Die gängigen Haltungsformen für Pferde sind die klassische Boxenhaltung, die Haltung im Laufstall (Aktivstall), in Paddock-Trails, die saisonale Weidehaltung und die Offenstallhaltung. Eines sollte jedem Pferdebesitzer klar sein. Pferde wollen laufen. In der Steppe sind sie manchmal bis zu 16 Stunden täglich unterwegs, um Nahrung und Wasser zu suchen. Grasend ziehen sie durchs Land. Nun sind unsere Pferde gezüchtet und domestiziert für unsere gemeinsame Zeit mit ihnen, sie sind keine Steppenponys mehr. Wir füttern sie, wir pflegen sie. Dennoch braucht das Pferd an sich Bewegung. Das sollen wir unbedingt bei der Wahl der Pferdehaltung im Kopf behalten. Das bedeutet auch, dass eine reine Boxenhaltung ohne einen ausreichend großen Paddock zur freien Bewegung nicht artgerecht ist. Außerdem muss immer für einen Kontakt unter Artgenossen gesorgt werden, denn Pferde sind Herdentiere.
Bei dieser Haltung verbringt das Pferd den Großteil der Zeit in der Box, welche optimalerweise ein Fenster nach draußen hat. Die Mindestgröße einer Box ist in Deutschland vorgeschrieben und berechnet sich aus der doppelten Widerristhöhe zum Quadrat. Ein Pferd mit einem Stockmaß von 1,70 m sollte also auf mindestens 12 Quadratmetern stehen. Das Pferd sollte die Möglichkeit haben, seine Boxennachbarn zu sehen oder sogar zu berühren. Viele Ställe haben bei dieser Haltungsform einen Paddock direkt an der Box, so dass das Pferd selbstständig hin und her spazieren kann. Meist steht zudem ein Sand- oder Graspaddock stundenweise für die freie Bewegung zur Verfügung. An vielen Ställen gibt es auch kleine Weidestücke, die in festen Gruppen zusammen genutzt werden können (siehe weiter unten: saisonale Weidehaltung).
Bei der Boxenhaltung ist das tägliche Bewegen des Pferdes in ausreichender Form ein Muss. Der zeitliche Aufwand ist damit deutlich höher als bei einer freien Haltungsform. Manche Reiter sorgen dafür, dass ihr Pferd mehrmals am Tag aus der Box kommt und in der Führanlage laufen oder den Aquatrainer nutzen kann, oder sie lassen es spazieren führen.
Die Bezeichnung Laufstall kennen wir häufig auch aus der Zucht. Dies ist eine übergroße Pferdebox, in der sich entsprechend der Maße mehrere Pferde, meist Jungpferde oder Mutterstuten, gemeinsam aufhalten. Zur Boxenhaltung gibt es hier also keinen Unterschied, nur dass hier mehrere Pferde zusammenleben.
Der Aktivstall (unter Umständen auch Laufstall genannt) unterscheidet sich hingegen von der klassischen Boxenhaltung. Im Aktivstall leben Pferde im besten Fall in kleinen Herden. Pferde sind Herdentiere und regeln ihre Rangordnung selbst. Dennoch sollte man darauf achten, bevor ein neues Pferd in eine funktionierende Gruppe kommt, dass die Pferde ausreichend Zeit hatten, sich aneinander zu gewöhnen. Schließlich soll es keine verletzten Tiere geben. Für solche Eingliederungsmaßnahmen, oder auch für verletzte und kranke Pferde, gibt es sogenannte Integrationsboxen. In diesen Boxen haben die Pferde Sozialkontakt zu der Gruppe, stehen aber separat.
Im Aktivstall selbst können sich die Pferde frei bewegen. Es gibt Futter- und Wasserstationen, Kraftfutterspender stehen mit kleinen, individuellen Portionen den einzelnen Pferden zur Verfügung. Die Tiere nutzen die gesamte Fläche, die ihnen eingezäunt wurde und versorgen sich weitestgehend selbst. Eine Haltungsform also, die dem ursprünglichen Leben eines Pferdes sehr nahekommt.
