Die Dermatophilose, nicht zu verwechseln mit der durch Pilze verursachte Dermatomykose, ist eine bakterielle Hauterkrankung des Pferdes. Sie tritt vor allem in der nasskalten Jahreszeit bei Pferden auf, die im Offenstall oder viel auf der Weide stehen, weswegen sie umgangssprachlich auch als Regenekzem bezeichnet wird.
Der Erreger und Namensgeber dieser Hauterkrankung ist das Bakterium Dermatophilus congolensis, das einem Pferd mit einer gesunden Haut und Hautflora jedoch nicht schadet. Krankhafte Hautveränderungen entstehen erst dann, wenn der natürliche Schutz der Haut durch Stoffwechselstörungen, kleine Hautläsionen oder lang andauernde Nässe zerstört wird. Auch schmutzige, verschwitzte oder scheuernde Satteldecken können zu einer starken Hautreizung im Rückenbereich führen, die dann zur Eintrittspforte für den Erreger wird. Das Bakterium dringt durch kleine Risse oder aufgeweichte Haut in die obersten Hautschichten ein und kann sich dort unter Luftabschluss vermehren. Eine Übertragung von Tier zu Tier findet nur äußerst selten statt.
Die ersten Anzeichen der Erkrankung sind meist vereinzelte krustig-verklebte knotige Verdickungen der Haut an den Gelenken und am Rücken, die sich unbehandelt schnell großflächig ausbreiten können. Die mit dem Fell verklebten Krusten lassen sich leicht von der darunter liegenden Haut lösen. Die betroffenen Hautareale sind warm, wund und gerötet und häufig von einem schmierigen Sekret bedeckt. Im weiteren Verlauf lösen sich die Krusten nach und nach ab und es entstehen großflächige haarlose Hautbereiche. Die entzündete Haut ist schmerzhaft und nicht selten kann es bei massiven Veränderungen auch zu Fieber und Mattigkeit kommen.
Nach einer eingehenden allgemeinen Untersuchung und Erhebung eines ausführlichen Vorberichts wird der Tierarzt anhand der erhobenen Befunde meist bereits eine Verdachtsdiagnose stellen können. Mit Hilfe einer einfachen mikroskopischen Untersuchung entnommener und speziell angefärbter Proben aus den veränderten Hautbereichen kann die Diagnose häufig schon bestätigt und andere Ursachen ausgeschlossen werden, da sich das Bakterium schon unter dem Mikroskop sehr charakteristisch darstellt.
In unklaren Fällen oder bei lang bestehender Symptomatik kann der Tierarzt auch ein Hautgeschabsel entnehmen, um den Erreger im Labor kulturell anzuzüchten und über ein Antibiogramm herauszufinden, welches Präparat wirksam ist.
Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß und Schweregrad der Veränderungen. Im Anfangsstadium und bei nur geringer Ausbreitung kann die Erkrankung ausschließlich mit lokalen milden Waschungen und antibiotischen Salben oder Sprays erfolgreich behandelt werden. Sind bereits große Körperbereiche betroffen und zeigt das Pferd auch allgemeine Symptome ist die Verabreichung eines speziellen Antibiotikums angezeigt. Dein Tierarzt wird mit dir im Einzelfall genau besprechen, welche Therapie erforderlich ist.
Bei frühzeitiger Diagnose und Behandlung besteht eine sehr gute Prognose, dass sich das Pferd wieder vollständig erholt. In schwerwiegenden Fällen können, vorrangig an den Gliedmaßen nach Abheilung der geschädigten Hautbereiche haarlose wulstige Verdickungen zurückbleiben.
Bisher existiert keine wirksame Schutzimpfung gegen die Dermatophilose. Die wirksamsten Maßnahmen zur Vorbeugung der Erkrankung sind daher die Vermeidung von dauerhaft nassem Fell und die kontinuierliche Insektenbekämpfung.
Bei größeren Blutverlusten durch Unfall oder Operationen, Gerinnungsstörungen sowie bei verschiedenen Erkrankungen sind auch Tiere auf Bluttransfusionen angewiesen. Hierfür wird Spendertieren Blut entnommen. Wie beim Menschen gibt es auch bei Tieren verschiedene Blutgruppen, die beachtet werden müssen.
