Namensgeber dieser weltweit verbreiteten, hochansteckenden Virusinfektion ist der ungarische Veterinärpathologe Aladar Aujeszky, der die Erkrankung 1902 zum ersten Mal beschrieben hat. Sie wird durch das Herpesvirus des Schweins hervorgerufen. Erkranken können Hunde und Katzen, aber auch Rinder, Schafe und Ziegen. Pferde und Menschen sind resistent. Die Erkrankung wird auch als Pseudowut bezeichnet und verläuft bei Hunden und Katzen immer tödlich. Die Aujeszkysche Krankheit gehört zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen und wird staatlich bekämpft.
Hauptwirte des Erregers sind Schweine und Ratten. Schweine stecken sich untereinander durch direkten Kontakt über Tröpfcheninfektion an. In Deutschland gilt die Aujeszkysche Krankheit seit den 1990er-Jahren bei Hausschweinen als getilgt. Bei Wildschweinen kommt das Virus jedoch weiterhin vor.
Häufigste Ansteckungsquellen für Hunde und Katzen sind rohes oder ungenügend erhitztes Schweinefleisch und Jagdabfälle. Das Virus wird mit dem infizierten Fleisch aufgenommen, gelangt in den Verdauungstrakt und vermehrt sich dort. Anschließend verteilt es sich über den Blutkreislauf im gesamten Organismus. Im Gehirn findet eine weitere Vermehrung statt, was zu Gehirn- und Rückenmarksentzündungen (siehe Artikel Meningoenzephalitis) mit einer Zerstörung des Nervengewebes führt. Speziell bei Jagdhunden kommen immer wieder Todesfälle vor.
Bei Schweinen ist die Erkrankung nur für Saugferkel lebensbedrohlich. Diese sterben meist ohne dass Symptome bemerkt werden. Ferkel über zehn Wochen zeigen Muskelzuckungen, Bewegungs- und Verhaltensstörungen. Ältere Schweine hingegen sind die Haupt-Virusausscheider. Sie zeigen hauptsächlich Atemwegssymptome und haben Fehlgeburten.
Bei allen anderen Säugetieren verläuft die Erkrankung immer tödlich. Innerhalb von drei bis vier Tagen nach der Ansteckung treten bei erkrankten Tieren bereits die ersten Symptome auf. Erkrankte Tiere fallen durch extreme Lautäußerungen, Unruhe, starkes Speicheln und zum Teil auch Erbrechen auf. Im weiteren Verlauf zeigen sich über den gesamten Körper verlaufende Muskelzuckungen, extremer Juckreiz, Aggressivität, Bewegungsstörungen und Krämpfe, weswegen der Name Pseudowut entstand. In der Regel kommt es zwölf bis 48 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome zum Tod des Tieres.
Solltest du oben beschriebene Symptome bei deinem Tier beobachten, suche bitte unverzüglich deine/n Tierärzt:in auf, auch wenn das Tier bereits verstorben ist, denn schon der Verdacht auf Aujeszkysche Krankheit muss beim Veterinäramt angezeigt werden.
Dein/e Tierärzt:in stellt anhand der charakteristischen Symptome in Verbindung mit deinem Vorbericht eine Verdachtsdiagnose. Ist dir bekannt, was dein Tier gefressen oder zu welchen möglichen Überträgern es Kontakt hatte, kann eine Untersuchung der Überträger oder des Fleisches einen Nachweis erbringen. Andernfalls ist der direkte Virusnachweis erst am toten Tier möglich. Antikörper lassen sich erst vier bis fünf Tage nach der Infektion im Blut nachweisen. Da die Tiere in den meisten Fällen vorher versterben, ist dieser Test nicht praktikabel.
Bei Hunden und Katzen gibt es nach heutigem Wissensstand keine Therapiemöglichkeit. Nach dem Ausbruch der Erkrankung führt sie bei ihnen innerhalb von zwölf bis 48 Stunden immer zum Tod. Hunde oder Katzen, die mit eindeutigen, schwerwiegenden Symptomen einer Pseudowut in der Tierarztpraxis vorgestellt werden, sollten eingeschläfert werden, um ihnen weiteres Leid zu ersparen.
Es handelt sich bei der Aujeszkyschen Krankheit um eine anzeigepflichtige Tierseuche, die in Deutschland und auch in vielen anderen Ländern staatlich bekämpft wird. In Schweinebetriebe werden dafür regelmäßige Blutuntersuchungen und wenn nötig Sperrungen durchgeführt. Um die Weiterverbreitung der Pseudowut zu verhindern kann es auch notwendig sein, Tiere vorsorglich zu töten. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer Keulung.
Für Schweine besteht in stark verseuchten Gebieten die Möglichkeit einer Impfung. Diese schützt jedoch nicht vor der Infektion, sondern nur vor den Symptomen, so dass für den/die Landwirt:in keine Verluste entstehen. Infizierte Schweine stellen somit aber trotzdem einen Infektionsherd da, weswegen die Impfung in Aujeszky-freien Ländern, wie Deutschland, verboten ist.