Der Paddock-Trail ist im Prinzip eine Verfeinerung des Aktivstalls. Auch hier leben die Pferde in einer Herde und versorgen sich selbst. Sie müssen sich ihr Futter suchen, dass in verschiedenen Stationen auf dem Areal untergebracht ist. Die Wege dorthin sind allerdings Teil eines abgesteckten Pfades, des sogenannten Trails, der um das gesamte Stück Land verläuft. Hier und da gibt es dann eine Einbuchtung mit entsprechendem Futter, Wasser oder Beschäftigungsmaterialien. Die Bodenbeläge variieren, das ist auch die Idee hinter dem aus den USA kommenden Konzept. Ein Hufschmied hat sich viele Jahre lang der Studie von Wildpferden gewidmet und dokumentiert, wie wichtig das Betreten verschiedener Bodenbeläge für gesunde Hufe ist. Die Pferde leben im Paddock-Trail sehr nah an ihrer natürlichen Lebensweise.
Der Offenstall schenkt den Pferden eine Form von Freiheit. Sie können ihre Nase in den Wind halten und sich nach Lust und Laune bewegen. In einem eingezäunten Bereich befindet sich auf einem Paddock oder einer Weide ein offener Stall. Hier können Pferde in Gruppen gemeinsam leben. Futterraufe und Tränke befinden sich meist im geschützten Bereich, unter dem Dach. Hier ist auch die Liegefläche, die eingestreut sein sollte. Die Tiere wählen also selbst, ob sie sich im Stall oder im freien Bereich aufhalten wollen. Im Winter kommt es allerdings häufiger vor, dass der Außenbereich sehr nass und matschig wird und die Pferde sich kaum bewegen, weil sie ihr Futter ja sowieso vor der Nase haben. Dann ist es besonders wichtig, dass wir als Pferdehalter den Liegebereich sauber und trocken halten und für ausreichend Bewegung unseres Pferdes sorgen.
Ein sicher eingezäuntes Stück Land mit saftigem Grün ist der Traum eines jeden Pferdes. Die saisonale Weidehaltung ist wunderbar kombinierbar. Welches Pferd frisst nicht gern frisches Gras und galoppiert mit seinen Kumpels über die Wiese? Bei dieser Haltung stellt sich die Frage: Wie lange bleibt mein Pferd auf der Weide? Rund um die Uhr, stundenweise, tagsüber, oder nur nachts? Es gibt tatsächlich Pferdebesitzer, die ihre Pferde bewusst in der Nacht auf die Weide lassen, weil dann zum Beispiel Mücken und andere Insekten weniger angriffslustig erscheinen. Ebenso sollte man sich fragen, mit wem das Pferd auf die Weide geht. Manche Pferde lieben große Herden, andere bevorzugen kleinere Gruppen.
Jungpferdeherden oder Rentner, das Freizeitpferd genauso wie der Sportler – alle mögen die Weidesaison. Bleibt eine Herde komplett auf der Weide, muss für einen Unterstand gesorgt werden. Zu viel Sonne ist ebenso unerwünscht wie zu viel Regen. Die tägliche Weidekontrolle ist genauso selbstverständlich, wie die Sorge für das Trinkwasser. Wer es besonders gut machen will, „äppelt“ seine Weide täglich ab. Und in einem Jahr, in dem einfach nicht genug Gras nachwächst, ist es die Pflicht eines Pferdebesitzers, für ausreichend Zusatzfutter zu sorgen. Ansonsten heißt es für unsere Lieblinge: Nase in den Wind halten und Pferdeleben genießen.
Das Osteosarkom ist der häufigste primäre Knochentumor beim Hund. Dieser aggressive Tumor entsteht im Knochen, hat eine hohe Metastasierungsrate (= Streuungsrate) und kommt vor allem bei großen Hunden und Riesenrassen vor. Ein erhöhtes Risiko an einem Osteosarkom zu erkranken, besteht für Bernhardiner, Deutsche Doggen, Dobermänner, Deutsche Schäferhunde, Golden Retriever, Rottweiler und Greyhounds. Bei diesen Rassen treten die Tumore vor allem an den langen Röhrenknochen der Gliedmaßen auf. Kleinere Hunderassen sind deutlich seltener betroffen. Hier sind die Tumore eher an den kurzen und platten Knochen des Körperstammes zu finden.
