aus Verletzungen durch scharfkantige Zahnspitzen oder Zahnfrakturen. Ausgehend von der Zahnwurzel oder dem Zahnfleisch kann sich eine Zahninfektion ausbreiten. Es treten unterschiedliche Symptome wie etwa Futterverweigerung, Maulgeruch, lokale Schwellungen oder auch Fieber auf. Ist die Infektion schon weit fortgeschritten und hat auch die Nasen- oder Kieferhöhlen in Mitleidenschaft gezogen, kann sich dies durch einseitigen Nasenausfluss äußern und muss dringend tierärztlich behandelt werden. Unter Umständen müssen die infizierten Zähne dann unter Sedierung oder Vollnarkose gezogen werden.
Schaue also getrost auch dem "geschenkten Gaul" einmal ins Maul, da es nicht nur um die Bestimmung des Alters, sondern vor allem um die Gesundheit deines Pferdes geht.
Die Zuordnung der Symptome zu tatsächlichen Zahnproblemen ist nicht ganz einfach. Der Grund dafür ist, dass man bei Pferden meist erst deutliche Anzeichen wahrnimmt, wenn eine Zahnerkrankung bereits fortgeschritten ist. An den folgenden Anhaltspunkten kannst du als Pferdebesitzer:in erkennen, dass dein Pferd möglicherweise unter einem Zahnproblem leidet:
Außerdem gibt es verschiedene Symptome für Zahnschmerzen beim Reitpferd. Reiter:innen sollten aufmerksam werden, wenn ihr Pferd Widerstand gegen das Gebiss oder die Trense zeigt. Kopfschlagen oder kopfscheues Verhalten können ebenfalls mögliche Indizien für Schmerzen im Maul- oder Zahnbereich sein. Probleme im Bereich des Kiefergelenks können sich beim Pferd in Form von Zähneknirschen äußern. Körperliche Blockaden oder schlechtsitzende Trensen, die einen Druckschmerz auf den Kiefer ausüben, können dafür verantwortlich sein. Allerdings reagieren einige Pferde auch auf Überforderung oder Stress mit Zähneknirschen. Wenn dein Pferd nur unter bestimmten Umständen beim Reiten mit den Zähnen knirscht, sollten die Reitweise und der Sitz des Sattels überprüft werden. Diese für das Reitpferd beschriebenen Symptome müssen mit einem übergeordneten Blick betrachtet werden, da Widersetzlichkeit beim Pferd auch durch viele andere Problematiken begründet sein kann.
Lasse jährlich eine tierärztliche Routine-Zahnkontrolle machen. Besteht schon eine bekannte Gebissproblematik, ist dies halbjährlich sinnvoll. Nach einer größeren Gebisskorrektur ist ein Kontrolltermin nach acht Wochen zu empfehlen.
Lust auf ein wenig Spiel und Spaß mit deinem Kaninchen? Kaninchen sind intelligente Tiere. Mit Geduld und den richtigen Schritten kann es auch ein „High Five“ oder „Platz“ vorführen.
Was für viele Menschen eine ausgelassene Tanznacht wird, ist leider für eine ganze Menge Hundebesitzer ein heikles Thema: Silvester mit dem Feuerwerk ängstigt unsere geräuschempfindlichen Vierbeiner und kann zu großen Problemen führen.
Der Winter fordert Menschen und Tiere anders als der Sommer. Der Körper muss sich auf die kalte, dunklere Jahreszeit einstellen. Wir können auch unserem Hund helfen, sehr gut durch den Winter zu kommen.
Wusstest du, dass Farbratten eine angenehme Ruhe besitzen und den Menschen um sich herum mit ihrem freundlichen Wesen viel Freude bereiten können?
Hunde im Seniorenalter sind durch eine verbesserte Vorsorge keine Seltenheit mehr. Vergleichbar mit uns Menschen zeigen sich klassische altersbedingte Beschwerden, wie beispielsweise Arthrose, Linsentrübung oder Demenz. An Demenz – auch canines kognitives Dysfunktions-Syndrom (= CDS, „Hunde-Alzheimer“) – leiden rund 20% der neunjährigen und knapp 70% der 15jährigen Hunde.
