Arthroskopie

Bei einer Arthroskopie, auch Gelenkspiegelung genannt, wird ein Gelenk von innen betrachtet. Es handelt sich hierbei um eine diagnostische sowie therapeutische Behandlungsmethode der Orthopädie ohne große Hautschnitte (=minimalinvasiv).

INHALT
Durchführung Einsatzbereiche
Durchführung

Grundvoraussetzung für die korrekte Durchführung von Arthroskopien ist sowohl die technische Ausstattung als auch speziell chirurgisch ausgebildetes Personal.

Zur technischen Ausstattung gehören das Arthroskop mit Kamerakopf und Optik, eine Lichtquelle, um das Innere des Gelenks zu beleuchten, eine Pumpvorrichtung, um das Gelenk mit Flüssigkeit aufzufüllen und ein Monitor zur Bilddarstellung.

Für den Eingriff ist eine Vollnarkose und ein steriler Operationsraum notwendig. Um Zugang zum Gelenk zu erhalten, setzt der Chirurg am Gelenk nur zwei sehr kleine Schnitte (=Stichinzisionen), durch die zum einen das Arthroskop und zum anderen die speziellen Arbeitsinstrumente eingeführt werden. Die Kamera am Kopf des Arthroskops überträgt ein stark vergrößertes Bild des Gelenkinnenraums an den Monitor. Dadurch werden selbst kleine Strukturen gut erkennbar.

Einsatzbereiche

In der Tiermedizin wird die Arthroskopie vor allem bei Pferd und Hund zur Diagnostik und Therapie von Erkrankungen größerer Gelenke der Gliedmaßen eingesetzt. Inzwischen können dank moderner Technik jedoch auch deutlich kleinere Gelenke arthroskopiert werden.

Die Arthroskopie kann zur Diagnostik eingesetzt werden, um die Art oder das Ausmaß einer Erkrankung im Gelenk genauer zu beurteilen.

Zu therapeutischen Zwecken kommt die Arthroskopie am häufigsten bei der Entfernung von Knorpel- oder Knochenfragmenten (=Gelenkchips) zum Einsatz. Ein typisches Beispiel ist die OCD (=Osteochondrosis dissecans), die zum Komplex der Ellenbogengelenksdysplasie (siehe entsprechender Artikel) gehört. Im Verlauf der Arthroskopie kann eventuell beschädigter Knorpel geglättet werden. Infizierte Gelenke können arthroskopisch gesäubert und gespült werden.