Bei der Augeninnendruckmessung (=Tonometrie) wird mittels eines speziellen Druckmessgeräts (=Tonometer) der physikalische Druck gemessen, der im Inneren des Auges herrscht.
Die Hämatologie ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin und umfasst die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Blutes, Knochenmarks und Lymphsystems. Hämatologische Krankheitsbilder sind unter anderem Anämien Blutgerinnungsstörungen, Krebserkrankungen der blutbildenden Zellen oder des lymphatischen Systems sowie Autoimmunerkrankungen des Blutes.
Auch beim Tier werden viele beim Menschen schon lange übliche Augenoperationen durchgeführt. Hierfür gibt es inzwischen etliche Fachtierärzte für Augenheilkunde (=Ophthalmologen).
Das Wort Brachyzephalie stammt aus dem Griechischen und bedeutet Kurzköpfig- oder Rundköpfigkeit. Es beschreibt die erblich bedingte kürzere und breitere Schädelform einiger Hunde- und Katzenrassen, die an das „Kindchenschema“ junger Tiere erinnert. Die gesundheitlichen Folgen dieses verkürzten Gesichtsschädels sind weitreichend und werden als brachycephales Syndrom bezeichnet.
Viele Menschen mögen Hunde oder Katzen, andere wünschen sich einen Wellensittich und wieder andere holen sich eine Schlange ins Haus. Vielleicht eine etwas ungewöhnliche Haustierwahl, aber mit Sachverstand und der Liebe zu dieser speziellen Tierart kann es für Mensch und Tier eine besondere Beziehung werden.
Als Sommerekzem wird eine wiederkehrende allergische Hauterkrankung bei Pferden bezeichnet, die sich durch hochgradigen Juckreiz und haarlose, offene Hautstellen äußert. Die Erkrankung kann bei Pferden aller Rassen auftreten, wobei Isländer, Norweger, Shetlandponys und Haflinger deutlich häufiger und Warmblüter eher selten betroffen sind.
Beim Dummkoller, früher auch als Sterngucker-Krankheit bezeichnet, handelt es sich um eine unheilbare, für das Pferd charakteristische Gehirnerkrankung, die jedoch heute zum Glück kaum noch zu beobachten ist. Diese das Bewusstsein stark beeinträchtigende Krankheit gehörte bis 2002 zu den Hauptgewährsmängeln, weswegen ein Pferd binnen 14 Tagen nach dem Kauf zurückgegeben werden konnte.
Das Hornhautgeschwür, auch als Hornhautulcus bezeichnet, gehört zu den häufigsten Erkrankungen am Auge des Pferdes. Es handelt sich dabei nicht um eine Wucherung, sondern um einen Gewebedefekt, der chronisch nicht abheilt und unterschiedliche Ausmaße annehmen kann. Die Therapie eines Hornhautgeschwürs erweist sich als zum Teil sehr frustrierend und nicht oder falsch behandelte Hornhautgeschwüre können zu schwerwiegenden Sehstörungen bis hin zum Verlust des Auges führen.
Impfungen beim Pferd dienen der Gesundheitsvorsorge und schützen vor möglichen Krankheiten und ihrer Ausbreitung. Je nachdem was du mit deinem Pferd machen möchtest, sind verschiedene Impfungen sinnvoll und für Turnierpferde sogar vorgeschrieben. Alle Impfungen werden von deiner Tierarztpraxis im Equidenpass korrekt dokumentiert.
Grundsätzlich gilt: Jeder Hund braucht ein gewisses Maß an Pflege, die einen mehr, die anderen weniger. Bei einigen lohnt sich sogar der Gang zum Hundefriseur. Du kannst als Hundehalter in jedem Fall auch zu Hause Hand anlegen.
Ein Fohlen bei sich aufzunehmen und damit den ganz langen Weg zum Glück auf dem Rücken eines Pferdes zu wählen, ist ein richtiges Abenteuer! Es ist die Chance, eine Verbindung zu knüpfen, die über Jahre hinweg reifen kann und ein Fohlen zum Pferd heranwachsen zu sehen. Doch dafür ist auch Engagement von dir gefragt.