Für Hunde und Katzen existiert in Europa kein Impfstoff. Die Einhaltung gewisser Maßnahmen kann jedoch das Risiko einer Infektion bei ihnen senken. Da Schweine die Hauptvirusträger und -ausscheider sind, sollten Hunde und Katzen nicht mit ihnen gemeinsam gehalten werden. Jagdhunde sollten konsequent vom Aufbruch von Wildschweinen und von sonstigem potentiell infektiösen Material, wie Jagdabfällen, ferngehalten werden. Des Weiteren ist bei der Verfütterung von Schweinefleisch darauf zu achten, dass es immer vollständig durchgegart ist, da Hitze den Erreger sicher abtötet.
Es ist natürlich, dass dein Pferd gelegentlich mit dem Kopf schlägt, um Insekten abzuwehren oder weil es aufgeregt oder angespannt ist. Unwillkürliches, andauerndes Hoch- und Herunterschlagen des Kopfes ohne ersichtliche Ursache ist jedoch nicht mehr natürlich. Es ist charakteristisch für das Headshaking Syndrom. Im Gegensatz zum Koppen oder Weben ist das Headshaking meistens keine Verhaltensstörung, sondern eine neurologische Erkrankung, die unbedingt tierärztlich abgeklärt werden sollte.
Da sich die Harnröhre beim Kater zur Penisspitze hin stark verengt, kann es leicht zu einer Blockade der Harnröhre, einer sogenannten Urethraobstruktion, kommen. Die betroffenen Kater können plötzlich keinen Urin mehr absetzen und es entsteht ein schmerzhafter und lebensgefährlicher Harnstau in der Blase. Es handelt sich immer um einen absoluten Notfall, der unverzüglich tierärztlich behandelt werden muss. Betroffen sind vorrangig im Haus gehaltene Kater, Freigänger erkranken deutlich seltener.
Es kann so viel Freude machen, stundenlang an unserem Pferd herum zu putzen. Den Schweif pflegen, die Hufe einölen und, und, und … so ein Schönheitstag gefällt auch vielen Vierbeinern. Natürlich ist die Produktpalette, die du an deinem Pferd ausprobieren kannst, recht groß. Es gibt ganze Beautyserien für die Tiere, man kann tatsächlich viel Geld im Pferdesportgeschäft lassen. Doch es geht auch günstiger. Einfachste Artikel aus der Drogerie können wunderbar umfunktioniert werden zu Pferde-Pflege-Produkten. Ähnlich steht es um Utensilien für die Bodenarbeit, das Scheutraining oder einfach nur zum Spielen fürs Pferd.
Die Britisch Kurzhaar ist eine der beliebtesten Katzenrassen Europas. Mit ihrem kräftigen Körperbau, dem dichten Fell und dem ruhigen Wesen bringt die Britisch Kurzhaar eine besondere Ausstrahlung mit sich. Sie gilt als ausgeglichen, unkompliziert, zurückhaltend und selbstbewusst: eine ideale Katze für Menschen mit einem eher entspannten Lebensstil.
Du liebst Sport – und du liebst deinen Hund. Warum also nicht das eine mit dem anderen verbinden? Sogar, wenn du den Wettbewerb oder immer neue Herausforderungen suchst oder den Sport extremer betreiben möchtest, kann das mit deinem Partner Hund möglich sein.
Die Blutegeltherapie ist seit der Antike bekannt. Inzwischen ist der Blutegel als Arzneimittel anerkannt und wird sowohl in der Human- als auch der Tiermedizin zur Schmerzlinderung, Entzündungshemmung und Blutverdünnung angewandt.
Die ersten Wochen mit einem Welpen sind aufregend – nicht nur für dich, sondern auch für deinen jungen Hund. Bald kommt der Moment, an dem ihr gemeinsam das erste Mal die Welt außerhalb des Zuhauses entdeckt. Damit der erste Spaziergang ein schönes und sicheres Erlebnis für euch beide wird, gibt es einiges zu beachten.
Bei einer Arthroskopie, auch Gelenkspiegelung genannt, wird ein Gelenk von innen betrachtet. Es handelt sich hierbei um eine diagnostische sowie therapeutische Behandlungsmethode der Orthopädie ohne große Hautschnitte (=minimalinvasiv).
Die Dermatophilose, nicht zu verwechseln mit der durch Pilze verursachte Dermatomykose, ist eine bakterielle Hauterkrankung des Pferdes. Sie tritt vor allem in der nasskalten Jahreszeit bei Pferden auf, die im Offenstall oder viel auf der Weide stehen, weswegen sie umgangssprachlich auch als Regenekzem bezeichnet wird.
Euthanasie wird im Deutschen auch als Einschläfern bezeichnet. Bei Tieren ist diese Sterbehilfe unter bestimmten, tierschutzrechtlich geregelten Umständen erlaubt. Wenn ein Leiden nicht mehr zu lindern ist, kann das schmerzlose Einschläfern eine Erlösung für dein Tier sein. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen und wie läuft eine Euthanasie ab?
Es gibt verschiedenste Argumente für diverse Arten, deinen Hund zu ernähren. Was für welchen Hund am besten ist und wie sich die Fütterung in deinen Alltag integrieren lässt, variiert individuell. Im Folgenden findest du einige Empfehlungen und Ideen zu diesem Thema.
Einige der vom Menschen auf ein gewünschtes Aussehen gezüchteten Rassen haben mit schwerwiegenden, gesundheitlichen Problemen zu kämpfen: Atembeschwerden, Gelenk-Schäden, Augen-Probleme oder begrenzte Möglichkeit der Kommunikation – die Liste der Erkrankungen und der betroffenen Tierrassen ist lang. Aber was genau ist eine Qualzucht?