Es ist schon etwas Besonderes, wenn die eigene Hündin Junge bekommt – und für uns als Hundehaltende wahrscheinlich fast genauso aufregend wie für das Tier selbst. Wichtig ist, dass du als Begleitender der werdenden Hundemama immer schön die Ruhe bewahrst – und die Notfall-Nummer deiner Tierarztpraxis griffbereit hast.
Die periodische Augenentzündung ist seit über 2000 Jahren bekannt und die häufigste beim Pferd auftretende Augenerkrankung. Sie beschreibt eine wiederkehrende Entzündung der Uvea, der mittleren Augenhaut. In der Veterinärmedizin wird die Bezeichnung „Equine rezidivierende Uveitis“ (ERU) verwendet. Die Erkrankung tritt wiederholt, anfangs in längeren und später in kürzeren Intervallen auf und kann zu erheblichen Beeinträchtigungen des Sehvermögens führen. Da die betroffenen Pferde oft an dieser Erkrankung erblindeten und man vermutete, dass sie mit den Mondphasen zusammenhing, wurde sie im Volksmund auch als "Mondblindheit" bezeichnet.
Hauterkrankungen gehören neben Magen-Darm-Erkrankungen zu den häufigsten Vorstellungsgründen in der Tierarztpraxis. Als Pyodermie wird eine eitrige Infektionen der Haut bezeichnet, die durch unterschiedliche Bakterien ausgelöst werden kann.
Es passiert auf der Koppel oder in der Box: Dein Pferd verletzt sich und blutet vielleicht? Nur ein kleiner Kratzer, eine Schwellung oder gar eine riesige, klaffende Fleischwunde? Was ist nun zu tun? Muss ich meine/n Tierärzt:in rufen oder kann ich es selbst versorgen? Aber wie? Und wie kann ich das Verletzungsrisiko in Zukunft minimieren?
Bewegt sich dein Hund steifer, mag nicht mehr die Treppe runter gehen oder ins Auto springen? Lahmt er oder ist ein Gelenk geschwollen? Rund 20% aller Hunde entwickeln im Laufe ihres Lebens Gelenk-Erkrankungen wie Arthritis und Arthrose. Doch was ist der Unterschied?
Für Pferdebesitzer:innen und Reiter:innen oft ein dramatischer Anblick: von einem Tag auf den anderen zeigt dein Pferd plötzlich eine hochgradige Lahmheit. Die betroffene Gliedmaße wird stark geschont oder gar nicht mehr richtig aufgesetzt. Gelegentlich, jedoch nicht immer, fühlt sich der betroffene Huf wärmer an als die anderen Hufe. Es ist offensichtlich: dein Pferd hat starke Schmerzen. Du vermutest das Schlimmste. Nicht selten handelt es sich dabei aber "lediglich" um ein Hufgeschwür. Der umgangssprachliche Begriff Hufgeschwür ist irreführend, da es sich nicht um ein Geschwür, also eine Gewebewucherung handelt, sondern um eine eitrige Entzündung in Form eines Abszesses. Rufe in einem solchen Fall umgehend deine/n Tierärzt:in.
Rotz, oft auch als Hautrotz oder Hautwurm bezeichnet, gehört zu den am längsten bekannten Erkrankungen des Pferdes. Es handelt sich dabei um eine bakterielle, seuchenhaft auftretende Infektionskrankheit, die durch eitrige Haut- und Schleimhautgeschwüre und einen meist chronischen Verlauf gekennzeichnet ist. Während die Erkrankung in Asien, Afrika und Südamerika noch verbreitet ist, galt sie in Deutschland bereits seit 1956 als ausgerottet. Im Jahr 2015 wurde sie zum ersten Mal wieder bei einem Pferd festgestellt. Aufgrund der Gefahr auch für den Menschen ist die Erkrankung nach wie vor meldepflichtig.