Stülpt sich die unter dem inneren Augenwinkel liegende Nickhautdrüse nach außen, spricht man vom sogenannten Nickhautdrüsenvorfall. Er ähnelt vom Aussehen einer Kirsche und wird deshalb auch als Cherry Eye bezeichnet. Besonders betroffen sind kurzköpfige Rassen.
Wenn die Nase läuft und deine Katze Atemgeräusche hat, kann eine harmlose Ursache dahinterstecken. Manchmal zeigt sich so aber auch eine Erkrankung, die dringend behandelt werden muss.
Namensgeber dieser weit verbreiteten Virusinfektion ist der ungarische Veterinärpathologe Aladar Aujeszky, der die Erkrankung 1902 zum ersten Mal beschrieben hat. Sie wird durch das Herpesvirus des Schweins hervorgerufen und kann Hunde und Katzen, aber auch Rinder, Schafe und Ziegen betreffen und verläuft fast ausschließlich tödlich. Auf den Menschen kann die auch als Pseudowut bezeichnete Erkrankung nicht übertragen werden. Die Pseudowut gehört nach aktueller Rechtsprechung zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen und wird staatlich bekämpft.
Die Familie ist sich einig, ein Haustier darf einziehen. Es soll aber ein Tier sein, das nicht zu viel Arbeit macht. Es soll Freude bereiten, aber auch nicht zu viel Aufmerksamkeit fordern – und am besten auch schon von einem Grundschulkind mitversorgt werden können. Klingt das für dich nach einem vertrauten Anforderungskatalog? Dann könnte ein kleiner Trupp Meerschweinchen genau richtig für dich sein.
Es ist natürlich, dass dein Pferd gelegentlich mit dem Kopf schlägt, um Insekten abzuwehren oder weil es aufgeregt oder angespannt ist. Unwillkürliches, andauerndes Hoch- und Herunterschlagen des Kopfes ohne ersichtliche Ursache ist jedoch nicht mehr natürlich. Es ist charakteristisch für das Headshaking Syndrom. Im Gegensatz zum Koppen oder Weben stellt das Headshaking Syndrom meistens keine Verhaltensstörung, sondern eine neurologische Erkrankung dar, die unbedingt tierärztlich abgeklärt werden sollte.
Es gibt verschiedenste Argumente für diverse Arten, deinen Hund zu ernähren. Was für welchen Hund am besten ist und wie sich die Fütterung in deinen Alltag integrieren lässt, variiert individuell. Im Folgenden findest du einige Empfehlungen und Ideen zu diesem Thema.
Einige der vom Menschen auf ein gewünschtes Aussehen gezüchteten Rassen haben mit schwerwiegenden, gesundheitlichen Problemen zu kämpfen: Atembeschwerden, Gelenk-Schäden, Augen-Probleme oder begrenzte Möglichkeit der Kommunikation – die Liste der Erkrankungen und der betroffenen Tierrassen ist lang. Aber was genau ist eine Qualzucht?
Euthanasie wird im Deutschen auch als Einschläfern bezeichnet. Bei Tieren ist diese Sterbehilfe unter bestimmten, tierschutzrechtlich geregelten Umständen erlaubt. Wenn ein Leiden nicht mehr zu lindern ist, kann das schmerzlose Einschläfern eine Erlösung für dein Tier sein. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen und wie läuft eine Euthanasie ab?
Taube oder schwerhörige Tiere haben zwar Einschränkungen, können aber ein genauso glückliches Leben führen wie hörende. Die Ursachen einer Höreinschränkung sind sehr unterschiedlich. Aber wie findest du heraus, ob dein Tier wirklich taub ist? Und was kannst du tun, um ihm das höreingeschränkte Leben leichter zu machen?
Ein Defekt im MDR1-Gen wird mittlerweile innerhalb vieler Hunde- und Katzen-Rassen vererbt. Betroffene Tiere reagieren sehr empfindlich auf bestimmte Arzneimittel. Dies kann zu schweren Vergiftungen bis hin zu Todesfällen führen. Ein Gentest ist bei bestimmten Rassen dringend empfohlen.
Bei Tieren gibt es wie beim Menschen eine Vielzahl von Tumorerkrankungen. Dabei kann fast jedes Gewebe im Körper betroffen sein. Doch wie und warum entstehen Tumore? Und ist ein Tumor gleich Krebs?